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Bundesweit einmaliges Baustellenmanagement auf Bayerns Autobahnen -Bayern macht den Stresstest: Mobiles Zipper-System organisiert Baustelle auf Bayerns meistbefahrener Autobahn

Das mobile Zipper-System ist bereits in den USA im Einsatz (Foto: Sitec)
Baustellen auf Autobahnen und Brücken bei fließendem Verkehr sind anstrengend. Für Autofahrer wie für Bauarbeiter gleichermaßen. Jetzt testet Bayern ein neues System, das im laufenden Betrieb Stau für Autofahrer verringert und gleichzeitig Bauarbeiter vor der gefährlichen Sogwirkung von vorbeifahrenden Fahrzeugen schützt. Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart: „Das Super-System ist in den USA bereits im Normalbetrieb. Jetzt soll es auch in Deutschland eingesetzt werden. Bayern ist deutschlandweit das erste Bundesland, das dieses System in einem Pilotverfahren testet.“ Start ist ab November 2019. Erste Ergebnisse der Testphase erwartet sich Reichhart nach Abschluss der Arbeiten Ende 2021.

Die Staatsbauverwaltung testet das neue System auf einer der vielbefahrensten Routen Deutschlands. Auf der A 9 wird derzeit die Fahrbahn zwischen Langenbruck und dem Autobahndreieck Holledau erneuert. Die Verkehrsbelastung ist mit bis zu 84.000 Fahrzeugen pro Tag fast doppelt so hoch wie im bayerischen Durchschnitt, entsprechend anspruchsvoll ist dort die Einrichtung einer Baustelle. Um dort die Fahrbahn zu erneuern, muss eine Fahrbahnrichtung komplett gesperrt werden.

Der gesamte Verkehr muss also in beiden Richtungen auf den übrigen Spuren abgewickelt werden. Um den Stau so gering wie möglich zu halten, gibt es je nach Tageszeit einen Fahrtrichtungswechsel. Wenn morgens viele Pendler nördlich des Dreiecks Holledau nach Ingolstadt beziehungsweise Nürnberg gen Norden fahren, werden drei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Nürnberg zur Verfügung gestellt. Mittags wird umgesetzt, wodurch sich nachmittags drei Fahrstreifen in Fahrtrichtung München ergeben. Abends beziehungsweise nachts wird dann wieder zurückgesetzt. Dieser Richtungswechsel soll nun abgewickelt werden mit einer Maschine, die mobile und miteinander verbundene Betonschutzwand-Elemente im fließenden Verkehr verschiebt. Die Fahrspuren können also je nach Verkehr zur Verfügung gestellt werden können.

Reichhart: „Wenn sich das System bei dieser Baumaßnahme bewährt, werden wir es auch in Zukunft anwenden. Der Einsatz ist einfach und im Vergleich zum händischen Aufstellen relativ ungefährlich. Es schützt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autobahnmeistereien.“ Der Verkehrsminister appellierte an die Autofahrer, Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Baustellen einzuhalten. „Bitte fahren Sie langsam an den Baustellen vorbei. Es geht nicht nur um die Sicherheit der Autofahrer, sondern auch um die Sicherheit von unseren Frauen und Männern in Orange, die auf der Baustelle stehen, um ihre Straße wieder befahrbar zu machen!“
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Ludwig-Josef Eglinger aus Erding | 17.09.2019 | 15:10  
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