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Ambrosia: Eine Pflanze, die Probleme macht

Ambrosia-Blütenstand (Foto: Archiv: Landesanstalt für Landwirtschaft)
Günzburg: Landratsamt Günzburg | Jetzt blüht sie wieder, die Ambrosia. Da die einjährige Pflanze windbestäubt wird, bildet sie nur unscheinbare Blütenblätter aus und bleibt trotz ihrer stattlichen Höhe von 1,50 m meist unbeachtet.
Die Pflanze ist problematisch, weil sie etwa eine Milliarde Pollen erzeugt, aber schon zehn Pollen pro Kubikmeter Luft extreme allergische Reaktionen hervorrufen können. Das allergene Potenzial dieser Pflanze ist größer als das aller Gräser und Gehölze Mitteleuropas zusammen, so die neuesten Forschungsergebnisse. Und dazu kommt, dass sie dann zum Blühen kommt, wenn die anderen Allergie-Pflanzen langsam nachlassen. Somit verlängert sich die „Leidenszeit" für Allergiker um etwa zwei Monate.

Gartenbesitzer können sie häufig an Vogelfutterstellen finden, da sie oft über das Futter eingeschleppt wird.

Was ist zu tun?
Meldung größerer Bestände (z.B. auf Sonnenblumenfeldern) an die Untere Naturschutzbehörde (Tel. Nr. 08221/95 307) oder die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege (Tel. Nr. 08221/95 753).

Konsequente Entfernung von Einzelpflanzen oder von kleinen Beständen im Garten.
Jedoch Vorsicht ist geboten und Folgendes zu beachten:

  • Pflanzen spätestens vor der Samenreife
    mit der Wurzel herausziehen
  • Handschuhe verwenden und jeden Körperkontakt vermeiden
  • Entsorgung nur im Restmüll in einem verschlossenen Plastikbeutel
  • nicht kompostieren oder auf der Fläche belassen
Der Fundplatz ist in den folgenden Jahren immer wieder auf nachwachsende Keimlinge zu kontrollieren.

Die Beifuß-Ambrosie wird sehr häufig mit dem Gemeinen Beifuß oder dem Weißen Gänsefuß verwechselt.

Besondere Merkmale der Beifuß-Ambrosie sind die beidseitig fiederartigen grünen Blätter, die rötlichen, behaarten Stängel und der gelbe, ährenartige Blütenstand am Triebende.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.08.2010 | 15:06  
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