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Von der Klassik bis zur Popmusik- Marshall & Alexander Veröffentlichen neue CD und gehen auf Deutschlandtournee- Ein Interview mit den Künstlern

Marc Marshall& Jay Alexander im Interview mit Myheimat (Foto: Edel Records)
 
(Foto: Edel Records)
 
(Foto: Edel Records)
 
(Foto: Edel Records)
Sie machen sowohl Pop- als auch klassische Musik. Marshall & Alexander. Marc Marshall Vater Tony dürfte ja bekannt sein. Sein Sohn Marc hat sich mit Jay Alexander zusammengetan, und mehrere Popalben veröffentlicht. Da jedoch beide Musik studiert haben, haben sie ein weiteres Klassikalbum aufgenommen, das mit Sicherheit in die Klassikcharts einsteigen dürfte. Ich habe mir das Album angehört, und hatte die Möglichkeit mit beiden ein Interview zu führen. Marshall& Alexander gehen ab Oktober auf eine große Deutschlandtournee die sie in die Kirchen in Deutschland führen wird. Termine kann man auf ihrer Homepage finden. Dort kann man sich auch Tickets bestellen






Myheimat:
Sie hatten ja vor einigen Jahren ein Album mit Popversionen aufgenommen. Nun kommt ein Album nach „ Götterfunken“ (ein Album das mehr als 100.000 mal verkauft wurde) mit Paradisum eine Platte heraus, die ebenfalls geistliche Lieder hervorragend Interpretiert wurden. Wie kamen sie dazu Geistliche Lieder aufzunehmen, und haben sie mit diesem Erfolg gerechnet?


Marc Marshall: Wir nehmen seit mehr als zwölf Jahren vornehmlich Popalben auf. Lediglich unser Album „Weihnachten mit Marshall & Alexander“ und „Götterfunken“ hatten bisher klassische Töne. Nun zur Frage: Da wir als klassisch ausgebildete Sänger schon immer eine große Nähe zu den berühmten sakralen Werken haben, war es nur eine Frage der Zeit, wann wir die Lieder auch auf einen Tonträger bringen.

Ich war ganz lange der Einzige, der an den Erfolg geglaubt hat. Aber so ist das eben. Mal hat man Recht, mal irrt man. Die Hauptsache ist, dass es M&A gelungen ist, einen weiteren Musikstil der Karriere hinzuzufügen.

Jay Alexander: Ein Grossteil der Lieder hat uns während unseres Studiums begleitet.
Manche Lieder sind mir vom Jugend-Gottesdienst (Sonntagschule) sehr vertraut
und da war lediglich die Frage der Zeit, wann M&A diese Lieder auf einen Tonträger bringen.
Das es ein so großer Erfolg würde, hätte ich nicht gedacht.




Myheimat:Wie kamen sie darauf, den Islamischen Betgesang“ Dagar Ile, Taslar Ile des türkischen Dichters Yunus Emre aus dem 14. Jahrhundert aufzunehmen?


Marc Marshall:Wir beschäftigen uns mit Musik im Allgemeinen. Gerade die Auseinandersetzung mit geistlicher Musik hat gleich zu Beginn des Prozesses die Frage aufgeworfen, um welche geistliche, spirituelle Musik wir uns denn nun wirklich kümmern. Der Reichtum an Musik in allen Religionen hat uns inspiriert. So kam es einmal zu „Avinu Malkeinu“ und eben auch zu „Daglar Ile, Taslar Ile“. Im übrigen verbindet eine Sache alle Musiken der verschiedenen Religionen: Sie huldigen alle auf unterschiedliche Weise der Schöpfung.


Jay Alexander:

Ich kannte dieses Lied nicht und so fragte ich einen türkischen Freund ob ihm dieses Lied vertraut ist.
Er erzählte mir so vieles über seine Religion und das Interesse wuchs und wuchs....
Wir hatten es in unser Konzertprogramm integriert und es wurde vom Publikum begeistert
aufgenommen.
Vielleicht trägt die Musik ein wenig dazu bei,Menschen aus verschiedenen Religionen zusammen zu bringen.


Myheimat: Sie haben eine musikalische Rarität „ The Lord´s Player „ von dem US Filmkomponisten Albert Hay Malotte auf der CD eingespielt. Wie kommt man an eine solche Rarität

Marc Marshall:Ich bin ein großer Bewunderer von Mario Lanza. Schon als kleiner Junge durfte ich bei meinem Vater den Aufnahmen von ihm lauschen. Gerade dieses Lied stand schon lange auf meiner Wunschliste, es einmal selbst zu interpretieren.

Jay AlexanderViele Interpreten haben dieses wunderbare Lied (Gebet) aufgenommen.
Sicherlich zählt die Interpretation von Mario Lanza zu den
spektakulärsten.
Durch das fantastische Arrangement von Richard Whilds erfährt dieses Lied eine andere Anmut.
Mit dem Zusammenklang unserer Stimmen klingt es warm und strahlt eine Geborgenheit aus.



Myheimat: Unter anderem haben sie ja das Halleluja , dass Händel in nur 3 Wochen Komponiert hat eingespielt. Gab es Beweggründe dieses Stück aufzunehmen?


Marc Marshall:Es ist ein Kabinettstück, eine Herausforderung. Das weltbekannte „Halleluja“ a cappella (ohne instrumentale Begleitung) zu singen. Es gibt Stücke, welche einfach dazu gehören.


Jay Alexander: Gibt es ein passenderes Lied um Gott zu huldigen?Dieses Stück bleibt gross auch wenn man es wie wir nur mit Gesang( a cappella) singen.



Myheimat: Ich habe mir das Album angehört, und muss sagen, es ist ein Phantastische Platte herausgekommen. Werden sie nach dem Erfolg mit Götterfunken ( dass monatelang auf den Spitzenplätzen der Classic Charts lag) und dem der „Paradisum“ erwarten lässt eher auf der klassischen Schiene arbeiten, oder auch ein anderes Album aufnehmen?



Marc Marshall:Bei M&A weiß man nie, wo die Reise hingeht. Es warten schon wieder ganz neue Projekte auf die Umsetzung. Langweilig wird es uns nie.

Jay Alexander:
Natürlich kommt uns die klassische Literatur sehr entgegen aber uns "nur" darauf zu beschränken,
wäre falsch.
Wir haben uns in den letzten 13 Jahren vieler verschiedener Stilistiken bedient und dies ist ein
Privileg in der heutigen Zeit.

Frage: Nach welchen Kriterien wurden die 15 Lieder, die auch u.a. ein jüdisches Gebet, sowie das Weihnachtslied „ Adeste Fidelis „ ausgesucht?

Marc Marshall: Wie schon oben erwähnt, gibt es Lieder, die einfach dazu gehören. „Adeste Fideles“ mit den wunderbaren Sängern des Ensembles „Singer Pur“ gibt dem ganzen Album eine spezielle Note. Unsere Fassung ist völlig eigenständig und erinnert keinesfalls an weihnachtliche Gefühlsdudelei. Ein virtuoses Arrangement mit großer Freude und Leidenschaft eingespielt. Gestützt von „Opera Brass“, den Bläsern des Bayerischen Nationaltheaters München, welches an dem Tag vom 1. Trompeter der Münchner Philharmoniker ergänzt wurde.

Jay Alexander: Es ist ein langer Prozess, bis es eine entgültige Entscheidung gibt.
Wir haben sehr viele sakrale Werke in unserem Portfolio und es war uns wichtig, das ein oder andere Lied
live (z.B. das jüdische Gebet) aus zu probieren, bevor es auf die Platte kommt.
Letzten Endes müssen alle Lieder unter einen musikalischen Spannungsbogen passen.




Frage: Wie lange haben sie an der Platte gearbeitet, und welches Orchester ist zu hören?

Marc Marshall:Wir haben eine sehr intensive Vorbereitung mit Richard Whilds am Klavier genossen und alles innerhalb von drei Tagen live eingespielt. Es sind viele großartige Kollegen am Start: Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, Singer Pur, KinderGewandhauschor Leipzig, Carl-Robert-Ensemble, Klaus Jäckle, Frank Lauber, Opera Brass,....

Jay Alexander:
Auf den Tag genau zu sagen wie lange es gedauert hat,wäre sicher müsig.
Wir arbeiten oft an verschiedenen Projekten gleichzeitig und es braucht einfach seine Zeit bis es reif ist.
Bei der Paradisum-Produktion hatten wir eine intensive Probenphase mit Richard Whilds, die einfach sehr wichtig war. Das SWDKO (Südwestdeutsches Kammerorchester) hat uns ein fantastisches musikalisches Bett bereitet.



Frage: Sie haben beide Musik von der Pike auf gelernt. Könnten sie den Lesern zu ihrem Werdegang etwas erzählen?

Marc Marshall:Beide haben wir in Karlsruhe an der Staatlichen Hochschule für Musik studiert. Bevor ich da anfing kam gerade von einem Jazzstudium aus den U.S.A.

Jay Alexander: Kennen gelernt haben wir beide uns an der staatl. Hochschule f. Musik in Karlsruhe.
Bevor ich mein Studium begonnen habe,absolvierte ich eine Lehre als Offsetdrucker.
Durch die erfolgreiche Teilnahme an nationalen und intern. Gesangswettbewerben, konnte ich
mein Hobby zum Beruf machen.
Nach dem Studium folgten verschiedene Engagements an Opernhäusern bevor es zum Zusammenschluss von
M&A gekommen ist.





Werden sie Herr Marshall nicht oft mit ihrem Vater in Verbindung gebracht?

Marc Marshall:Aber natürlich. Das ist doch auch gut so.


Sie gehen mit dem aktuellen Programm auf Tournee. Was werden die Besucher erwarten dürfen?

Marc Marshall:Ja, wir werden ab Oktober wieder viele Kirchen bereisen. Das Programm wird sich hauptsächlich aus den Stücken des Albums „Paradisum“ zusammensetzen. Aber wer uns kennt, der weiß, dass es auch musikalische Überraschungen geben wird.

Jay Alexander:
Ab Oktober sind wir mit der neuen Platte "PARADISUM" auf Tour. Mit grosser Sicherheit werden noch andere Lieder Platz im Konzertprogramm finden.
Jeder der M&A kennt, weiss natürlich, dass es sich nicht nur auf Musik beschränkt.




Wird ein Orchester auch mit dabei sein?


Marc Marshall:Das ist zum heutigen Zweitpunkt nicht geplant. Es werden uns wieder drei Musiker begleiten und folgende Instrumente spielen: Harmonium, Klassische Gitarre, Flöte, Klarinette,...

Jay Alexander: Wir gehen mit unserer Götterfunken- Besetzung in die Kirchen. (Harmonium, Gitarre sowie Flöte und Klarinette)


Möchten sie den Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Marc Marshall:Wenn ich könnte: Gesundheit!!! Und: Ich freue mich viele bei den nächsten M&A Konzerten zu treffen.
Jay Alexander:
Allen Lesern wünsche ich viel Freude mit unserem neuen Album und das wir uns gesund bei den Konzerten wieder sehen.


Vielen Dank für das Interview

Marc Marshall:Ich danke auch.

Jay Alexander: Vielen Dank.
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