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Feuerbestattungen liegen im Trend

Bereits seit einigen Jahren überwiegen in Günzburg die Urnenbestattungen gegenüber den Erdbegräbnissen. Dieser Entwicklung trägt die Stadtverwaltung mit der Errichtung von Urnenstelen Rechnung. Foto: Sabrina Schmidt.

Rechenschaftsbericht des Ordnungsamtes für 2012

Urnenbestattungen bleiben die erste Wahl bei der Beisetzung. Wie der jetzt vorgelegte Rechenschaftsbericht des Ordnungsamtes und der Friedhofsverwaltung aufzeigt, nahmen die Urnenbestattungen im Jahr 2012 insgesamt 71 Prozent aller Bestattungen ein. Dieser Wert ist gegenüber 2011 gleich geblieben.

Die Stadt Günzburg trug diesem Trend Rechnung, indem sie im vergangenen Jahr auf dem Friedhof an der Ulmer Straße auf frei gewordenen Bereichen drei weitere Memoriam-Säulen errichtete. Die Säulen stellten eine interessante Alternative zu den Urnenstelen dar und seien von der Bevölkerung gut angenommen worden, lobte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig das Engagement der Friedhofsverwaltung.

In Reisensburg wurde außerdem eine neue Urnenstelengruppe errichtet und der Vorplatz umgestaltet. „Wir entsprechen damit dem wachsenden Wunsch der Bevölkerung nach Feuerbestattungen“, sagte der Rathauschef.

Im Vergleich zu Erdbegräbnissen sind Feuerbestattungen preiswerter und die Grabstätten weniger pflegeintensiv. Doch der Rückgang der klassischen Erdbestattung bleibt nicht ohne Folgen für die Friedhöfe. „Durch die Aufgabe vieler Grabstätten nach Ablauf der Ruhefrist tun sich zwischen den Grabreihen immer mehr leere Plätze auf. Tendenz steigend. Der Raum kann nicht anderweitig genutzt, muss gleichzeitig aber gepflegt werden. Und das kostet“, schildert Ordnungsamtsleiter Helmut Stammer die Situation. Dieser Entwicklung hat die Verwaltung im vergangenen Jahr entgegengewirkt: Frei gewordene Grabflächen konnten durch eine kostengünstige und interessante Landschaftsgestaltung – etwa mit Urnenbestattungen um einen Baum herum – neu belegt werden.

Insgesamt fanden im Kalenderjahr 2012 206 Beerdigungen auf den fünf städtischen Friedhöfen statt. Das sind 30 Bestattungen mehr als im Jahr 2011. Neben der Durchführung dieser Beerdigungen oblag der Friedhofsverwaltung die Pflege der Friedhofsgrundstücke sowie der Kriegerdenkmäler und der Ehrengräber. „Diese Aufgaben wurden durch die Aufräumarbeiten der schweren Sturmschäden erschwert“, erläutert der Ordnungsamtsleiter. Dennoch sei es dem Friedhofsteam gelungen alle Aufgaben zufriedenstellend zu bewältigen. „Dazu waren eine große Portion Eifer und Zusammenhalt erforderlich“, sagt Stammer anerkennend.
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