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VfL Handball: Damen 1- Interview mit Trainer Harald Jekel

VfL-Trainer Harald Jekel stellte sich einigen Fragen
Von 24 Spielen haben die Handballerinnen des VfL Günzburg nur ein einziges gewonnen, zwei weitere endeten unentschieden. Am Ende landete die Mannschaft in der Bayernliga abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die Konsequenz: Der VfL muss zurück in die Landesliga.

Wie fällt Ihr persönliches Fazit dieser Spielzeit aus?
Jekel: Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Das müssen wir akzeptieren. Uns sind immer wieder klar die Grenzen aufgezeigt worden, zudem haben wir unsere eigenen Möglichkeiten nicht ausschöpfen können. Wir dürfen das Ganze auch nicht auf die personellen Probleme schieben.

Woran hat es dann tatsächlich gehakt?
Jekel: Natürlich sind gleich zu Saisonbeginn drei wichtige Stützen der Mannschaft ausgefallen. Wir mussten daraufhin unser Spielsystem ändern und die Mannschaft musste sich darauf erst einstellen. Zwischendurch haben wir immer wieder gezeigt, dass wir eigentlich mithalten können. Aber es fehlte die Konstanz über 60 Minuten. Ich bin der Meinung, dass wir mit ein, zwei Jahren mehr Erfahrung die Klasse gehalten hätten.

Wie sind die Spielerinnen mit diesen vielen Rückschlägen umgegangen?
Jekel: Es ist doch klar, dass man irgendwann einmal den Spaß an der Sache verliert. Der Zusammenhalt im Team hat aber die gesamte Saison über meistens gepasst. Es gab schon auch einmal Durchhänger, diese störenden Faktoren sind angesprochen und auch geklärt worden.

Und Sie selbst? Haben Sie während der Saison irgendwann einmal mit dem Gedanken gespielt, ihr Amt niederzulegen?
Jekel: Nein. Ich habe an die Mannschaft geglaubt und die Mädels haben immer versucht, meine Anforderungen umzusetzen. Der Wille war vorhanden, die Trainingsbeteiligung hat gepasst. Auch seitens der Verantwortlichen hatte ich immer Rückendeckung.

Gab es denn trotz aller Tiefpunkte auch positive Entwicklungen?
Jekel: Wir haben zum Teil junge Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut. Das war besonders wichtig, weil wir dadurch mehr taktische und spielerische Optionen bekommen haben. Die Jungen haben sich schon ganz gut eingelebt.

Wie geht es jetzt mit dem VfL weiter?
Jekel: Bislang hat noch niemand aus dem jetzigen Kader konkret abgesagt, auch ich mache noch ein Jahr weiter. Allerdings sind wir uns einig, dass wir alle erst einmal eine Auszeit brauchen. Die Saison war inklusive der Aufstiegsspiele sehr lang und hat hohen Einsatz gefordert. Ich denke, jeder ist froh, wenn er montags in der Arbeit von den Kollegen nicht mehr nach dem Ergebnis gefragt wird.

Und sportlich?
Jekel: Die nächste Saison in der Landesliga wird richtig schwer für uns. Wir müssen uns selbst beweisen, dass wir auch wieder gewinnen können. Außerdem wird uns als Bayernliga-Absteiger niemand unterschätzen. Die Landesliga ist stärker geworden, daher sehe ich uns auf keinen Fall als Favorit.
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