Vereine und OB wollen an Konzept festhalten

Die „Günzburger Altstadtweihnacht“ sorgte beim Runden Tisch der Vereine für Gesprächsstoff. Foto: Sabrina Schmidt.

„Günzburger Altstadtweihnacht“ erfährt zweite Auflage

Günzburg. Beim Runden Tisch der Vereine kamen neben anderer Themen auch die Planungen für den Weihnachtsmarkt 2013 zur Sprache. Die beiden langjährigen VfL-Vorstandsmitglieder Gerhard Skrebbas und Walter Hirsch monierten das Ansinnen einiger Wirtschaftstreibenden, den Nikolausmarkt zeitlich vom Weihnachtsmarkt zu trennen. „Wir plädieren für einen festen Termin im Jahreskalender, jeweils von Mittwoch bis Samstag, der den Nikolausmarkt bei entsprechender Terminlage mitein- und nicht grundsätzlich ausschließt“, so Skrebbas.

Der Weihnachtsmarkt hatte im vergangenen Jahr unter dem Namen „Günzburger Altstadtweihnacht“ eine Neuausrichtung erfahren, nachdem die Verwaltung Angebot, Zeitrahmen und Ort auf den Prüfstand gestellt und die Ortsverbände von CSU und SPD entsprechende Anträge eingereicht hatten.

In engem Schulterschluss mit den örtlichen Vereinen hatte eine Arbeitsgruppe um Pressesprecherin Sabrina Schmidt eine Neukonzeption des Weihnachtsmarktes erarbeitet. Daraufhin hatte der Markt nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern in heimeliger Atmosphäre im Dossenbergerhof vor dem Haus der Bildung stattgefunden. Auf Wunsch der Vereine war außerdem die Dauer verkürzt und der Sonntag zum Abbautag erklärt worden.

Auch am Programm hatten die Verantwortlichen im Rathaus gefeilt: Mit dem Ziel, verstärkt Kinder und ihre Eltern anzusprechen, wurden etwa eine Märchenlesung in der Stadtbibliothek, eine Legoland-Spielecke, eine Lese- und Spielecke des VfL und eine lebende Krippe im Rahmen des Bauernmarktes mit in das Programm aufgenommen. Zudem stand ein ganzer Tag im Zeichen von Schulen und Kindergärten.

Bereits im Januar waren die Beteiligten zu einer Besprechung im Günzburger Rathaus zusammengekommen, um das neue Konzept einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die Anwesenden lobten den gelungenen Standortwechsel sowie das abwechslungsreiche sowie kind- und familienfreundliche Rahmenprogramm. Positiv bewertet wurde auch die generelle Besucherresonanz, die von Mittwoch bis Samstag konstant gut war. Als optimierbar wurden unter anderem die Beleuchtung sowie die Platznutzung beurteilt. Beides soll im kommenden Winter berücksichtigt werden.

Da einzelne Standbetreiber die Besucherresonanz beim Nikolausmarkt als rückläufig wahrgenommen hatten, regte die Wirtschaftsvereinigung bei der Besprechung im Rathaus die zeitliche Trennung des Nikolausmarktes an. Dies wurde von den Teilnehmern der Versammlung mehrheitlich abgelehnt. Weihnachtsmarkt und Nikolausmarkt würden sich gegenseitig befruchten und nicht um die Besucher konkurrieren, so die Anwesenden. Als zeitlicher Rahmen für die Altstadtweihnacht 2013 wurden der 4. bis 7. Dezember, jeweils von 11 bis 21 Uhr vereinbart.

„Was damals beschlossen wurde, hat nach wie vor Gültigkeit. Wer beim Weihnachtsmarkt einen Stand betreibt, soll auch entscheiden dürfen“, betonte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig beim Runden Tisch der Vereine. Der Rathauschef plädierte dafür, am derzeitigen Konzept vorerst festzuhalten. „Die Altstadtweihnacht ist noch ein junges Pflänzchen. Viele Faktoren – darunter das weihnachtliche Wetter – haben uns im letzten Jahr zugespielt. Lassen wir das Pflänzchen doch erst einmal wachsen und gedeihen.“ In ein bis zwei Jahren könne man das Konzept aber durchaus nochmals einer kritischen Beurteilung unterziehen, so der OB.

Der Rathauschef hat mittlerweile bei den Vertretern der Wirtschaftsvereinigung um Verständnis für die Bedürfnisse der Standbetreiber gebeten, ohne deren Engagement der Weihnachtsmarkt nicht realisierbar wäre.


Nach derzeitigem Planungsstand eröffnet die „Günzburger Altstadtweihnacht“ mit dem „Tag der Schulen“ (4.12.), an den sich der Nikolausmarkt (5.12.) anschließt. Die SterneNacht wurde wieder auf Freitag (6.12.) terminiert. Der Markt endet am Samstag, den 7.12.
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