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25 Jahre Arbeit an der Freundschaft - Günzburger Delegation besucht im Jubiläumsjahr des Komitees Partnerstadt Lannion

Die malerische 20.000-Einwohner-Stadt Lannion liegt direkt am Ärmelkanal. Foto: Partnerschaftskomitee Günzburg-Lannion.
 
Bei einem offiziellen Empfang im Großen Sitzungssaal des Rathauses bezeichnete Bürgermeister Christian Marquet (r.) die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Lannion und Günzburg als eng und dynamisch. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (l.) dankte den Partnerschaftskomitees in Lannion unter Leitung für die aktive Pflege der Städtepartnerschaft. Foto: Partnerschaftskomitee Günzburg-Lannion.
Ein knappes Jahr ist es her, dass Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig eine Vielzahl von Gästen aus der französischen Partnerstadt Lannion pünktlich zum Beginn der „fünften Jahreszeit“, dem Günzburger Volksfest, in Günzburg begrüßen konnte. Die Bretonen mit Bürgermeister Christian Marquet an der Spitze schnupperten Volksfeststimmung und feierten gemeinsam mit ihren Günzburger Freunden die dreißigjährige Verbindung beider Kommunen. Nun erwiderte eine Delegation um Oberbürgermeister Gerhard Jauernig den Besuch und fuhr auf Einladung des französischen Rathauschefs ins 1251 km entfernte Lannion.

Beim viertägigen Besuchsprogramm rund um den 25. Geburtstag des deutsch-französischen Partnerschaftskomitees standen neben Gesprächen im Rathaus auch ein Stadtrundgang sowie die Besichtigung der Kirche von Brélévenez mit traumhaftem Ausblick auf das Gemeindegebiet Lannion auf der Agenda.

Besonders angetan zeigten sich die Günzburger von dem rasanten Neubau einer Mediathek. „Als vor fünf Jahren eine Gruppe von Günzburger Stadträten zum offiziellen Besuch in Frankreich weilte, berichtete Christian Marquet von der Vision – nun ist sie Wirklichkeit geworden“, erzählt OB Gerhard Jauernig anerkennend. Mitten in der Stadt am Fluss Léguer entstanden in den ehrwürdigen Räumen eines ehemaligen Klosters eine Kinderkrippe, ein Seniorenwohnheim und das Medienzentrum. Rund 500.000 Bücher und zehntausende DVDs und CDs werden auf drei Ebenen bereitgehalten. Gefördert wurde das Mammutprojekt von Staat und Region – das sei beispielhaft, wie OB Jauernig beim Empfang in der Partnerstadt betonte.

Bei einem offiziellen Empfang im Großen Sitzungssaal des Rathauses bezeichnete Bürgermeister Christian Marquet das Verhältnis und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Lannion und Günzburg als eng und von ständiger Dynamik begleitet. Unvergesslich seien für ihn die herzlichen Empfänge und persönlichen Begegnungen, die er in Günzburg erleben durfte.

Sein Günzburger Amtskollege Gerhard Jauernig sieht die Städtepartnerschaften innerhalb Europas im Allgemeinen und jene zwischen Deutschland und Frankreich im Besonderen als „entscheidenden kommunalen Beitrag zur Aussöhnung und Wahrung des Friedens in einem gemeinsamen Europa“. Der Günzburger OB dankte den Partnerschaftskomitees in Lannion unter Leitung von Sonya Nicolas sowie in Günzburg unter dem Vorsitz von Lydia Wagner für die aktive Pflege der Städtepartnerschaft. Die Partnerschaftskomitees hätten dafür gesorgt, dass tausende Menschen der beiden Partnerstädte die jeweils andere Kommune kennen, schätzen und lieben gelernt haben. Der Günzburger OB berichtete auch von der Neuansiedlung der französischen Unternehmensgruppe Chapel Hydraulique auf dem Kimmerle-Areal in Günzburg. „Zwischen der Bretagne und Bayerisch-Schwaben bestehen also nicht nur persönliche Bande, sondern auch wirtschaftliche.“

Neben dem kommunalpolitischen Austausch wurde die Günzburger Delegation auch mit der örtlichen Wirtschaft bekannt gemacht. Neben der Distillerie Warenghem, deren Produkte bereits in Günzburg gekauft werden können, und die als einer der führenden Whiskeybetriebe in Europa gilt, besuchte die Günzburger Delegation auch das Cité des Télécoms, einer der großen Arbeitgeber in der Region.

Eine besondere Ehre wurde dem Günzburger OB zuteil, als er gemeinsam mit Komiteesprecherin Lydia Wagner sowie Stadtrat Manfred Proksch zu einem Aperitif mit kleinem Abendessen in das Privathaus des bretonischen Bürgermeisters eingeladen wurde, an dem auch die Spitzen der Lannioner Verwaltung teilnahmen. Beide Delegationen waren sich einig, weiterhin mit Nachdruck den Austausch der Jugendlichen beider Städte sowohl ideell als auch finanziell zu begleiten und zu fördern.
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