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Ex-Pro NRWler als neues Stadtratsmitglied "Ein Herz für Dormagen"

Das neue Stadtratsmitglied N. Back schrieb im Oktober 2012 "Jobverlust durch Parteizugehörigkeit". Hier der Originalbeitrag:
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Jobverlust durch Parteizugehörigkeit
24. Oktober 2012 | Filed under: Allgemein

Job-/Jobsuche, wenn man einen politischen Hintergrund hat…

In einem Land wie Deutschland geht man eigentlich nicht davon aus dass es eine Rolle spielen könnte welche persönliche Meinung oder politisches Weltbild oder welche Einstellung man zu verschiedenen Themen zu pflegen meint, ja man muss schon sagen zu pflegen wagt. Da wir hier in Deutschland ein Grundgesetz haben wo sich jeder gerne drauf beruft, sollte man Einschränkungen und Repressalien auf verschiedene Meinungsbilder eigentlich ausschließen können-/müssen wobei die Betonung außerordentlich auf müssen.

Im Grundgesetz gibt es zwei ganz starke Passagen die auf der Welt ihres gleichen suchen. Ich spreche hier gezielt folgende Artikel-/Passagen an,

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.



Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

weil Sie eigentlich nicht wirklich beachtet werden. Es ist zwar schön dass es sie gibt, aber so richtig dran halten tut sich keiner.

Ich möchte hier mein selbst erlebtes Szenario beschreiben. Dieses soll nicht dazu gelten irgendjemanden zu verurteilen oder zu beleidigen, hier soll einfach mal aufgezeigt werden wie unsere Gesellschaft funktioniert und wie weit sie ist, mit solchen Fällen umzugehen. Falls irgendwelche Ähnlichkeiten auftauchen sollten, sind diese von völlig zufälliger Natur. Das was ich hier jetzt schreibe ist ein Beispiel das an mir ausgeführt wurde. Ich muss dazu etwas weiter ausholen damit man ungefähr die Dimension mitbekommt die in so eine Situation führt-/führen kann.

Durch persönliche Geschehnisse im Familiären Bereich, habe ich mich 2008 entschlossen der Partei PRO NRW beizutreten. Kurz gefasst, meine Familie wurde über einen längeren Zeitraum bedroht und verfolgt und dies zweimal hintereinander, was mich dazu bewegte zu sagen, das kann so nicht weitergehen. Da ich zu der Zeit weder Hilfe von der Polizei noch von sonst jemandem bekam, stellte ich den Kontakt zu PRO KÖLN her. Diese verwiesen mich auf die Partei PRO NRW die sich 2007 in Dormagen gründete. 2008 wurde ich Mitglied in dieser Partei und saß ab 2009 in Dormagen im Vorstand. 2010 wurde ich in den Landesvorstand (als Beisitzer) gewählt und leitete auch den Bezirk Niederrhein. Ich muss dabei sagen dass ich da vielleicht ein wenig Blauäugig gewesen bin mit der Annahme dass mir das nicht zum Nachteil ausgelegt würde. Mit dieser Annahme stehe ich nun aber allein auf weiter Flur. Das sich diese Mitgliedschaft einmal so negativ auswirken würde, hätte ich mir im Leben nicht träumen lassen.

Was mich aber am meisten an der ganzen Sache stört, ist der Fakt das hingegangen wird und Personen moralisch entgegengetreten wird um diese dann zu verurteilen. In meinem Fall ist es so, dass ich eine festgeglaubte Anstellung durch meine Zugehörigkeit zu PRO NRW am Tag der Unterschrift meines Arbeitsvertrages wieder verloren habe. Durch eine gezielte Info zu meiner Person, mal im Internet nachzuschauen, wurde meine Zugehörigkeit zu PRO NRW herausgefunden und mir sofort zum Nachteil ausgelegt. Weder Beweggründe noch anderes interessierte jemanden, mich als betroffenen selbst auf dieses Thema anzusprechen, nein es wurde sofort die Anstellung, zuerst ohne Begründung zurückgezogen. Die Begründung wurde dann durch mehrere Gespräche ziemlich schnell deutlich, ja es war die politische Ausrichtung. Man beachte die im Anfang aufgezeigten Artikel aus dem Grundgesetz die dazu eine genaue Beschreibung abgeben.

Daraufhin teilte ich meine Beweggründe zur Entscheidung PRO NRW beizutreten mit, die wie ich finde nicht ganz unerheblich waren. Sogar eine schriftliche persönliche Erklärung habe ich abgegeben mit dem Hinweis darin, dass man diese Informationen auch für die Öffentlichkeitsarbeit verwenden könne. Ich legte sofort alle meine Ämter bei PRO NRW nieder und kündigte die Mitgliedschaft an dieser Partei. Mit der Hoffnung dass man dieses honoriert und ich damit etwas bewegen könne, stand ich wohl ziemlich allein in meinem Glauben. Der Hinweis das ich seit fast einem Jahr überhaupt keine Aktivität mehr ausgeführt habe, das ich diese Sache total ausgeblendet hatte und nur deswegen noch nicht ausgetreten war, alles dies interessierte nicht, es half nicht, das ist den Verantwortlichen zu wenig.

Das andere Problem was bei solchen Sachen auftritt ist der Fakt das Personen einen Entscheidung treffen die für Sie an der Stelle in Ordnung ist. Mit dieser Entscheidung verlassen Sie aber bewusst oder auch unbewusst den ordentlichen Rechtsweg und verstoßen somit gegen das Grundgesetz. Sie befinden sich für so Grundgesetzkonform und Rechtstreu, dass Ihnen dieser Fakt meist gar nicht auffällt. Es ist Ihnen aber auch egal das Sie der Meinung sind das Sie richtig handeln. Dass die Realität eine andere ist, wird dabei völlig ausgeblendet. Genau diese Moralapostel erklären einem dann dass man sich nicht ordentlich verhalten hätte und dass man gegen eine Firmenphilosophie verstößt und dass Sie es nicht verantworten könnten mit solchen Menschen zusammen zu arbeiten. Diese Personen verstoßen gegen das Grundgesetz, nur das nehmen Sie nicht wahr.

Alles in allem bleibt nur dazu zu sagen, dass Personen gegen das Grundgesetz verstoßen und sich somit Strafbar machen. Es ist ebenso das auch ein Grundgesetz nicht immer die Lösung aufbringt die man sich erhofft, es kommen auch schon einmal Ergebnisse heraus die für einzelne nicht gerade passend sind.
Quelle: http://www.norbertback.com/?p=52
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