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Einladung des Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Konzert in die Philharmonie in Berlin

  Die eingeladenen Komiteemitglieder 1. Ssprecherin Lydia Wagner und Komiteemitglied Stefan Hölzl berichten aus ihrer Sicht von dem Empfang.

Berlin empfing uns mit Minustemperaturen und dichtem Schneefall, aber uns war es ganz warm, freuten wir uns doch auf die Einladung des Bundespräsidenten Gauck in die Philharmonie, um gemeinsam mit französischen Gästen den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élyséevertrages zu feiern.

Schon in der Einladung wies das Auswärtige Amt darauf hin, dass man sich aufgrund der zahlreichen Sicherheitsüberprüfungen ca. 2 Stunden vor Konzertbeginn in der Philharmonie einzufinden hat. Bereits beim Eintreffen gegen 15.00 Uhr, wurde uns erst bewusst, wie groß die Sicherheitsvorkehrungen wirklich waren..

Das Gelände der Philharmonie war weiträumig abgesperrt. Es herrschte ein hohes Aufgebot von Polizei und Sicherheitskräften. Nach Passieren einer ersten Kontrollstelle konnten wir nun endlich die Philharmonie auf dem roten Teppich betreten. Am Eingang erhielten wir dann nach einer weiteren Überprüfung unsere Platzkarten für den Konzertsaal.

Somit konnten wir die letzten Sicherheitskontrollen, ähnlich denen an Flughäfen, durchqueren.

Freundliche Schüler vom Deutsch-Französischen Jugendwerk eskortierten uns ins Foyer und erläuterten uns den Ablauf der Veranstaltung. Um uns die Wartezeit bis zum Konzertbeginn zu versüßen, wurden uns diverse Getränke und kleine Häppchen gereicht. Hierbei bot sich die Gelegenheit, interessante Gespräche mit Vertretern anderer Städtepartnerschaftsorganisationen zu führen. Unter den Gästen befanden sich auch prominente Personen aus Kultur, wie Sängerin Nana Mouskouri und Schauspielerin Hanna Schygulla, und aus Fernsehen, wie der ehemalige Tagesthemenmoderator Ulrich Wickert.

Nach der gemeinsamen Plenarsitzung von deutschem und französischem Parlament, vertreten durch 440 Abgeordnete auf französischer Seite und ca. 600 Abgeordnete auf deutscher Seite im Bundestag, trafen diese mit Polizeieskorte gegen 16.30 Uhr an der Philharmonie ein. Darunter befand sich auch nahezu die komplette deutsche Ministerriege wie beispielsweise Bundesinnenminister Friedrich, Wirtschaftsminister Rösler und Außenminister Westerwelle. Wir freuten uns auch über die Anwesenheit von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Egon Bahr, SPD-Politiker und Minister unter der Regierung Brandt. Nachdem alle Gäste ihre Plätze im Konzertsaal eingenommen hatten, betraten unter frenetischem Applaus der französische Staatspräsident Francois Hollande gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck den Saal.

Unter Leitung des Dirigenten Marek Janowski begann das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Ludwig van Beethovens Overtüre zu Goethes Trauerspiel „Egmont“. Anschließend richtete Bundespräsident Joachim Gauck seine Worte an die anwesenden Gäste. Hierbei hob er die engagierte Arbeit des deutsch - französischen Jugendwerks und der zahllosen Städtepartnerschaftskomitees hervor. Besonders an die Jugend richtete er seinen Wunsch, diese deutsch-französische Freundschaft zu hüten, zu pflegen und zu gestalten.
Unter großem Beifall schloss er seine Rede mit den Worten (Zitat): „Und eines, Herr Präsident und liebe Mitglieder der Assemblée Nationale, dürfen Sie als Gewissheit mit nach Paris nehmen. Ja, wir Deutschen wollen Europa. Und eines ist sicher: Wir wollen es immer und nur in tiefer und fester Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland.“

Im Anschluss an die Rede des Bundespräsidenten folgte ein weiteres meisterliches Musikstück: die „Orgelsinfonie“ des französischen Komponisten Camille Saint-Saens. Ebenfalls dargeboten vom Rundfunk – Sinfonieorchester Berlins. Einen wahrlich würdigen Abschluss fand das Konzert mit Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“, die offizielle Hymne der Europäischen Union, zu der sich alle Anwesenden von den Plätzen erhoben. Mit dem Verklingen des letzten Tons war die Veranstaltung im Konzertsaal beendet. Kurz darauf verließen alle Ehrengäste den Konzertsaal.

In ungezwungener Atmosphäre erfolgte der festliche Ausklang der Veranstaltung im Foyer mit landestypischen Speisen und Getränke beider Nationen. Hier fand noch ein zwangloser Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern deutscher und französischer Partnerschaftsorganisationen statt,.

Als Vertreter des Partnerschaftskomitees Günzburg – Lannion waren wir sehr berührt, an den Feierlichkeiten des 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages in Berlin teilhaben zu dürfen. Es wird für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich sein, diese deutsch-französische Freundschaft auch weiterhin zu pflegen. So freuen wir uns darauf, in diesem Sinne, allen Interessierten bis August 2013 jeden Monat eine andere Veranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages in Günzburg präsentieren zu können.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 16.03.2013
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