Lesezirkel, wie Kinder in anderen Ländern Weihnachten und andere Feste feiern. :-)

Wie man in anderen Ländern Weihnachten feiert

Wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird, weiß jedes Kind. Aber wisst ihr auch, dass in fast jedem Land der Erde anders gefeiert wird? Das kommt daher, da jedes Land seine eigene Tradition hat. Nur eines ist gleich auf der ganzen Erde, man feiert die Geburt Jesu, also das Christkind.

Dass man unterschiedlich Weihnachten feiert hat mehrere Gründe. Jesus ist am 24. Dezember geboren, dann ist in vielen Ländern Winter, in anderen Ländern aber Sommer und in wieder anderen ist es das ganze Jahr über warm oder auch kalt. Bei uns in Deutschland käme niemand auf die Idee, den Heilig Abend im Freien zu verbringen, in afrikanischen Ländern ist das allerdings normal.

Wenn ihr an Weihnachten eure Geschenke auspackt, dann werden sicherlich viele von euren Wünschen in Erfüllung gehen. Doch denkt wenigstens ein paar Minuten auch an die Kinder, die in tiefer Armut leben und noch nie ein Weihnachtsgeschenk bekommen haben – davon gibt es Millionen.
Auf den Weihnachtsinseln gibt es kein Weihnachten

Doch lasst und zu Beginn unserer Weihnachtsreise durch die Welt mit den Weihnachtsinseln beginnen, von denen es gleich zwei gibt. Die eine Weihnachtsinsel gehört zu Mikronesien, also am anderen Ende der Welt in der Nähe von Australien. Wer glaubt, dass hier das ganze Jahr über Weihnachten gefeiert wird, der liegt völlig falsch. Da dort nur wenige Christen leben, sondern viele Buddhisten und Muslime, wird nur in ganz wenigen Familien Weihnachten gefeiert.
Der Name Weihnachtsinsel kommt daher, dass man sie an Weihnachten entdeckt hat. Das gilt auch für die zweite Weihnachtsinsel, die im Pazifik in der Nähe der Philippinen liegt. Auch hier feiern eigentlich nur die vielen Touristen Weihnachten. Übrigens: Die Osterinseln wurden auch an Ostern entdeckt.
Weihnachten in England

Ganz außergewöhnlich wird Weihnachten in England gefeiert. Da werden die Wohnzimmer mit Girlanden geschmückt, wie bei uns an Silvester oder an Fasching. Der 24. Dezember ist der Tag, an dem herrlich getafelt wird. Traditionell gibt es einen gefüllten Truthahn und Plumpudding. Und auf jedem Teller liegt ein lustiges Hütchen, eine Tröte und Luftschlangen. Und im Plumpudding wird eine Münze versteckt. Und wer diese findet, hat einen Wunsch frei.
Am Ende des Essens wird im Wohnzimmer eine Leine aufgespannt, an die man Socken und Strümpfe hängt. Denn erst in der Heiligen Nacht kommt „Father Christmas“, wenn alle schlafen, durch den Schornstein und befüllt die Socken und Strümpfe. So bekommen die Kinder am 25. Dezember ihre Geschenke.
Weihnachten in Frankreich

Am besten haben es die Kinder in Frankreich, die gleich zweimal beschenkt werden. Am 24. Dezember beginnt der Abend mit einem richtigen Festmahl, das in Frankreich „Le Reveillon“ heißt. Da kommt alles auf den Tisch was gut und teuer ist: Austern, Schnecken, Gänsebraten, Truthahn, Käseplatten und leckere Nachtische. Mit vollem Bauch und gut gelaunt geht dann die Familie zur Mitternachtsmesse in die Kirche. Und genau in dieser Zeit kommt zum ersten Mal „Père Noël“, um an den Schuhen der Kinder kleinere Geschenke zu platzieren. Doch dem nicht genug, der fleißige „Père Noël“ kommt am 25. Dezember noch einmal, dann findet die richtige große Bescherung statt.
Weihnachten in Schweden

In Schweden ist Weihnachten, das dort Julfest heißt, das längste und größte Fest des Jahres. Es beginnt bereits am ersten Advent und endet erst am 13. Januar. Einer der wichtigsten Weihnachtstage in Schweden ist auch der 13. Dezember – der Tag der Heiligen Lucia. Ihr habt bestimmt schon einmal ein Bild von ihr gesehen: mit einem Kranz auf dem Kopf, auf dem brennende Kerzen angebracht sind. Sie soll Licht ins Dunkel bringen. So geht meist die älteste Tochter einer Familie am Morgen des Lucia-Tages als Heilige verkleidet durchs Haus und weckt den Rest der Familie. Dazu verteilt sie das Lucia-Gebäck.
Der wichtigste Abend ist jedoch wie bei uns der Heilige Abend. Allerdings kommt ein für uns sehr merkwürdiges Feiertagsessen auf den Tisch: Schweinefußsülze, Reisbrei und Fisch in Cremesoße. Nach dem Essen werden am Weihnachtsbaum die Kerzen angezündet und die Geschenke ausgepackt, die von „Jultomten“, dem schwedischen Weihnachtsmann, gebracht worden sind. Danach geht es zur Mitternachtsmesse. Der erste Feiertag ist traditionell ein reiner Familientag, aber am zweiten besucht man Freunde und feiert rauschende Partys. Am 13. Januar feiern vor allem die Erwachsenen das Ende des Julfests mit sehr viel Julbier.
Weihnachten auf den Philippinen

Auf den Philippinen beginnt Weihnachten am 16. Dezember und dauert bis zum ersten Sonntag im Januar. Höhepunkt ist der 25. Dezember wo die ganze Familie zur Mitternachtsmesse geht. Und mitten in der Nacht, wenn die Messe zu Ende ist, beginnt ein großes Essen mit einer Hühner-Reis-Suppe, mit Frühlingsrollen, mit gefülltem Fisch, Schinken, Nudelgerichten und Früchten. Dann feiert die Familie, auch die Kinder, bis in den frühen Morgen. Geschenke bekommen die Kinder auch, aber nur von den Großeltern. Von den Eltern, Tanten und anderen Verwandten gibt’s gar nichts.

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