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Günzburg: ab 1. Juli keine Hausärzte mehr für Kassenpatienten?

Jobkiller Arztberuf?

Nach Meldung von aerzteblatt.de sind dem Aufruf des Bayerischen Hausärzteverbands zum systematischen Austritt aus den bestehenden Chronikerprogrammen zufolge aktuell 3000 der 5000 in Bayern niedergelassenen Ärzte gefolgt, andere Angaben sprechen von mittlerweile 4000 von 6000 Ärzten.

Still und leise werden in zehn Tagen (zum 30.6.) eine Mehrheit von Hausärzten ohne gültigen Vertrag mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung dastehen. Zur Presseerklärung des Bayer. Hausärzte-Verbands hier.

Die Folgen für den Patienten: Noch schwer zu sagen. Die Versorgung wird auf jeden Fall weitergehen. Möglicherweise erhalten Sie jedoch von Ihrem Hausarzt eine Honorarabrechnung mit der Bitte, diese dann bei ihrer Krankenkasse einzureichen. Das hieße aber, erst einmal hat der gesetzlich Versicherte die Forderung auf dem Tisch. Man wird sehen.

Auf jeden Fall ist dies zusammen mit den anderen Streiks auf Bundesebene eine längst überfällige Reaktion seitens der Ärzteschaft. Wer würde schon ein Vierteljahr (teils hart) arbeiten, nur damit im Nachhinein für ihn bzw. seine Praxis festgelegt wird, wie viel er dafür überhaupt (finanziell) ausgeschüttet bekommt? Dazu kommen diverse Risiken, die die Kostenrechnung für eine Arztpraxis zusätzlich massiv zu unterhöhlen imstande sind.
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