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Junge Union fordert Abschaffung der Praxisgebühr

Die Günzburger Mitglieder im Bezirksvorstand der JU-Schwaben fordern eine Abschaffung der Praxisgebühr: v.l. Dr. Hans Reichhart, Margit Munk, Stefan Baisch
Angesichts der hohen Überschüsse des Gesundheitsfonds und der Überschüsse der Krankenkassen fordert der JU-Bezirksverband Schwaben die Abschaffung der 2004 von der rot-grünen Bundesregierung eingeführten Praxisgebühr.
Mit einem Überschuss von 3,2 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds und 2,7 Milliarden bei den gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2012 steht das deutsche Gesundheitssystem in finanzieller Hinsicht so gut da wie kaum jemals zuvor in den Nachkriegsjahren. Da sich im Gesundheitsfonds zwischenzeitlich Rücklagen von über 12 Milliarden Euro befinden, lässt sich nach Ansicht der Günzburger Kreisvorsitzenden der Jungen Union Margit Munk die Erhebung der Praxisgebühr von 10,00 € pro Quartal nicht länger rechtfertigen. Auch der Bürokratieaufwand von 360 Millionen Euro zeigt, dass sich diese Belastung nicht rechnet, so. Munk. Den hohen Kosten stehen verhältnismäßig geringe Einnahmen in Höhe von 2 Milliarden Euro gegenüber. Gleichzeitig wirkt sich die Abschaffung der Praxisgebühr gerade bei mittleren und niedrigen Einkommen deutlich positiver aus als eine angedacht Senkung des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Daneben verfehlt die Praxisgebührt auch ihren Zweck. Hält man sich vor Augen, dass die frühere SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmid die Praxisgebühr eingeführt hat, um unnötige Arztbesuche zu verhindern, so ist dieses Ziel fehlgeschlagen, so der schwäbische JU-Bezirksvorsitzende Dr. Hans Reichhart. Mit durchschnittlich 17 Arztbesuchen pro Jahr und Versichertem liegt Deutschland im internationalen Vergleich weit vorn. Daran hat auch die Praxisgebühr nichts geändert.
Zwar sei es angesichts einer alternden Gesellschaft und einer unsicheren wirtschaftlichen Lage wichtig, in den nächsten Jahren weitere Rücklagen im Gesundheitssystem zu schaffen, doch leiste die Praxisgebühr hierzu keinen entscheidenden Beitrag. Die zusätzlichen Einnahmen vermögen den Frust und den bürokratischen Aufwand, den sie für Patienten und Ärzte mit sich bringt, nicht zu rechtfertigen.
Die Junge Union fordert daher die CSU-Bundestagsabgeordneten auf, dieses Bürokratiemonster abzuschaffen und auf einfachem Wege eine Entlastung für einen großen Teil der Bevölkerung herbeizuführen, so der Günzburger Beisitzer im JU-Bezirksvorstand Stefan Baisch.
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