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Bayreuther Festspiele ohne VfL Günzburg - VfL Handball: Damen 1

Ohne Zweifel: Das hatten sich die Bayreutherinnen leichter vorgestellt. Der Tabellenzweite der Handball-Bayernliga gewann gegen den VfL Günzburg zwar mit 34:21. Doch was auf den ersten Blick recht deutlich aussieht, war ein hartes Stück Arbeit. „Ich bin komplett zufrieden“, meinte Günzburgs Trainer Harald Jekel trotz der hohen Niederlage.
Bis zur Halbzeit waren die Günzburgerinnen ebenbürtig und machten den Oberfranken das Leben schwer. Früh wurde deutlich, dass die Partie für die Gastgeberinnen kein Selbstläufer werden würde. Sowohl gegen die offensive Abwehrformation als auch gegen den druckvollen Angriff hatte der VfL zunächst stets das passende Rezept parat. Bissig im Zweikampf und mit einem starken Rückhalt im Tor hielt die Jekel-Truppe dagegen. Viel mehr noch: Es bahnte sich sogar eine kleine Sensation an. Nach einer Viertelstunde führte der VfL überraschend mit 11:6, bis zum Seitenwechsel stand es 15:15. „Das mag jetzt vielleicht überheblich klingen, aber wir haben bis zur 20. Minute das Spiel dominiert“, so Jekel. Er verteilte sogar Sonderlob an die Achse um Sandra Schaaf, Melanie Märkl und Kerstin Apel.
Danach ging es zunächst zerfahren weiter. Doch dann ließen die Bayreutherinnen die Kräfte spielen und zeigten dem Schlusslicht deutlich die Grenzen auf. Vor allem defensiv legten die Gastgeberinnen einen Gang zu und schufen dadurch die Basis für ein brandgefährliches Konterspiel. In den letzten 25 Minuten des Spiels gelangen dem HaSpo 17 Tore, während der VfL gerade einmal zwei weitere Treffer erzielte. Jekel vermisste bei seinen Spielerinnen in der Schlussphase körperliche wie geistige Frische. Die passende Erklärung hatte der Coach aber schon kurz nach der Partie parat: „Wir haben sehr offensiv gespielt und sind damit konditionell an unsere Grenzen gegangen.“
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Spielerinnen bemängelten die unausgewogene Regelauslegung des Schiedsrichtergespanns. Während gegen den VfL in 60 Minuten neun Zeitstrafen ausgesprochen wurden, musste Bayreuth in der 55. Minute zum ersten Mal dezimiert agieren. Jekel selbst wollte sich dazu nicht äußern und meint kurz: „Natürlich geht es an die Substanz, wenn man fast durchgehend in Unterzahl spielen muss.“

VfL-Tore: Apel (5), Märkl, Jorga (je 4), Boesveld (3/3), Schaaf, I. Deutschenbaur (je 2), Aust (1).
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