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Der EU-Binnenmarkt: 20 Jahre freier Zugang zu einem großen Markt

Wenn Menschen, Unternehmen und Waren sich heute innerhalb der Europäischen Union frei bewegen können, dann ist dies in erster Linie dem Binnenmarkt zu verdanken. 1986 beschloss die EU die „Einheitliche Europäische Akte“ und machte damit den Weg frei für einen gemeinsamen europäischen Markt. Bis 1992 wurden beinahe 280 einzelne Rechtsvorschriften beschlossen, die die bis dato abgeschotteten nationalen Märkte öffneten und eine ungeheure Entwicklung in Gang setzten.

Laut Veröffentlichungen der EU-Kommission steht heute rund 21 Millionen europäischen Unternehmen ein Markt mit 500 Millionen Verbrauchern in 27 Ländern offen. Der Handel zwischen EU-Ländern ist von 800 Milliarden Euro im Jahr 1992 auf 2.800 Milliarden Euro im Jahr 2011 angewachsen. Rund 21 Millionen Arbeitsplätze – oder anders ausgedrückt: einer von zehn Arbeitsplätzen – hängen von EU-Ausfuhren ab.

Die wichtigsten Errungenschaften des EU-Binnenmarktes sind:

- die Abschaffung von Handelsschranken und Zollkontrollen, die den Handel verteuerten
- die gegenseitige Anerkennung oder Harmonisierung nationaler Vorschriften
- die Vereinfachung der Vorschriften für die Vergabe öffentlicher Aufträge
- die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die EU-Bürgern erlaubt, in einem anderen Mitgliedstaat zu leben und zu arbeiten
- die Dienstleistungsfreiheit, die Unternehmen erlaubt, ihre Dienstleistungen auch in einem anderen EU-Land zu erbringen

Auch bayerische und schwäbische Unternehmen profitieren von diesen Errungenschaften: 54,9 Prozent der bayerischen Exporte gingen 2011 wieder in die Länder der Europäischen Union. In Schwaben haben rund 2.000 Unternehmen Geschäftsbeziehungen innerhalb des Binnenmarktes.

Maria Ländle, Export-Managerin bei der Töpfer GmbH in Dietmannsried, hebt die Vorteile des Europageschäfts hervor: „Wir sind ein exportorientiertes Familienunternehmen und liefern Bio-Babynahrung und Baby-Care-Naturkosmetik in 20 EU-Länder sowie viele Drittländer. Aus dieser Erfahrung wissen wir die Vorteile des EU-Binnenmarktes sehr zu schätzen. Es entfallen langwierige und kostenintensive Registrierungen der Produkte aufgrund einheitlicher europäischer Richtlinien.

Auch bedürfen die Lieferungen in Länder des EU-Binnenmarktes keiner umfangreichen Dokumentation mehr und die Ausfuhr kann daher schnell und problemlos abgewickelt werden. Dies bringt uns erhebliche Vereinfachungen sowie Kosteneinsparungen.“

Das Enterprise Europe Network in der IHK Schwaben hilft Unternehmen, die Vorteile des Binnenmarktes bestmöglich zu nutzen. Informationen über Märkte und Verwaltungsvorschriften, eine Geschäftspartnerdatenbank, Beratungen zu Finanzierung, öffentlichen Aufträgen und Technologievermittlungsdienste gehören zum Dienstleistungsangebot des Enterprise Europe Network.
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