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Rückblick der Günzburger Fasnacht

Stadtbutz und Feuerpudel Richtung Reisensburger Kindergarten
 
Stadtbutz und Schilfgräbsler am letzten Tag...
Eine Saison bei den Stadtbutzen…

Traditionell begann die Fasnacht am 7. Januar mit Unterstützung benachbarter Zünfte sowie den „Leipheimer Gassaheul’r“, die für den passenden Rhythmus sorgten.
In abgeänderter Form des bisherigen Weckens, führte der Anschreier die illustren Narren an, um den verschlafenen Stadtbutz zu wecken. Mit Narrensuppe gestärkt, starteten die Stadtbutzen in die längste Saison seit ihrem Bestehen.
Am Tag darauf wurden die Fetzenleinen in der Altstadt aufgehängt, ein Symbol für die närrische Zeit und sicherlich ebenso „daseinsberechtigt“ wie Weihnachten und Ostern, da auch die Fasnacht seit Jahrhunderten tief mit kirchlicher Geschichte verwurzelt ist.
Ein Höhepunkt im Kalender der Günzburger Narren war der Kinderball in der Jahnhalle in Zusammenarbeit mit der Stadt.
Dank der großzügigen Unterstützung einiger Sponsoren und freiem Eintritt sowie familienfreundlichen Preisen, schlugen nicht nur Kinderherzen höher sondern auch die der Erwachsenen.
Rathaussturm und Narrenbaumstellen symbolisierten die endgültige „Machtübernahme“ der Narren. Mit musikalischer Umrahmung des Fanfarenzug Ichenhausen und den „Gassaheul’r“, für jedermann unüberhörbar, stürmten die Stadtbutzen zusammen mit befreundeten Nachbarszünften aus Haldenwang, Hochwang, Reisensburg, Offingen und Kötz das Sitzungszimmer unserer politischen Obrigkeit. Da unser Oberbürgermeister Herr Gerhard Jauernig an diesem Tag leider verhindert war, wiederholten wir die „Beschlagnahmung“ des „Chefsessels“ zu einem späteren Termin mit kleiner Abordnung auf ein Neues.
Im Rahmen des Narrenbaumstellens wurden einige Mitglieder der Zunft für langjährige Treue geehrt. Verdiente Stadträte sowie Feuerwehr, Ordnungsamt, Kulturamt, Bauhof, Polizei, Trachtenverein, Günzburger Zeitung und die Zünfte sowie Musiken wurden mit dem Jahresorden bedacht.
Der Besuch unserer Kindergärten, die Schülerbefreiung am rußigen Freitag und das gemütliche Beisammensein mit den Bewohnern des städtischen Altenheims gehörten fest ins närrische Programm.
Ohne unsere kleinsten Mitbürger gäbe es keine Zukunft und ohne die lieben Menschen im Seniorenheim würde uns die Vergangenheit fehlen. Dann hätten wir auch keine Gegenwart!!!
Daher liegen uns die Besuche in diesen Einrichtungen sehr am Herzen!
Ein ebenso fester Bestandteil ist der Besuch der Radbrauerei und der Volksbank um uns für besondere Unterstützungen zu bedanken.
Mit dem Narrenbaumfällen wird jedem klar: bald ist es zu Ende und der Stadtbutz muss sich wieder für ein langes Jahr in den Stadtturm begeben.
Nun fristen auch die Fetzenleinen ein trauriges Dasein in ihren Kisten im Lager bevor sie wieder fröhlich im Wind wehen dürfen.
Der allerletzte, den jetzt noch das endgültige Ende der Fasnacht ereilt, ist der Fasnachtshansel, der so lange über Günzburg gewacht hat. Beim Funkenfeuer, immer am Sonntag nach Aschermittwoch, wird er dem Feuer übergeben, um dem Winter und damit der Kälte ein Ende zu setzen.
Neben all diesen Veranstaltungen sind die Stadtbutzen ganz viel im kompletten Süd - westdeutschen Raum unterwegs, vom Schwarzwald zum Bodensee, über die Alb bis ins tiefste Allgäu.
Pro Saison, egal wie lang sie dauert, nimmt die Zunft bis zu 40 Terminen war. Und jeder davon will organisiert sein, es gibt also viel zu tun!

Das alles wäre uns nicht möglich, hätten wir nicht so viele Gönner und Sponsoren, die uns in vielfältigster Weise jedes Jahr aufs Neue unterstützen. Ihnen allen sei unser herzlichster Dank gesagt. Glauben Sie weiter an uns und den Gedanken, altes Brauchtum zu pflegen und damit zu erhalten.
Die Narrenzunft Günzburger Stadtbutz wünscht allen Lesern dieser Ausgabe eine besinnliche Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch in ein spannendes Jahr 2012!

Ihre Gabi Dolch
(Zunftmeisterin Günzburger Stadtbutz)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 02.01.2012
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