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Der längste Apfelkuchen dieser Welt - und die Günzburger Miniköche waren dabei!

Stolz präsentiert Minikoch Emilia Kisters ein Blech fertigen Apfelkuchen
 
Anna-Lena Stöhr, Romina Reitenauer, Sabrina Gruner und Paula Reiter beim belegen des Apfelkuchens
Günzburger Miniköche brechen in Mainau den Rekord des längsten Apfelkuchens.

„So nen Riesen-Kuchen hab ich ja noch nie gesehen!“, ruft der Minikoch Leo seinen Freunden zu. Zusammen mit Minikoch Freundin Lena hat er soeben das letzte Stück Apfelkuchen auf den Tisch gelegt. Sofort werden er und viele andere der kleinen Meisterköche von SWR Radio-und Fernseh-Moderatoren interviewt. Wie kommt es dazu, dass 301 Miniköche in weißem Koch-Outfit vor einem unendlich-lang erscheinenden Apfelkuchen stehen und gespannt auf das Ergebnis warten, wie lang er denn jetzt nun wirklich ist?
Die Lösung des kleinen Rätsels: Die Organisation EUROPA Miniköche wagte sich am Samstag, den 29. September 2012, daran den Rekord des längsten Apfelkuchens dieser Welt zu brechen! Schirmherrin des europaweiten Projektes für 10-12 jährige Nachwuchsköche, Bettina Gräfin Bernadotte, plante an diesem Tag das wahrscheinlich größte Treffen der kleinen Köche und Köchinnen und lud sie samt ihren Familien und Teamleiter auf die traumhafte Bodenseeinsel Mainau.
Grundidee des großen Projektes war von Anfang an bereits kleineren Kindern alles rund um das Kochen, Service und Lebensmittel beizubringen. Elke Kisters, selbst Mutter dreier Kinder brachte diese einmalige Idee 2011, ursprünglich als W-Seminar für die Q11 des Maria Ward Gymnasiums, nach Günzburg. Seitdem lernen hier 25 Jungs und Mädels verschiedenste Arten der Kochkunst. Mittlerweile sind die kleinen Kochmeister schon ziemlich weit an der Spitze auf ihrem Weg zum Profikoch. Kein Wunder, bereits im 2. Jahr ihrer Ausbildung, fühlen sie sich fit genug, um einen von so kleinen Köchen nie gewagten Rekordversuch zu starten!
Um 10 Uhr traf Elke Kisters mit ihren Schützlingen und deren Familien auf der Insel ein und alle staunten nicht schlecht, als sie sahen, zu welch riesigem Projekt sie eigentlich gehörten! Hunderte von Miniköche mit Mama, Papa, Geschwistern, Opa und Oma waren angereist, um den spannenden Rekordversuch zu verfolgen. Erst mal war ausschwärmen angesagt, die Abenteuerlustigen durchstreiften zusammen die gesamte Insel. Hier gab es unter anderem ein riesengroßes Schmetterlings Haus, an jeder nicht-bepflasterten Stelle waren Blumen, botanische Gärten und kunstvolle Figuren angepflanzt. Hunderte Besucher waren an diesem Tag auf Mainau, darunter Teamleiter, Profiköche, schaulustige Touristen und mitten im Getümmel fanden sich auch 22 kleine, aufgeregte Günzburger, die wahrscheinlich an jenem Tag Geschichte schreiben würden. Wenig später war für diese auch schon das Backen angesagt! Dafür brachten alle Miniköche aus ihren 21 Heimatregionen insgesamt rund 420 kg Äpfel mit. Jetzt hieß es: Ran an die Arbeit! Fleißig wurde geschält, geschnitten und gelegt was das Zeug hält. Mainau-Küchenchef Herbert Brand half allen, wo er nur konnte. Doch so viel Teig und Äpfel zu einem ansehnlichen Kuchen zu verarbeiten, dabei noch für Mamas Kamera zu posieren und für Radiosprecher gleichzeitig auch noch Starnachwuchs-Interviews zu geben, kann ganz schön anstrengend sein. Nach getaner Arbeit war für die Kids erstmal Freizeit angesagt. Eine heiße Schokolade großzügig spendiert von Papa musste auf jeden Fall drin sein, während das Kuchen-Meisterwerk erst mal in den Ofen geschoben wurde.
War das jetzt wirklich ausreichend viel, um den Rekord zu brechen?, fragte sich vielleicht der ein oder andere etwas kritisch. Denn immerhin musste der Kuchen ja eine Länge von 190 Metern übertreffen, um im Guinness World Record Book vermerkt zu werden! Ob wir das wirklich geschafft haben?
Um 15.00 Uhr wurde das Prachtstück dann endlich aus dem Ofen geholt. Einzeln durften die Miniköche aus den verschiedenen Regionen dann die Stücke auf den Tisch tragen. Mit jedem Stück steigerte sich die Spannung der Zuschauer und vor allem der kleinen Miniköche. Lena Spengler, 11-jährige Günzburger Miniköchin hatte die Ehre das letzte Kuchenstück zu bringen. Aufgeregt stellte sie sich neben ihre Freundinnen. Die Mädels drückten gespannt die Daumen, die Jungs setzten ihren „Ich-bin-sowieso-immer-der-Coolste-und-mir-ist-alles-egal“-Blick auf, hofften insgeheim aber doch mit ganzem Herzen, wie alle anderen, den Rekord gebrochen zu haben! Mit einem Messband wurde der Kuchen vermessen, anschließend verkündete die sympathische Schirmherrin das Ergebnis: „Mit großen Stolz auf alle meine kleinen Bäcker kann ich sagen: Der Rekord ist gebrochen!“ Der Jubel aller Köche und Köchinnen war riesengroß! Selbst die Jungs konnten alle Coolness jetzt abschütteln und fielen ihren Koch-Partnerinnen in die Arme! Stolz gratulierte auch Elke Kisters ihren Kids zum gelungenen neuen Rekord! Insgesamt maß der Apfelkuchen 201 Meter und legte damit eine sehr hohe Stange für alle Nachfolger! „Das soll uns erst mal jemand nachmachen!“, sagte Emma Schlaegel, ebenfalls eine Miniköchin aus Günzburg, überglücklich dem Sprecher einer Fernsehkanals. „Jetzt ist es offiziell: Auf dieser Erde wurde nie ein längerer Apfelkuchen gebacken! Das macht mich sehr stolz!“, sagt Minikoch-Initiator Jürgen Mädger. Anschließend gab es für alle Besucher, köstlichen, frisch-gebackenen Kuchen bis zum Abwinken! Was übrig blieb, durften alle mit nach Hause nehmen! Am Ende des Tages waren alle zwar geschafft und vielleicht ein wenig müde, aber trotzdem fuhren die Miniköche am Abend überglücklich nach Hause und geredet wird über die bekannten Rekordbrecher mittlerweile im ganzen Landkreis.

Herzlichen Glückwunsch an Elke Kisters und ihre Nachwuchs-Talente zu einem solch großen Erfolg! Ebenfalls ein großes Dankeschön an unsere Reporterin Rosaria Schlaegel die uns an diesem Tag exclusiv begleitet hat.

Die an diesem Tag gesammelten Spendengelder gehen über die Miniköche Sammelaktion „Kinder helfen Kindern“ an diverse Kinderhilfsprojekte in Deutschland und ganz Europa.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 20.10.2012
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