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Jung trifft Alt

Regelmäßig besuchen Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums das Alten- und Pflegeheim der Heiliggeist-Spitalstiftung, um gemeinsam mit den Senioren zu spielen, zu basteln oder spazieren zu gehen. Evi Siegmann hat das Projekt mitinitiiert. (3. von rechts). Foto: Heiliggeist-Spitalstiftung.

Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg besuchen regelmäßig die Bewohner des Alten- und Pflegeheims der Heiliggeist-Spitalstiftung

Günzburg. Die drei Schülerinnen Amalia Lange, Pauline Riegel und Melda Siraz haben einen festen Termin im Wochenkalender: Regelmäßig besuchen sie die Bewohner des Alten- und Pflegeheims der Heiliggeist-Spitalstiftung in Günzburg. Jede Woche kommen die 14-Jährigen in die Einrichtung, um gemeinsam mit den Senioren zu spielen, zu basteln, spazieren zu gehen oder ihnen vorzulesen. Das abwechslungsreiche Programm ist auf die Bedürfnisse der Senioren angepasst. Der Einsatz der Schülerinnen im Alten- und Pflegeheim koordiniert die Leiterin des Sozialen Dienstes, Inge Schmidt.

Arbeitskreis „Besuche im Seniorenheim“ seit 2006

Zustande gekommen ist das Projekt durch Evi Siegmann vom Malteser Hilfsdienst in Günzburg sowie Gabriele Grabert, Lehrkraft am Maria-Ward-Gymnasium. Beide richteten 2006 den Arbeitskreis „Besuche im Seniorenheim“ an der Schule ein. Der Malteser Hilfsdienst organisiert seitdem jährlich eine ausführliche Helfergrundausbildung, um die „neuen“ Schülerinnen gut vorzubereiten.

Die Ausbildung umfasst unter anderem zwei Erste-Hilfe-Vormittage, ein Rollstuhltraining, sowie theoretische Grundkenntnisse in Kommunikation und Demenzerkrankungen. Bei praktischen Übungen werden die Grundlagen vertieft. Alle Unterrichtseinheiten finden in der Freizeit statt. Bei regelmäßigen Treffen der derzeit sieben Gruppenmitglieder mit Evi Siegmann und Gabriele Grabert werden Probleme besprochen und Erfahrungen ausgetauscht.

Bereicherung für die eigene Lebenswelt

„Alle Beteiligten sind sich einig, dass dieses Engagement Freude macht und eine Bereicherung für die eigene Lebenswelt ist“, berichtet Inge Schmidt. Die Schülerinnen sammeln Erfahrungen mit Menschen, die interessante Geschichten und Erlebnisse aus ihrem langen Leben erzählen. „Außerdem kann sich das Teilnahmezertifikat positiv auf eine spätere Bewerbung für einen Studien- oder Ausbildungsplatz auswirken“, so Schmidt.
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