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Schlauer Hund ist immer öfter im Einsatz

Kurt Buser und seine Labrador-Hündin Udine sind allein im Januar diesen Jahres viel mal alarmiert worden.
Von Katja Belitz

Landkreis - Sie sind verschmust, verspielt und selten älter als sieben. Dabei haben die Hunde der Rettungsstaffel des Bayerischen Roten Kreuzes vom Kreisverband Günzburg schon große Ziele. Alle zehn wollen sie Leben retten, doch bis jetzt darf das nur Udine. Im vergangenen Jahr war die Labrador-Hündin insgesamt 13 Mal gefragt. Allein im Januar dieses Jahres war sie schon vier Mal im Einsatz. Zuletzt am vergangenen Mittwoch, als sie mithalf, nach einem vermissten 40-Jährigen in Burgau zu suchen. Ihr Einsatz dauerte über fünf Stunden.

Und trotzdem: Während ihre Kollegen auf vier Pfoten sich noch auf die erste Rettungsprüfung vorbereiten, hat Udine schon viel Freude an ihrem Job. Das sagt zumindest ihr Halter. „Es macht ihr riesigen Spaß“, erklärt Kurt Buser aus Gundremmingen. Woran er das merkt? „Wenn ich zwei Mal in der Woche die Sachen für das Hundetraining zusammenpacke, weiß sie, dass es wieder so weit ist und dann steht sie neben mir, damit ich sie ja nicht vergesse.“ Das Gleiche geschehe, wenn das Handy des Hundeführers zu ungewohnter Stunde klingelt.

Zu zweit eilen die beiden dann im Ernstfall zum Einsatzort. Bei den Suchaktionen werden sie von Matthias Hüttmann begleitet. „Ich bin vor allem dabei, um dem Hundeführer Arbeit abzunehmen“, sagt der Schnuttenbacher, sei es nun beim Funken oder Karten lesen.

Um ihrer lebensrettenden Arbeit nachzugehen, brauchen Udine und die anderen Vierbeiner aber noch mehr Unterstützung. Der BRK-Kreisverband sucht deshalb ab sofort Paten für sie. Nicht für Futter oder Unterkunft, denn die Tiere haben längst alle ein Zuhause. In ihrer Freizeit seien sie dort auch „ganz Familienhund“, wie Kai Fuhrmann sagt. Er leitet die Rettungshundestaffel des Kreisverbandes. „Ausrüstungsgegenstände müssen gekauft werden“, erklärt er, „Funkgeräte oder Hundeboxen zum Beispiel“. Auch die Ausbildung zum Rettungshund müsse finanziert sein.

Wer die Patenschaft eines Hundes übernehmen will, muss regelmäßig einen Geldbetrag spenden. Dafür wird der Pate über die Entwicklung des Vierbeiners auf dem Laufenden gehalten. „Einmal im Jahr gibt es außerdem ein Patentreffen“, plant Fuhrmann.

Verstärkung steht in den Startlöchern

Die vierjährige Udine könnte noch bis ins hohe Hundealter nach Vermissten schnüffeln, bei der Suche von ausgerissenen Kindern helfen oder verwirrte Menschen finden. Verstärkung steht dafür schon in den Startlöchern. Ihre neun Kollegen trainieren fleißig für die Prüfung zum Lebensretter. „Die Ausbildung zum Rettungshund dauert etwa zweieinhalb Jahre“, sagt Fuhrmann. Er geht davon aus, dass weitere „drei bis fünf Hunde an der Prüfung im September teilnehmen“. Alle 18 Monate müsse die Prüfung dann wiederholt werden.

Infos zur Rettungshundestaffel online unter brk-guenzburg-rhs.de

Quelle: www.guenzburger-zeitung.de
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