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Karfreitag - Kirchgang eines Widerchristen

Widerchrist
Als bekennender Atheist ( in Kirchenkreisen sagt man zu solchen Menschen "Widerchrist"), nennen wir ihn Christian, versucht er täglich die Zusammenhänge und komplexen Wechselwirkungen in unserer Gesellschaft zu verstehen.

Es ist ihm bislang noch nicht gelungen. Was tun, fragt er sich? Geh doch mal in die Kirche, sagt eine innere Stimme zu ihm, vielleicht können dir die Diener Gottes weiterhelfen...

Gesagt, getan. Am Karfreitag morgen lenkte er seine unchristlichen Schritte zur Kirche, wo die "königlichen Stunden" in Form eines Gottesdienstes gefeiert werden.

Die Kirche war von Menschen allen Genres gut gefüllt. Da saß der Politiker neben dem Manager und weiter vorne ein Offizier höheren Ranges neben dem "gewöhnlichen Fußvolk."

Der Pfarrer betrat leise und ehrfürchtig den Raum und begab sich gemessenen Schrittes zur Kanzel. In der rechten Hand die Bibel, in der linken Hand ein Licht

Er hielt eine schöne Rede.
Es soll Frieden herrschen, die Menschen sollen sich achten und lieben. Das Gewissen der Menschen (soweit sie noch eines haben) wurde angesprochen.
Ein Psalm nach dem anderen zeigte den Menschen den richtigen Weg. Fort von der Maßlosigkeit, Korruption, Betrug, Hass, Raffgier, Krieg und Unterdrückung.

Der Politiker sagte sich, ja die Mieten dürfen nicht mehr steigen, weil sie Rentner und Studenten nicht mehr bezahlen können. Das Leben muß bezahlbar bleiben. Teeküchen und Obdachlose müssen verschwinden...usw., usw.

Der Manager sagte sich, ich darf nicht mehr betrügen, muß meine Steuern ordentlich zum Wohle der Gesellschaft abführen. Nein in die Schweiz werde ich nichts mehr transferrieren...usw., usw.

Der Offizier sagte sich, wir müssen Konflikte auf diplomatischen und friedlichen Wege lösen. Kriege sind Verbrechen an der Menschlichkeit...usw., usw.

Und das gemeine Fußvolk?
Es ging nachdenklich nach Hause, um in der nächsten Woche das Gleiche zu tun, wie vorher auch...
Die Floskeln hören sie jeden Tag, sie mummeln die Menschheit ein... ;-)))))

Da fällt dem Widerchristen noch zu guter Letzt über das Erlebte im Gotteshaus ein Mehrzeiler ein:

Die Predigt in der Kirche geht wieder
einmal sehr lange. Plötzlich steht einer
der Kirchenbesucher auf und geht.
"Wo wollen sie denn hin?"
ruft ihn der Pfarrer hinterher.
"Ich muß zum Friseur",
antwortete der Gefragte.
"Aber das hätten sie doch auch
vor dem Kirchgang erledigen können!"

"Da war's noch nicht nötig!"

In diesem Sinne wünsche ich allen ein friedliches und fröhliches Osterfest.

Die Gedanken sind frei! ;-))))
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19 Kommentare
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Erika Walther aus Augsburg | 15.04.2017 | 10:25  
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Silke Dokter aus Erfurt | 15.04.2017 | 17:35  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 15.04.2017 | 18:16  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.04.2017 | 18:53  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.04.2017 | 18:58  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 15.04.2017 | 19:22  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.04.2017 | 19:29  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 15.04.2017 | 19:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.04.2017 | 04:09  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 16.04.2017 | 09:34  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.04.2017 | 18:24  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 16.04.2017 | 18:30  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.04.2017 | 18:41  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 16.04.2017 | 18:43  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.04.2017 | 18:48  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 16.04.2017 | 18:50  
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Silke Dokter aus Erfurt | 17.04.2017 | 08:52  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 17.04.2017 | 10:20  
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Walter Schönheit aus Gräfenthal | 17.04.2017 | 14:53  
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