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Günzburgs Flüsse I - die Günz

Foto: Hochwassernachrichtendienst Bayern (München): Gut zu erkennen der fahrbare Normal- und Mindestpegel von rund 100 cm (Foto: www.hnd.bayern.de Bayer. Hochwassernachrichtendienst München)
 
(2) Wehr unterhalb Kötz
Die Günz ist so ganz anders als die Nau. Hier soll ihr ca. 13 km langer Abschnitt ab Ichenhausen aus Paddlersicht betrachtet werden. Wegen der vielen Schwälle und Steinhindernisse ist sie überhaupt erst so ab Kötz eigentlich einigermaßen befahrbar, evt. auch schon ab unterhalb Hochwang. (Der Abschnitt oberhalb Ichenhausen leidet unter den vielen Wehren.)

Steigt man am E-Werk (1) oberhalb der Verbindungsstraße Groß- nach Kleinkötz ein, ist die Günz u.U. erfrischend umtriebig. Schnell ist man aber am nächsten E-Werk (2) unterhalb dieser Straße angelangt - hier wird oft linksseitig eingestiegen (Kiesbank). 1 km abwärts (unter der Autobahn hindurch) MUSS man vor der Teilung und dem großen Wehr bei der Chemiefabrik Atochem ortseingangs Wasserburg rechts raus. Zwar ist der Ausstieg an der Betonbarriere hier leicht, aber dann muss man je nach Jahreszeit erst Mal durch die Brennesseln (3). Beim Wiedereinsetzen zeigt sich auch, dass man hier nicht bei sommerlichem Niedrigwasser fahren sollte (noch 4 km bis zur Mündung).

An der Straßenbrücke von Wasserburg nach Denzingen wäre auch ein Einstieg (4) möglich (Taekwondo-Schule bzw. Gärtnerei), am besten durch Reinrutschen. Bald folgt E-Werk Nr. 3 - hier links anlanden (5), bevor die Mauer beginnt. Der Ausstieg kann etwas mühsam geraten, auch muss man mindestens 50 m über Land. Neuerdings hat es hier eine große Kiesbank unterhalb des Wehrs, die ein komfortables Einsteigen ermöglicht. Für das Wehr selber wäre eine Bootsrutsche noch wünschenswert. Rechts teilt sich die Günz hier in den Abzweig zum Egelsee.

Die letzte Strecke von gerade mal noch ca. 2 km ist anfangs etwas lebhafter und führt uns ab hier durch Günzburg - am Ortseingang stellt sie eine Art grüner Lunge dar (Damwildgehege Berthelemühle, Hagenweide) mit teils unzugänglichen Arealen. Zudem teilt sie sich in der Altstadt in den Mühlkanal. Es folgen mit Abstand drei teils bis 50 cm hohe, leicht verblockte Schwälle, teilweise mit schwer erkennbaren einzelnen Stahlträgerhindernissen im Wasser - Achtung! Dazwischen zudem derzeit ein Baumhindernis, das links unterfahren werden kann.

Die Günz führt in Günzburg ein eher unscheinbares, entrücktes Dasein - entweder durch die Bebauung versteckt oder durch ihren Ufergrünstreifen. Allerdings wird sie durch die Doppelbrücke für Pkw bei der Kreuzung St. Martin, die Degerndorfer Behelfsbrücke und vier Fußgängerbauwerke überbrückt. Für den Autofahrer ist sie ein Hindernis - nur an der Schlachthausstraße (bzw. Stadtberg), bei der Grundschule und in Wasserburg überquerbar.

Und am Ende mit dem Hinweisschild über der Brücke folgt jetzt die kurze sogenannte Wildwasser- bzw. Slalomstrecke (6) - teils künstlich angelegt -, die direkt in die Donau einmündet. Hier ist Schutzausrüstung (Helm, Weste) Pflicht, da es beim unfreiwilligen Ausstieg zu unliebsamen Berührungen kommen kann. Steine liegen im Weg und sind rechtzeitig zu erkennen und zu umsteuern.

Am Ende liegt der größte Schwall auf dieser Strecke, je nach Wasserstand nicht ganz ohne Herausforderung. Bei genügend Hochwasser (auch seitens der Donau) verschwindet dieses Hindernis völlig. An der Mündungszunge kann man ggf. wieder einsetzen bzw. hatte es bei niedrigem Pegel eine Kiesbank im Kehrwasser.

An der Mündung die übliche Wahl - 100 m flussaufwärts Anlegesteg VFL oder ca. 1 km abwärts linkerhand zum GKC. Könnte man als Paddler seinen Fluss selber bauen, würde man an der Günz wohl manches anders machen - für Auswärtige so leider wohl kaum lohnend.



http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnz
http://www.guenzburger-kanu-club.de
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