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Über 1000 Funkkontakte an 11 Tagen

Auch der Nachwuchs hört aufmerksam den Funkgesprächen zu: Ausbildungsbetrieb beim Fieldday Von links nach rechts: Monika Schmid, Heike Böck-Fink und Christina Fink Foto: Regina Kaltwasser (Foto: R. Kaltwasser)
Aktive Damen bei den Günzburger Funkamateuren

Beim Fieldday des Ortsverbands Günzburg im Deutschen Amateur-Radio-Club e. V. fand eine ungewöhnliche Funkaktivität ihren krönenden Abschluss: Regina Kaltwasser, Heike Böck-Fink und Monika Schmid konnten zahlreichen Funkamateuren die letzten, für den Erwerb eines der begehrten Diplome dringend benötigten Punkte vermitteln. Die gab es anlässlich der Frauenfußball-WM in Deutschland für Funkverbindungen mit Funkerinnen, die vom 01.06. bis 31.07.11 unter besonderen Rufzeichen auf vielen Frequenzen tätig waren. An acht verschiedenen Standorten innerhalb des Landkreises Günzburg hatte das engagierte Team an 11 Aktivitätstagen insgesamt 1175 Verbindungen auf Kurz- und Ultrakurzwellen hergestellt. Wer sich eines der Diplome erarbeiten wollte, musste neben einer entsprechenden Anzahl von Funkkontakten mit einzelnen Funkerinnen unter anderem Verbindungen mit den Sonderstationen sämtlicher Distrikte des Deutschen Amateur-Radio-Club nachweisen.

Fernsehen und ein Experiment

Ein roter Fesselballon, der über dem Sportplatz in Ichenhausen-Oxenbronn als Träger einer langen Drahtantenne hoch am Himmel stand, wies am letzten Juli-Wochenende den zahlreichen Besuchern aus benachbarten Amateurfunk-Ortsverbänden den Weg zum Fieldday. Viel gab es zu sehen: Über einen Umsetzer auf der Zugspitze wurde aus Oxenbronn Amateurfunk-Fernsehen sowohl gesendet als auch in guter Qualität von der jeweiligen Gegenstation empfangen. Funkbetrieb an einer restaurierten Kurzwellen-Station der 50er und 60er Jahre, durchgeführt in klassischer Morsetelegrafie, rief bei manchem älteren Besucher die Erinnerung an den eigenen Einstieg in den Amateurfunk wach. Von erheblichem technischen Aufwand bestimmt war der Versuch, mit Testsendungen im Langwellen-Bereich eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Im Gegensatz zur Kurzwelle, auf deren Frequenzen die Funkamateure seit Jahrzehnten mit vergleichsweise geringem Aufwand ganz selbstverständlich Verbindungen in alle Welt herstellen, bedeutet im eher physikalisch-experimentell geprägten Langwellen-Bereich jeder einzelne Funkkontakt eine besondere Herausforderung. Groß war deshalb die Freude, als tags darauf unter anderem Empfangsberichte aus Italien und England eingingen. Anlass genug für manches angeregte Fachgespräch - bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bier.




Informationen zum Thema Amateurfunk: www.darc.de
Kontakt zu den Günzburger Funkamateuren: dl6mdd@darc.de
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 16.09.2011
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