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Gesundes Trinkwasser zu fairen Preisen

Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Jauernig, Wasserwerkmeister Christian Eisele und Werksleiter Johann Stelzle vor der Wasserförderanlage. Foto: Sabrina Schmidt.

Weltwassertag 2013: Am 23. März Tag der offenen Tür im Günzburger Wasserwerk – OB Gerhard Jauernig: Keine Liberalisierung der Wasserversorgung

Günzburg. „Wasser und Zusammenarbeit“ ist das Motto des diesjährigen Weltwassertages, der 1992 auf Geheiß der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Mit diesem Thema soll erhöhte Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des Wassers für den Menschen gelenkt und das Bewusstsein zu einem sorgsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1 geschärft werden. Die Stadtwerke Günzburg nehmen diesen Tag zum Anlass, ihre Pforten im Wasserwerk an der Heidenheimer Straße 4 am Samstag, 23. März, also einen Tag nach dem offiziellen Termin, von 10 bis 15 Uhr zu öffnen.

Dort möchten die Mitarbeiter interessierten Bürgerinnen und Bürgern, aber vor allem auch Kindern und Jugendlichen die Günzburger Wasserversorgung näher bringen. „Für viele Men-schen ist es selbstverständlich, dass sauberes Trinkwasser in bester Qualität aus dem Wasserhahn sprudelt. Viele wissen jedoch nicht, woher ihr Wasser kommt und welcher Aufwand hinter der Gewinnung, Verteilung, Aufbereitung und Speicherung steckt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des Kommunalunternehmens Stadtwerke Günzburg, Johann Stelzle. All diese Fragen werden beim Tag der offenen Tür beantwortet.

„In Günzburg ist die wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung das Grundwasser. Des-halb besteht unser oberstes Ziel darin, den Wasserverbrauch und den Grundwasserschutz miteinander in Einklang zu bringen.“ Eine solche nachhaltige Wasserversorgung bedarf jedoch einer gut funktionierenden Abwasserableitung und Abwasserreinigung sowie modernen Wasserversorgungsanlagen, die auf dem aktuellen Stand der Technik sein müssen. „Wir investieren laufend in unsere Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen“, sagt Johann Stelzle.

Allein in den vergangenen Jahren wurden rund 6 Millionen Euro in die Sanierung und Erneuerung der beiden Wasseraufbereitungsanlagen, mehrerer Brunnen und der Druckerhöhungsanlage im Birket investiert. Dank dieser Investitionen können die städtischen Wasserwerke jährlich rund 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser fördern, erläutert Johann Stelzle. Das entspricht einer Menge von 6000 Kubikmeter pro Tag.

OB: Keine Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung

„Die nachhaltige Wasserversorgung ist uns ein besonderes Anliegen, gerade auch im Hinblick auf kommende Generationen“, betont Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Des-halb sei es wichtig, dass die Kommunen weiterhin selbstständig entscheiden, wie sie die Wasserversorgung vor Ort organisieren, so der Rathauschef, der dabei auch als Vorsitzender des Städtetags in Schwaben die klare Haltung der schwäbischen Kommunen vertritt.

Derzeit beraten Experten in Brüsseler EU-Gremien über eine EU-Richtlinie zu den Dienstleistungskonzessionen. Die neue Richtlinie soll Aufgaben der Daseinsvorsorge dem Vergaberecht unterwerfen. Bisher ist die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen im Wasserbereich nicht durch spezielle Vorschriften geregelt.

Kampfansage an die kommunale Wasserwirtschaft

Dazu der Oberbürgermeister: „Eine solche EU-Richtlinie würde die kommunale Daseins-vorsorge und damit auch die kommunale Wasserversorgung bedrohen.“ Im Kern, so Jauernig, gehe es darum, den Wassermarkt zu liberalisieren und für große Konzerne zu öffnen. „Das ist eine klare Kampfansage an die kommunale Wasserwirtschaft in Deutschland. Dabei ist diese bei den Bürgern anerkannt und akzeptiert.“ Seit einigen Monaten profitieren etwa auch die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Offingen von der kommunalen Wasserversorgung aus Günzburg. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sieht darin ein erfolgreiches Modell interkommunaler Zusammenarbeit. „Diese Leistung darf nicht durch neue Vorgaben aus Brüssel gefährdet werden“, so der Rathauschef weiter.

Aus Sicht von Gerhard Jauernig liefern die Stadtwerke Trinkwasser zu fairen Preisen. Deshalb lobt der Rathauschef die Bestrebungen des noch jungen Kommunalunternehmens Stadtwerke Günzburg, seine Dienstleistungen am Tag der offenen Tür einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.


Info: Tag der offenen Tür im Wasserwerk an der Heidenheimer Straße 4, Verwaltungsge-bäude der SWG, am Samstag, 23. März, 10 bis 15 Uhr. Neben zahlreichen Informationen rund ums Wasser steht auch eine Besichtigung der Trinkwasser-Aufbereitungsanlage auf dem Programm. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls ge-sorgt.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 20.04.2013
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