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Junge Union veranstaltet Saftbar gegen Flatrate-Partys

Die Junge Union am Wätteplatz

Nach neusten Untersuchungen nehmen 12 bis 25 Jährige pro Woche durchschnittlich etwa 69 Gramm reinen Alkohol zu sich. Das entspricht einer Menge von knapp 3,5 Litern Bier.
Im Jahr 2005 waren dies noch 54 Gramm. Außerdem: Mehr als ein Drittel der Jugendlichen verhält sich riskant im Sinne von „Rauschtrinken“, 34 Prozent der Jugendlichen haben in den letzten 30 Tagen mindestens einmal fünf oder mehr alkoholische Getränke hintereinander konsumiert.

Solche Zahlen und Schlagzeilen wie „12jähriges Mädchen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus“, oder „16jähriger trinkt sich zu Tode“, haben die Junge Union Günzburg wachgerüttelt. Aus diesem Grund haben die Mitglieder der JU Günzburg eine Saftbar am Günzburger Wätteplatz aufgebaut, bei der Säfte und Flyer gegen das „Komasaufen“ verteilt wurden.
Ziel der Jungen Union ist es, den Jugendlichen den richtigen Umgang mit Alkohol zu erklären und auch mit Eltern, Lehrern und der Gesellschaft als Ganzes ins Gespräch zu kommen, um aufzuklären wie gefährlich ein Zu Viel an Alkohol sein kann. Dass Jugendliche Alkohol ausprobieren möchten ist ganz normal und lässt sich wohl nicht verhindern. Viele Jugendliche machen ihre ersten Erfahrung mit Alkohol zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr, manche auch schon früher.
Mäßiger Alkoholkonsum gehört bei uns zum Alltag und wird auch akzeptiert. Ein Verbot wäre hier also völlig fehl am Platze.
Leider wird die Gefahr von Alkohol oft unterschätzt. Wenn man Jugendliche fragt, warum sie Alkohol trinken, dann erhält man Antworten wie „Na da fühl ich mich lockerer und selbstbewusster - trau mich mehr.“
Man muss den Jugendlichen klar machen, dass sich dieses gute Gefühl schnell ins Gegenteil wenden kann. Abgesehen von den vielfältigen Gefahren für die Gesundheit macht ein zu viel an Alkohol müde, erhöht die Gewaltbereitschaft und man handelt oft dumm und unüberlegt. An die Konsequenzen des eigenen Handelns zu denken ist im betrunkenen Zustand oft nicht mehr möglich. Darum muss die Aufklärung vorher stattfinden. Und zwar sowohl von elterlicher Seite als auch durch Schulen und die Gesellschaft.
Denn kann es wirklich sein, dass Eltern ihre 12 jährigen Kinder nachts noch durch die Straßen ziehen lassen, ohne zu wissen wo ihre Sprösslinge sind und was sie tun? Die Junge Union findet, dass das so nicht sein kann und auch die Eltern ihren Teil dazu beitragen müssen, dass ihre Kinder den richtigen Umgang mit Alkohol lernen. Gemeinsam müssen die Konsequenzen und Probleme, die mit zuviel Alkoholkonsum zusammenhängen, erörtert werden. Man muss zu den Jugendlichen ehrlich sein und ihnen sagen, dass gegen mäßigen Konsum im Rahmen des Jugendschutzgesetzes nichts einzuwenden ist. Aber dass man sich nicht dem Gruppenzwang hingeben muss und dass es auch wichtig ist „Nein!“ und „Stopp! Ich habe jetzt genug“ zu sagen. Eltern und Erwachsene müssen Vorbild sein und damit beginnen, ihren Kindern den bewussten und richtigen Alkoholkonsum vorzuleben. Sie müssen die Jugendlichen an die Hand nehmen und mit ihnen gemeinsam den Weg zum Erwachsenwerden gehen. Ihnen Anlaufstelle sein bei Problemen. Genau das fordert die Junge Union Günzburg. „Es ist nicht produktiv, wenn man die Jugend von heute einfach abstempelt und immer nur überall das Bild von sich ins Koma trinkenden Jugendlichen verbreitet“, so die jungen Politiker.
„Durch unseren Infostand kamen wir mit vielen Leuten aus allen Altersklassen ins Gespräch. Wir haben sehr viele positive Reaktionen bekommen, was uns zeigt, dass wir mit unserer Aktion den richtigen Weg gehen“, so die JU Ortsvorsitzende Margit Munk. Auch Stefan Baisch, stellvertretender JU Ortsvorsitzender und angehender Lehrer ist der Meinung, dass die JU als Jugendorganisation weiterhin Aufklärung in diese Richtung machen muss.

Die 21 jährige Julia aus Offingen war begeistert von der Aktion der Jungen Union und war der Meinung, dass so was viel öfter gemacht werden muss, denn die Aufklärung über die Modedroge Alkohol kommt oft viel zu kurz.
Der 17 jährige Daniel aus Günzburg fand die Aktion der Jungen Union ebenfalls äußerst positiv. „Ich trinke selber mal gern ein Bier oder auch mehr, aber meine Eltern wissen wo ich bin und wann ich heimkomme. Das ist nicht bei allen meiner Freunde so. Meine Eltern sagen mir schon ganz klar die Meinung, wenn sie denken, dass meine Partynächte zu viel werden. Und sie haben recht damit. Das bringt mich dann immer wieder mal zum nachdenken“, so der 17jährige.
Die Junge Union ist zufrieden mit dem Ergebnis ihres Infostandes. „Wir haben wenigstens ein paar Leute mit unseren Flyern erreicht und wenn nur ein paar der angesprochenen Jugendlichen darüber nachdenken, ist schon ein erster Schritt in die richtige Richtung getan“, so die Junge Union Günzburg. Egal ob Jung oder Alt – es darf nie vergessen werden, dass Sorgen im Alkohol nicht ertrinken, denn Sorgen können schwimmen.
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4 Kommentare
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Ursula Schriemer aus Greifenberg | 12.08.2007 | 10:33  
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Martina Dreier aus Gersthofen | 12.08.2007 | 14:59  
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Karl Schmid aus Günzburg | 13.08.2007 | 19:37  
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Günter Tregor aus Günzburg | 26.08.2007 | 10:16  
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