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Richtbaum erhebt sich über Reisensburg

Richtfest für Erweiterung des Kindergartens St. Elisabeth

Dort, wo noch vor wenigen Monaten eine Baugrube klaffte, erhebt sich inzwischen ein beachtlicher Rohbau über den Dächer von Reisensburg. Für die Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Elisabeth ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Es wurde Richtfest gefeiert.

„Mit dem Erweiterungsbau haben wir den Grundstock gelegt, damit die Kinder weiter ihren Bedürfnissen entsprechend gefördert werden können“, sagte Pfarrer Heribert Singer, der sich bei allen Handwerkern für deren Arbeit bedankte. Den traditionellen Richtspruch hielt Zimmermann und Stadtrat Ehrhard Uhl von der ausführenden Zimmerei. Auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Kirchenpfleger Günther Fendt sowie Geschäftsführer Stefan Wiedemann, Harry und Margot Bendl, Bauleiter Benno Sailer und Simon Forster als Vertreter der ausführenden Baufirma Bendl und Architekt Georg Linder nahmen an den Feierlichkeiten teil. Eingerahmt war der Festakt von Liedern und Tänzen der anwesenden Kindergartenkinder.

In dem Anbau soll Platz für die Betreuung von U 3-Kindern entstehen. Auf den 210 Quadratmetern sind ein Gruppenraum, ein Nebenraum, ein Ruheraum, ein Wickelraum und ein WC geplant. „Noch bis Ende 2012 soll alles fertig sein“, kündigte Stefan Wiedemann an. Dann sollen vor allem Kleinkinder aus den Stadtteilen Nornheim, Leinheim und Reisensburg die Krippengruppe besuchen können.

15 Plätze für Kinder unter drei Jahren


Bereits Ende 2009 überlegten die Trägerin der Einrichtung, die katholische Kirchstiftung St. Sixtus, und die Günzburger Stadtverwaltung, ob im Kindergarten St. Elisabeth künftig auch Krippenkinder betreut werden könnten. Eine entsprechende Bedarfsanerkennung von 15 Plätzen für unter Dreijährige sprach die Stadt Günzburg dann Ende 2010 aus. Zur gleichen Zeit legte der Günzburger Architekt Georg Linder erste Planungen vor, die jedoch nach Gesprächen mit der förderzuständigen Regierung von Schwaben komplett überarbeitet werden mussten. Hatten die Planer zunächst beabsichtigt, eine Kindergartengruppe in das Obergeschoss zu verlegen, um im Erdgeschoss Platz für eine Krippengruppe zu machen, entsteht nun eine Krippe als Anbau im Nordosten des Gebäudes.

Ende 2011 stimmte der Stadtrat der Planung zu und erklärte sich bereit, 90 Prozent der Investitionskosten in Höhe von 575.000 Euro zu übernehmen. Die Stadtverwaltung reichte daraufhin bei der Regierung von Schwaben einen Antrag auf Förderung ein, der im März positiv beschieden wurde. „Aus Fördermitteln im Zuge der Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013 erhält die Stadt Günzburg bis zu 357.650 Euro für den Neubau“, freut sich Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

Im Kindergarten St. Elisabeth werden derzeit in vier Gruppen rund 100 Kinder betreut. Die Baumaßnahme im Kindergarten im Stadtteil Reisensburg steht im Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 von Eltern, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Das Ziel, bis Mitte 2013 den Bedarf an Kleinstkinderbetreuungsplätzen zu decken, werde Günzburg erreichen, so Gerhard Jauernig. Damit, so der OB, wolle man einen wichtigen und entscheidenden Beitrag leisten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch kommunales Engagement vor Ort zu begleiten.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 17.11.2012
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