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„Märkte sind zukunftsträchtige Frequenzbringer“

Volles Haus beim Volksfest 2012: Dank Showacts wie den Isartaler Hexen verzeichnet die Stadtverwaltung seit Jahren steigende Besucherzahlen. Foto: Sabrina Schmidt.

Marktwesen: Rechenschaftsbericht des Ordnungsamtes für 2012

Einmal im Jahr feiert Günzburg seine „Fünfte Jahreszeit“. Beim Günzburger Volksfest, dem größten Volksfest des Landkreises, strömen jedes Jahr im August tausende von Menschen auf das Festgelände am rechten Donauufer. Und das seit einigen Jahren wieder mit wachsendem Zuspruch. Allein im vergangenen Jahr bewarben sich rund 300 Schausteller bei der Stadtverwaltung, 21 Schausteller und 16 Imbiss- und Süßwarenstände bekamen schließlich den Zuschlag. Wie der jetzt vorgelegte Rechenschaftsbericht des Ordnungsamtes für die budgetierten Einrichtungen zeigt, sind auch die übrigen Jahr- und Wochenmärkte, die die Stadtverwaltung ausrichtet, nach wie vor Frequenzbringer.

Bereits seit etwa fünf Jahren verzeichnet das Volksfest jährlich steigende Besucherzahlen. Volksfestorganisator Gerhard Grießmayr führt das vor allem auf die Gewinnung von neuen Fahrgeschäften und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm im Zelt und auf dem Platz zurück. „Uns ist es in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen, interessante Attraktionen nach Günzburg zu holen. Das zieht Besucher an. Sind die Besucher dann erst einmal da, haben natürlich auch wieder andere Beschicker ein begründetes Interesse, nach Günzburg zu kommen“, erklärt der Verwaltungsmitarbeiter. Auf diesem Weg werde Günzburg seit vielen Jahren weit über die Stadtgrenzen hinaus positiv wahrgenommen.

Aber natürlich veranstalte man das Fest auch für die Menschen vor Ort, so Grießmayr. „Ein ordentliches Volksfest gehört zu einer Stadt mit der Größe von Günzburg einfach dazu.“ Allerdings sei die wiederkehrende Veranstaltung mit erheblichen Kosten verbunden. Im Jahr 2012 wurde die Budgetvorgabe auf einen Zuschussbedarf von 20.000 Euro festgesetzt. „Dieses Ziel konnte leider nicht ganz erreicht werden“, bedauert der Rathausmitarbeiter. „Durch den Sturm am 30. Juni 2012 sind auch auf dem Festplatzgelände erhebliche Schäden entstanden.“ Für die Beseitigung dieser Schäden fielen Kosten in Höhe von fast 10.000 Euro an.

Neben dem Volksfest hielt die Stadtverwaltung vier Jahrmärkte sowie 52 Wochenmärkte ab. Zudem führte die Stadt den Günzburger Nikolausmarkt und vom 5. bis 8. Dezember 2012 den Günzburger Weihnachtsmarkt mit verkürzter Dauer und am neuen Standort im Dossenberger Hof durch. „Die Verlegung des Weihnachtsmarktes in den Dossenberger Hof hat sich als gute Entscheidung erwiesen“, resümiert die Sprecherin der Stadt, Sabrina Schmidt, die den Markt gemeinsam mit Kollegen verschiedener Ämter organisierte. „In der heimeligen Atmosphäre des Hofes wurde der Markt von den Fieranten und der Bevölkerung gut angenommen.“

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig betonte gegenüber den Mitgliedern des Haushaltsausschusses, dass Märkte von großer Bedeutung für eine Stadt und den örtlichen Handel seien. „Sie kosten die Stadt zwar Geld, aber ihre enorme Wirtschaftskraft ist unschätzbar. Märkte sind und bleiben zukunftsträchtige Frequenzbringer. Sie fördern persönliche Kontakte, beleben die Innenstadt und bringen damit wirtschaftliche Vorteile für die ansässigen Geschäfte und gastronomischen Betriebe.“ Darüber hinaus schaffen Wochenmärkte Stadtöffentlichkeit und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Aufwertung des Erlebnisraumes Innenstadt, so der OB.
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