VfL Handball: Damen 1 - Belohnung beim TSV Weilheim abgeholt

Franzi Aust beim finalen Schuß
Voll des Lobes für seine Torhüterin Janine Schuller war Harald Jekel nach der Partie in Weilheim. Mit zahlreichen Paraden und fünf gehaltenen Siebenmetern war Schuller die Garantin für den knappen 19:18-Sieg des VfL Günzburg in der Handball-Landesliga beim TSV Weilheim.
Verletzungsbedingt hatten die Günzburgerinnen gerade einmal acht Spielerinnen und zwei Torhüterinnen dabei und damit kaum Wechselmöglichkeiten. Doch gerade in der Anfangsphase machten auch die verbliebenen Kräfte fast alles richtig. Bis zur 20. Minute stimmte die Aggressivität in der Verteidigung, die Angriffe auf der Gegenseite waren durchdacht und wurden konsequent zu Ende gespielt. Die Folge: Der VfL führte kurz vor der Pause klar mit 11:5. Schon in dieser Phase ragte Schuller aus einem starken Kollektiv heraus – weil sie der Mannschaft durch ihre Leistung Sicherheit verlieh und sogar drei Siebenmeter hintereinander parierte. Dann allerdings schlich sich trotzdem der Schlendrian ein.
Vor allem nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen kaum mehr, die körperlich überlegenen Oberbayerinnen in den Griff zu bekommen – speziell am Kreis. Und so wurde der VfL aus dem Rhythmus gebracht und der Gegner unnötig aufgebaut. „Wir sind einfach nicht mehr ins Spiel gekommen“, meinte auch Jekel. Die Führung haben die Günzburgerinnen aber trotz allem nicht aus der Hand gegeben, stellenweise lagen sie komfortabel vorne. „Im Spiel nach vorne haben wir aber nicht mehr genügend Druck aufgebaut und unsere Angriffe schlecht vorbereitet“, so Jekel weiter.
In der Schlussphase zählte einmal mehr nur Willenskraft. Und die hatten die VfL-Frauen reichlich. Eine Minute vor Ende, das Spiel stand noch immer auf der Kippe, übernahm dann Franziska Aust die Verantwortung: Als die Schiedsrichter bereits Zeitspiel angezeigt hatten, also ein weiterer Ballverlust drohte, nahm sie sich einen Wurf aus dem Rückraum – und traf zum 19:16. Bis zum Schlusspfiff kassierte der VfL zwar noch zwei Gegenstöße, der Sieg war letztlich aber unter Dach und Fach. Jekels Analyse in wenigen Worten: „Die zwei Punkte waren enorm wichtig. Eigentlich hätten wir deutlicher gewinnen müssen, aber aufgrund der personellen Situation sind wir zu so etwas derzeit nicht in der Lage.“
Es spielten: Schuller, Beck (Tor); Jorga (7/3), Aust (5/1), Wieser, Schaaf (je 3), Apel (1), Zach, Reisbach-Kees, J. Deutschenbauer.
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