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Situation für die Mittagsbetreuung an den Günzburger Grundschulen soll dem Bedarf angepasst werden

Wie bereits nach ihrer Klausurtagung angekündigt, hat die CSU-Stadtratsfraktion in einem umfassenden Antrag die Verbesserung der Situation für die Mittagsbetreuung und die verlängerte Mittagsbetreuung an den Günzburger Grundschulen gefordert. Diese müsse der aktuellen Lage besser Rechnung tragen.

Im Antrag wird die Stadt aufgefordert, die Zahl der Betreuungsplätze für die Mittagsbetreuung aufzustocken. Weiterhin sollen die Betreuungsräume in den Schulen durch eine multifunktionale Nutzungsoptimierung sowohl in der Quantität als auch in der Qualität gesteigert werden. Und letztlich müsse die Ferienbetreuung zeitlich und zahlenmäßig ausreichend sichergestellt werden. „Dazu erwarten wir von der Stadt ein entsprechendes Optimierungskonzept und wollen gegebenfalls mehr Mittel im Haushalt bereitstellen, damit ab dem Schuljahr 2013/2014 dem erhöhten Bedarf Rechnung getragen werden kann.“, berichtet die Fraktionsvorsitzende Dr. Ruth Niemetz.

Bedarf steigt stetig

Der Bedarf und die Nachfrage der Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in der sogenannten verlängerte Mittagsbetreuung an Grundschulen steige stetig. „Zum einen steigt die Zahl der berufstätigen Erziehungsberechtigten weiterhin an, zum anderen treten die bisher an Kindertagesstätten betreuten Unter-sechs-Jährigen in die Grundschule ein.“, erläutert die Jugendreferentin Margit Werdich-Munk die rasant steigende Zahl der benötigten Plätze für die Mittagsbetreuung.

Anzahl Plätze erhöhen
Für die Stadt bedeute dies, dass entweder die Zahl der Hortplätze angepasst werden müssten. Oder alternativ dazu müssten Plätze durch private Anbieter angemessen mitfinanziert werden. Dafür seien aber ausreichend Haushaltsmittel vorzusehen.

Räume dem pädagogischen Anspruch anpassen

„Eine pädagogisch hochwertige Betreuung kann nicht ausschließlich in Klassenzimmern der vorhandenen Ausprägung stattfinden.“, ergänzt Margit Werdich-Munk. Demnach fehle es an Raum für die Mittagsverpflegung, wie sie allein durch die Anzahl der Kinder zur Stoßzeit bedingt sei, weiterhin fehlen auch kindgerechte Einrichtungen wie Rückzugsmöglichkeiten, Ruheecken oder Raum für Freizeitangebote und zum Austoben in den Klassenräumen, die derzeit mit Schulbänken bestückt seien. Weil Unterrichtsmaterial unter den Bänken gelagert werde, sei eine Nutzung der Klassenräume nur sehr eingeschränkt möglich.
Die Stadt soll daher in Gesprächen mit den Schulen multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten der Räume erarbeiten. Die Suche nach weiteren geeigneten Räumen müsse sich nach Meinung der CSU nicht auf Schulgebäude beschränken, sondern sollte alle geeigneten benachbarten Räume, z.B. Pfarrheime und ähnliche einbeziehen.

Ferienbetreuung hinkt hinterher

Letztlich fehlen Plätze bzw. ein zeitlich ausreichendes Angebot für die Ferienbetreuung. „Die
Urlaubszeiten eines Arbeitnehmers decken bei weitem nicht die Ferienzeiten ab.“, weiß auch die Stadträtin Stephanie Denzler zu berichten. Der Hort biete nicht ausreichend Plätze an. Daher soll die Stadt auch hierfür alternative Lösungen erarbeiten.

Jetzt handeln!

Da die Anmeldungen für das kommende Schuljahr 2013/2014 in Kürze erfolgen werden, die Situation aber bereits im laufenden Schuljahr 2012/2013 beengt war, solle das Konzept zeitnah vorgelegt werden, so dass in der Zeit bis zum Schuljahresbeginn Handlungsfreiraum gegeben sei, so die Erwartung der CSU-Fraktion.
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