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Auge um einen Stich reicher – operativer Eingriff !

Wenn man Diabetes hat, stürzt sich diese Krankheit oft zuerst auf die Augen, bevor es die Beine angreift. So auch bei mir.

Nach den erfolgreichen Operationen „grauer Star“ merkte ich, wie meine Sehstärke nachließ. So ging ich zur Optikerin, um mir eine Lesebrille machen zu lassen. Sie prüfte die Sehstärke und stellte fest, dass ich statt 90% nur noch 60% habe, dies nicht einfach mit einer Lesebrille ausgeglichen werden könne, so dass ich erst einmal zur Augenärztin gehen möge.

Die Augenärztin machte einen Termin zur Farbuntersuchung im Erfurter „Augen Zentrum“ und meinte, dass danach die Augen gespritzt werden müssen.
Das war freilich erst einmal ein Schreck und machte mir allein vom Hören her schon etwas Angst!


Bei der Farbuntersuchung wird einem ein Farbstoff gespritzt, um spezielle Fotos der Augen zu machen. Nix Besonderes, wie ich feststellen konnte.

Das mit den Augenspritzen ist so (laienhaft verstanden und hier wiedergegeben):
Durch die Diabetes rückt eine Flüssigkeit von hinten auf die Netzhaut im Auge. Das beeinflusst und verschlechtert die Sehstärke. Deshalb wird eine Flüssigkeit als Gegenmittel ins Auge gespritzt.
Jedes Auge wird monatlichen Abständen isgesamt achtmal gespritzt, immer abwechselnd erst das eine Auge und eine Woche Später das andere.

Das zu wissen, nimmt freilich noch nicht die Angst vor diesem operativen Eingriff!

(Dazu deshalb die Beschreibung des Ablaufs einer Einspritzung.

Zum Termin zur Anmeldung erschienen, wurde ich erst einmal aufgerufen, um die aktuelle Sehstärke des zu spritzenden Auges festzuhalten und ein paar Tropfen in dieses zu bekommen.
Dann wurde ich mit mehreren anderen Patienten aufgerufen, in den Operationsbereich zu gehen.
Dort bekam ich einen Umhang, eine Kopfbedeckung und Überzieher für die Schuhe.
Schließlich wurden nochmals Tropfen ins Auge gegeben.
Die Vorbereitung war absolviert.
Als die OP-Tür aufging, wurde der nächste Patient hinein gerufen. Ich war der Letzte meiner Dreiergruppe und wurde deshalb nach etwa 10 Minuten aufgerufen.


Mit dem Gedanken, dass ja schon einige fast völlig entspannt wieder herausgekommen waren, dass ich a sowieso nichts beeinflussen kann, es also meine Angst weglassen sollte, hatte ich schließlich die richtige Einstellung gefunden.


Hinlegen auf den schmalen OP-Tisch, Hände an den Körper legen, nochmals Tropfen empfangen, die Augen schließen und nach unten gucken – alles klappte schlicht und einfach.

Dann legte man etwas aufs Auge, wurde kurz gewischt und gedrückt, wurde das aufgelegte Tuch auseinandergezogen, kam es mir vor, als würde ein Guckloch hell erleuchtet (immer noch war ich bemüht, die Augen nach unten schauen zu lassen) – unmittelbar spürte ich einen kleinen Stich (wie den einer Mücke).
Unmittelbar danach fragte mich der Arzt, ob ich seine sich bewegende Hand sehen würde. Tat ich. Also war alles vorüber.

Schon erwartete mich die Schwester, welche mir einen Schutz über das Auge legte und mit einem Klebstreifen fest machte. Dieser sollte den Tag über bitte nicht abgemacht werden.
Ich wurde aufgefordert, zu einer bestimmten Tür hinaus zu gehen.Dort legte ich Umhang / Kopfbedeckung / Schuhüberzieher ab, bekam einen Brief für meine Augenärztin sowie meinen Hausarzt und verließ den Operationsbereich.


Und meine Angst?
Einerseits hatte ich kaum Zeit für Angst. Andererseits gab es wahrlich keinen Grund dafür. Doch ich musste es eben erst einmal erlebt haben.


Nun ist bereits über eine Woche vorüber und das andere Auge hat auch seinen Stich bekommen.
In einem Monat gehts zur zweiten Runde.
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Natürlich ist ein solcher Eingriff nicht ganz probemlos. So wird darauf higewiesen, dass es auch Entzündungen geben kann. Doch davon muss man nicht ausgehen. Und was mich anbelangt, war es genau so, wie beschrieben.
Zum Kontrolltermin bei der Augenärztin wurde "Okay" signalisiert.
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12 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 13.01.2021 | 13:07  
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Günter Presnitz aus Schwabmünchen | 13.01.2021 | 14:36  
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  e:Due aus Weimar | 13.01.2021 | 14:50  
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Silke Dokter aus Erfurt | 13.01.2021 | 16:45  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 13.01.2021 | 18:13  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 13.01.2021 | 21:07  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 14.01.2021 | 09:01  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 14.01.2021 | 11:09  
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Margit A. aus Korbach | 15.01.2021 | 10:49  
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Günter Presnitz aus Schwabmünchen | 15.01.2021 | 12:50  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 15.01.2021 | 16:24  
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Margit A. aus Korbach | 16.01.2021 | 13:34  
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