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Ein gutes Jahr - IHK zieht positive Bilanz zum Jahreswechsel

Die Vorsitzenden der IHK-Regionalversammlungen Günzburg und Neu-Ulm, Hermann Hutter und Hans-Heiner Honold, sowie die beiden Vizepräsidenten der IHK Schwaben, Klaus Weinmann und Thilo Butzbach, ziehen eine insgesamt positive Bilanz zum Jahresende.

Die jüngste Konjunkturumfrage der IHK zeigt, dass große Teile der regionalen Wirtschaft ihre aufstrebende Entwicklung auch in diesem Jahr fortsetzen konnten. So konnte die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Schwaben gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % gesteigert werden und hat nun wieder annähernd das Allzeit-Hoch von 2008 erreicht.

Allerdings drohen steigende Kosten auf breiter Front z.B. für Energie und Rohstoffe die Entwicklungsperspektiven der regionalen Wirtschaft zunehmend zu belasten. Zudem fürchten viele Unternehmen, dass Banken angesichts einer durch Basel 3 bedingten höheren Eigenkapitalquote ihre Kreditvergabe an die Unternehmen einschränken und damit eine Kreditklemme auslösen könnten. Daher sei es nun für die Unternehmen genauso wie für die Politik und den Bankensektor entscheidend, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen, mahnen die Wirtschaftsvertreter. Ohne Investitionen kein Wirtschaftswachstum.

Bildung sichert Fachkräfte
das aktuelle Konjunkturhoch mit vollen Auftragsbüchern hat zu einem außerordentlich hohen Beschäftigungsstand in der Region geführt. Gleichzeitig führt die rekordverdächtig niedrige Arbeitslosenquote zwischen 2,5 % bis 2,8 % zu einer zunehmenden Verknappung von Fachkräften vor allem im gewerblich-technischen Bereich. Dies stellt immer mehr Unternehmen aus der Region vor Herausforderungen bei der Akquise von Fachkräften. Dieser Effekt wird durch den allgemeinen demografischen Wandel noch verstärkt, denn in den kommenden Jahren werden immer weniger junge Menschen die Schulen verlassen und einen Beruf erlernen. Für die Unternehmen bedeutet dies, sich bereits heute auf dieses Szenario einzustellen und geeignete Strategien zu entwickeln, betont Hermann Hutter. In der Regel geschieht dies durch zusätzliche Investitionen in die Aus- und Weiterbildung im eigenen Unternehmen. Die IHK unterstützt ihre Ausbildungsbetriebe dabei mit einem Team von Ausbildungsberatern vor Ort. Zusätzlich hat die IHK im Juli dieses Jahres erstmalig in Westschwaben einen „Tag der offenen Ausbildungsstätten“ durchgeführt. Mit diesen und weiteren Maßnahmen, wie z.B. der
G 8 – Kampagne, arbeiten die Unternehmen gemeinsam mit der IHK, den Schulen und weiteren Bildungspartnern daran, dass möglichst alle Schulabgänger in der Region den für sie passenden Ausbildungsplatz finden.

Ausblick: „Handel im Wandel“ neues IHK-Jahresthema
Das Jahresthema 2012 der IHK Schwaben lautet „Handel im Wandel“. Das bekannte, alte Sprichwort ist von größter Aktualität. Nicht nur die unaufhaltsame Entwicklung im Bereich E-Commerce, sondern auch die stark frequentierten Social Media-Plattformen im Internet verändern das Verbraucherverhalten. Deshalb hat das IHK-Präsidium dieses Thema gewählt. Die IHK Schwaben wird ihren Unternehmern in 2012 unter anderem durch Informationsveranstaltungen aufzeigen, was diese wissen müssen und Hilfestellungen anbieten. Nun wünscht sie aber den Händlern ein erfreuliches Weihnachtsgeschäft und ist überzeugt, dass die Kauflaune bei den Verbrauchern in Schwaben dafür sorgen wird.

Rückblick: IHK-Jahresthema 2011: Energie zu bezahlbaren Preisen
„Energie zu bezahlbaren Preisen für die bayerisch-schwäbische Wirtschaft“ - im Januar 2011, noch vor dem Unglück in Fukushima, hatte das Präsidium der IHK Schwaben dieses Thema zum Jahresmotto bestimmt. Der IHK-Ausschuss Umwelt und Energie erarbeitete Anfang des Jahres eine Resolution zur Deckelung der EEG-Umlage für Unternehmen, die im Mai 2011 von der Vollversammlung verabschiedet wurde. Die IHK versucht einerseits konstruktiv die Energiewende zu begleiten, andererseits aber auch auf deren Risiken hinzuweisen, wie steigende Strompreise und Versorgungssicherheit.

Nach den Personal- sind die Energie- und hier insbesondere die Stromkosten in der Regel der zweitgrößte Kostenfaktor produzierender Unternehmen. Eine Umfrage der IHK Schwaben lieferte im Juli 2011 ein ernüchterndes Ergebnis: Eine Stromkostensteigerung von 20% wird bei 33% der befragten Unternehmen ein Überdenken des momentanen Standorts für die Produktion auslösen, da dadurch deren Wettbewerbsfähigkeit stark eingeschränkt wird.

Energieeffizienzmaßnahmen können Unternehmen helfen die benötigte Strommenge und damit die Kosten zu reduzieren. Die IHK Schwaben steht Unternehmen hier beratend zur Seite, unter anderem als Regionalpartner der KfW bei der Vermittlung des Förderprogrammes Sonderfond Energieeffizienz.

Einsatz für Stuttgart 21 hat sich gelohnt
Wichtig sind der regionalen Spitze der IHK politische Eckpfeiler, die das Gesamtinteresse der Wirtschaft und damit die Grundlage eines leistungsfähigen Staates sichtbar machen. Klaus Weinmann: „ich bin optimistisch, dass das Projekt „Stuttgart 21“ trotz weiterer drohender Verzögerungen rasch weiter gebaut wird. Für unsere Region ist dies eines der wichtigsten grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastrukturprojekte überhaupt.
Ein weiteres gutes Beispiel für die grenzüberschreitende Kooperation der IHKs Schwaben und Ulm ist das Logistik-Cluster Schwaben, das unlängst offiziell gestartet ist, erläutert Hermann Hutter. Als weiteres IHK-Ziel nennt er die Stärkung der Interessen der Familienunternehmen, sowie die Optimierung der Rahmenbedingungen für diese.

Abschließend merken die IHK-Vertreter in ihrer „Weihnachtsbotschaft“ an: Wir werden auch weiterhin zukunftsweisende Themen aufgreifen und Konzepte für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsraumes umsetzen. Sie schließen mit den besten Wünschen für ein gutes neues Jahr, für Gesundheit und wirtschaftlichen Erfolg.
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