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Die Narren trotzen dem Schnee- Viele Besucher rufen nach Süßigkeiten und lassen sie auf dem Boden liegen- Viele kamen Durchnässt nach Hause

 

Trotzen konnte der starke Schneefall den echten Narros nicht. Mit 15 Minütiger Verspätung setzte sich der knapp zweieinhalbstündige Zug in Bewegung.

Der Zug setzte sich aus den altbekannten Gruppen der Villinger Fasnet zusammen. Neben den Villingern waren auch Gruppen aus Schwennigen , Weikheim, Sunthausen etc. mit dabei. Auch mit den Süßigkeiten wurde nicht gegeizt. Was allerdings auffallend war, das viele rufen um etwas zu bekommen, es aber dann nicht für nötig befinden das aufzuheben. Dann läßt man es lieber im Regen/ Schnee liegen, und das gehört sich nicht, denn das hat Geld gekostet.Gleich nach dem Umzug hat auch in Villingen schon der Kehraus begonnen, wie auf den Bildern zu sehen ist.

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Nach dem Umzug geht es in den Lokalen und Besenwirtschaften weiter bis gegen Mitternacht die Zunft den Schlüssel wieder zurückbringt, die Wuescht
ihr Stroh aus ihren Hosen ziehen, auf einen Haufen werfen und unter wehklagen anzünden und die Katzenmusik ihren Kater in den Turm zurückbringt.
Bis es dann mit der Aussicht auf die nächste Fasnet heißt " S `goht degege !"(Man lebt auf die nächste Fasnet hin) , und die dauert keine 365 Tage und noch länger, denn Anfang Februar 2018 ist bereits wieder die närrische Hochzeit.Wer die Gelegenheit hat, sollte die hohen Tage der allemanischen Fasnet erleben. Es lohnt sich.

DIE GESCHICHTE DER VILLINGER FASNET

Das Fasnet nicht nur jetzt gefeiert wird, sondern bereits vor mehr als 400 Jahren ihren Ursprung hat, wird deutlich, wenn man sich mit der Geschichte der Historischen Villingener Fasnet ( Schwarzwald) befaßt. Bereits am 22.1.1467konnte man im damaligen Urfehdebrief lesen, daß trotz Verbotes, welches in der Kirche verkündet worden war, die Beschuldigten darunter Romäus Mans Masken getragen haben. Nach der Überlieferung ist das Tragen von Maske Tagsüber erlaubt, bei Dunkelheit jedoch streng verboten. In Rottweil ist dies heute noch der Fall. In Villingen dagegen nicht mehr.
-Die Hauptfigur der Villinger Fasnet ist der Narro. Der Narro verläßt nie die Stadtmauern.
Seinen Namen hat er erst seit der Mitte es 18. Jahrhunderts. Aus alten Ratsprotokollen ist ersichtlich, daß der Narro als "Masquera" bezeichnet wurde. Das " Häs" wie der Villinger sagt, ist aus weißem Drill bzw. grobem Leinen, besteht aus Hoss, Kittel und Kappe. AlleTeile sind mit Figuren, Tieren und Blumen bemalt. Die aus Lindenholz geschnitzte Maske ( Scheme genannt) ist wohl der kostbarste Teil der Narroausstattung.
-Die Altvillingerin hat sich der Narro als Begleiterin auserkoren.
Ihre Tracht stammt aus der vorderösterreichischen Zeit Villingens. Über dem langen Kleid aus dunklem Seidenstoff trägt sie eine Schürze aus schillerndem Taft. Die Schultern werden von einen mit Fransen besetzten Seidenschal, bei Kälte mit einem Wienerschal bedeckt. Sie trägt eine goldene Radhaube.
- Der Stachi, eine weitere Gestalt, trägt statt des Kittels und der Rollen eine Fuhrmannsbluse( Blauhemd) genannt. Ein Requisit ganz besonderer Art ist die Narroschere, ein Scherenarm aus Holz mit dessen Hilfe der Stachi versucht, den Zuschauern die Hüte von den Köpfen zu nehmen, um sie anderen aufzusetzen.
-Das Morbili, ist die Begleitung des Stachi. Ihre Kleidung entspricht der Altvillingerin, doch unterscheidet sie sich durch die Scheme( ein altes Weiblein darstellend) und die Kopfbedeckung, eine dunkle Haube mit kleinen Seidenblumen.
- Der " Butzesel" ist heute aus dem Villinger Fasnetsbild nicht mehr wegzudenken. Seine Kleidung besteht
aus einem enganliegendem Anzug mit bunten Stofflecken. Er trägt einen großem Eselskopf und reitet auf einem Fichtenast. Er wird von einer Gruppe Stachi getrieben und bewacht. Reißt der " Butzesel"aus der Gruppe aus und entwischt in ein Gasthaus, so müssen die Stachis seine Zeche bezahlen.
- Zum Schluß eine weitere Figur, der " Wuescht". Er trägt ein altes verwaschenes und oft geflicktes Narrohäs, dessen Hose prall mit Stroh ausgestopft ist, eine alte unansehnliche Scheme und ein Brett auf dem Rücken, welches von Kindern mit Tannenzapfen beworfen werden darf. Sie sagen häufig anzügliche, derbe Sprüche auf.

Alleine in der Stadt Villingen gibt es mehr als 13 Fasnetsvereine. Die großen sind die Narrozunft,( deren Hauptfiguren sind oben erläutert), die Katzenmusik( deren Hauptfigur sind der große und kleine Kater) die Glonki Gilde, die
Südstadt Clowns, um nur einige zu nennen.
Die Glonki Gilde veranstaltet jeweils am Fasnets Sonntag Abend die Fasnets Suche,in dem die junge Fasnet gesucht wurde. Zum Abschluß dieser Suche, gibt es dann ein Feuerwerk, bei dem die Bilder entstanden.
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2 Kommentare
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Dieter Elmer aus Bobingen | 28.02.2017 | 18:49  
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Thomas Rank aus Günzburg | 28.02.2017 | 20:22  
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