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Ende der Sommerfrische – Bienen ziehen ins Winterquartier Stadt Günzburg, Sparkasse Günzburg-Krumbach sowie die AOK Direktion Günzburg bewerten ihr Projekt als Erfolg

Nach ihrem Aufenthalt während der Sommermonate auf dem Sparkassenbalkon hoch über den Dächern Günzburgs ziehen die drei Bienenvölker nun ins Winterquartier bei Imker Wolfgang Heininger (Foto: Dominik Thoma/ Sparkasse Guenzburg-Krumbach)
Normal ziehen die „Städter“ für die Sommerfrische aufs Land; beim gemeinsamen Bienenprojekt von Sparkasse Günzburg-Krumbach, AOK Direktion Günzburg und Stadt Günzburg war es anders herum:

Gekommen sind gleich 30.000 Bienengäste, die den Sommer auf dem Balkon der Sparkasse verbrachten, ihre Übernachtungszahl mehr als verdoppelt haben und – das wiederum nur geschätzt – sich doch recht wohl gefühlt haben. Aber diese Gäste haben fleißig gearbeitet: fast 50 kg Honig haben sie geliefert.

Dafür brauchen die Bienen Nahrung über den Sommer: die Stadt hat viele Blühflächen, der Großteil davon ist bereits mit bienenfreundlichen Pflanzen gestaltet. Ein weiteres Augenmerk bei den städtischen Grünflächen lag dieses Jahr darauf, die Wiesen im Stadtgebiet, wo es möglich war, spät zu mähen. So stand hier nach den ersten Frühjahrsblühern für die Honigbienen aber auch für ihre Verwandten, die Wildbienen, immer „Futter“ bereit. Und dann war da noch die Lindenblüte und vielleicht das eine oder andere stadtnahe Rapsfeld als reich gedeckter Tisch zu erobern.

Um Verständnis für die heimischen Imker zu wecken, stellten die Imker Wolfgang Heininger und Christian Maushart vom Kreisverband Günzburg den Mitarbeitern von Sparkasse, AOK und Stadt in einem Vortrag das Bienenjahr und die Honigerzeugung vor. Ein Blühflächenspaziergang durch die Stadt und das Kursangebot „Kochen mit Honig“ durch die AOK ergänzten den Veranstaltungskalender rund um das Projekt.

Nach ihrem Aufenthalt während der Sommermonate auf dem Sparkassenbalkon hoch über den Dächern Günzburgs ziehen die drei Bienenvölker nun ins Winterquartier. Imker Wolfgang Heininger, Erster Vorsitzender des Imker-Kreisverbands Günzburg, hat die Völker regelmäßig betreut und nimmt sie nun zu sich nach Wiesenbach zur Überwinterung bis zu Beginn des erneuten Bienenjahres im April. Nach dem Schleudern im Juli muss der gewonnene Honig reifen und wird dann in Gläser abgefüllt.

Das gemeinsame Bündnis „Nachhaltiges Günzburg“, bestehend aus der Stadt, AOK und Sparkasse, freut sich auf den Honig ihrer Bienen, der als Geschenk für besondere Anlässe vorgesehen ist. Die Stadt Günzburg plant auf der Bürgerversammlung im November Honig zu verlosen.

Doch der Honiggewinn war und ist nicht das primäre Ziel des Patenschaftsprojekts. Sensibilisiert durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wollten die Projektpartner aktiv werden. Gerne schlossen sie sich der Idee der Sparkasse an, die ihren Hauptsitz in Günzburg als Bienenquartier anbieten wollte. Es sollte ein kleiner Beitrag zur Artenvielfalt,
zu Natur- und Umweltschutz sein. Denn wer Bienen ein Quartier gibt, muss sich auch überlegen, wo und von was sie sich ernähren können.

„Es wäre schön, wenn weitere Firmen oder Organisationen es dem Aktionsbündnis ‚Nachhaltiges Günzburg‘ gleichtun, sodass auf mehreren Balkonen oder Dächern Bienenvölker ihr Sommerquartier beziehen können“, sind sich Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, AOK-Direktor Hermann Hillenbrand und der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Daniel Gastl einig.“
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