Frostschäden zu erwarten!

Auch dieses Jahr hatten wir wieder einen „richtigen“ Winter. Gerade bei immergrünen Pflanzen werden die Folgen bereits sehr früh augenfällig: Nach Wintern mit länger anhaltendem Bodenfrost und sonnenreichen Tagen werden oft einzelne Triebe oder größere Partien braun. Die Pflanzen verdunsten über die grünen Blätter oder Nadeln Wasser, können dies aber über die Wurzel aus dem gefrorenen Boden nicht nachliefern. Der Fachmann spricht hier von „Frosttrockenheit“. Die Zeige sind also nicht erfroren, sondern nur eingetrocknet. Bei Kirschlorbeer oder Buchs bleiben die abgestorbenen Blätter am Holz hängen. Windgeschützte Pflanzen sind weniger gefährdet, da sie weniger verdunsten. Im Frühjahr können die geschädigten und abgestorbenen Triebe entfernt werden! Dies verbessert nicht nur die Optik, sondern regt auch zum Neuaustrieb an! Vor allem sollte man auf gute Wasserversorgung an frostfreien Tagen achten, ganz besonders bei neu angepflanzten Gehölzen! Sollten Pflanzen betroffen sein, die am mehrjährigen Holz blühen und fruchten, bedeutet ein Erfrieren von Teilen dieses alten Holzes auch eine verringerte bzw. ganz ausfallende Blüte bzw. Ernte. Anders jedoch bei Gehölzen, die am diesjährigen Holz blühen, wie z.B. die Rosen oder der Schmetterlingsstrauch. Frostschäden an den Zweigen, soweit sie nicht die Veredelungsstelle betreffen, bleiben für den Blütenflor ohne Folgen.

Nähere Auskünfte erhalten Sie auch bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur am Landratsamt unter Tel. Nr. 08221-95-753 oder 95-752.
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