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VfL Handball: Damen 1 - Außer Spesen nichts gewesen

Eigentlich lassen sich Handballer kaum mit Fußballern vergleichen. Zu verschieden sind die Spielertypen und die Sportarten selbst. Harald Jekel, Trainer der Günzburger Handballerinnen, verwendete nach der 21:23-Niederlage seiner Mannschaft beim HC Sulzbach-Rosenberg aber doch ein fußballerisches Beispiel: „Wir haben 15 Minuten lang C-Klassen-Handball gespielt“, sagte er. Sprich: Die VfL-Frauen haben eine Viertelstunde lang nicht annähernd das Niveau gezeigt, das nötig ist, um in der Bayernliga bestehen zu können.
Dabei fing es für den Liga-Neuling noch recht gut an. Die Günzburgerinnen schüttelten schnell den Respekt vor dem Gegner ab, kamen immer besser ins Spiel und dominierten ab Mitte der ersten Hälfte das Spiel sogar. Zu diesem Zeitpunkt war auch Jekel noch zufrieden mit seinem Team. Kein Wunder, denn beim Seitenwechsel lag der VfL mit 10:9 in Führung.
Große Flaute im Angriff
Doch dann kam der unerwartete Einbruch. Und mit diesem Leistungstief wuchs auch der Zorn des Trainers. „Nach der Halbzeit wurde keiner der angesprochenen Spielzüge mehr umgesetzt. Auch in der Abwehr hat sich niemand an die Abmachungen mehr gehalten“, schimpfte er nach der Partie. Leichtfertig haben die Günzburgerinnen in dieser Phase die Partie aus der Hand gegeben. Während die Gastgeberinnen Tor um Tor nachlegten und aus dem Rückstand zur Pause einen komfortablen Vorsprung machten, herrschte bei den Weinroten große Flaute. Erst, als es bereits 9:16 stand, erzielten auch sie den ersten Treffer des zweiten Abschnitts. Zu spät.
In der Schlussphase hatte es Jekel dann scheinbar doch noch geschafft, sein Team aufzurütteln. Die Günzburgerinnen versuchten fortan alles, die drohende Klatsche abzuwenden. Und schafften es zumindest teilweise. Jekel: „Erst jetzt kam die richtige Einstellung wieder zurück.“ Der Aufsteiger raffte sich auf und verkürzte den Rückstand. Letztlich kam das Aufbäumen aber nicht mehr rechtzeitig. Zumal sich dann auch Jekel selbst einen kleinen Aussetzer erlaubte. Einen Aussetzer emotionaler Art, für den der Günzburger Trainer sogar disqualifiziert wurde.
VfL-Tore: Boesveld (6), Apel (4), Kuffner-Mayr, Jorga (je 3), Märkl (2), Wieser, I. Deutschenbauer, J. Deutschenbauer (je 1).
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