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Standing Ovations für ?Aida? - Schüler des Jahngymnasium führten ein Musical im Theater Vorpommern auf.

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Greifswald: In der ersten Szene des Musicals ähneln die Schüler der Klassen 9 bis 12 des Jahngymnasiums noch sich selber. Mit Ausstellungskatalog und in Alltagskleidung streifen sie durch ein ägyptisches Museum. Dann betreten eine Pharaonentochter, ein Feldherr und eine barfüßige Sklavin die Bühne. Unter der Leitung von Musiklehrerin Annette Holzhausen arbeiteten über 50 Gymnasiasten ein ganzes Schuljahr lang auf diesen Moment hin. Sie wandten viele Schulstunden und freie Wochenenden für ?Aida? auf. Die Musicalversion des von Giuseppe Verdi als Oper komponierten Stoffes stammt von Elton John und Tim Rice. Um eine der drei Hauptrollen zu besetzen, musste Johanna Bartsch (16) ein Casting absolvieren. Außer ihr hatten sich noch sieben weitere Schülerinnen für die Rolle der Pharaonentochter Amneris beworben. Schon seit der fünften Klasse nimmt sie jedes Jahr am Musicalprojekt teil. ?Singen und Musik ist meins?, sagt Johanna. Die Rolle der etwas zickigen Amneris fand sie spannender als die ?gute? Aida. Die Story hinter dem Musical ist schnell erzählt: Aida, eine Sklavin am Hof des Pharao, ist in Wirklichkeit eine nubische Prinzessin. In sie verliebt sich der Feldherr Radames, der gerade von einer erfolgreichen Schlacht gegen ihr Volk zurückgekehrt und zudem mit der Pharaonentochter Amneris verlobt ist. Eine ägyptische Dreiecksgeschichte also, in die sich die Darsteller zu der poppigen Musik der Schulband mit viel Tempo und Gefühl hineinfinden. Etwas ganz besonderes ist die Aufführung für die Eltern derjenigen, die auf der Bühne stehen. Aufgeregt gewesen sei er nicht, aber ?schon das eine oder andere Mal etwas gerührt? sagt Wolfgang von Diest, Vater einer der Hauptdarsteller nach der Premiere. ?Die Aufführungen werden jedes Jahr professioneller?, so von Diest und weist darauf hin, dass es eine große Leistung der Schüler sei, neben dem Schulpensum die Musicalproben zu absolvieren.Seit mittlerweile zwölf Jahren sind die Inszenierungen aus dem Schulleben des Jahngymnasiums nicht mehr wegzudenken. ?Das Musical ist meine Leidenschaft?, sagt Holzhausen. Ob Bühnenbild, Gestaltung des Programmheftes oder die Musik ? jeder Mitwirkende könne im Laufe des Jahres seine Begabungen einbringen. ?Die Arbeit an dem Stück schweißt zusammen, man lebt während der Proben in einer ganz eigenen Welt?, so Holzhausen. Das Musical endet wo es anfing, im Museum. Aus den Darstellern sind wieder Schüler geworden, für die nach den Standing Ovations schon bald die Sommerferien beginnen. Aber vorher stehen sie noch zweimal auf der Bühne im Theater Vorpommern.Weitere Vorstellungen: heute und Montag jeweils 19.30 Uhr im Theater Vorpommern.
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