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Warum so ein Aufbrausen gegen den Gedanken einer neuen Nationalhymne ?

Viel gibt es, was über die Jahre längst schon hätte verändert / verbessert / auf den neusten Stand gebracht werden müssen. Weshalb basieren Gerichtsurteile noch auf großen Teilen der Reichsgesetzgebung? Warum hat Deutschland noch 16 Schulsysteme, was jedem Alltagsgebahren entgegen steht? Der „3-Satz“ wird immer noch gelehrt, obwohl dieser – wie soviel anderer Lehrstoff – der abzulegenden Vergangenheit angehört.

Freilich gibt es auch Dinge, die geändert wurden. So kann z.B. eine Frau heute selbst entscheiden, ob sie arbeiten geht und was – (in der DDR ja bereits Normalität).

Nun ein Aufbrausen bei der „Nationalhymne“.
Ja, das Deutschlandlied hat Weltkriege überstanden, wie auch die deutsche Nachkriegsteilung. So ist sie eine Tradition und lebt auf jeden Fall bei allen „Alt-BRD-lern“ - warum da eine andere Hymne?
Die Nachkriegsteilung brachte der DDR ihre eigene Hymne – in Melodie dem Deutschlandlied „verwand“ gestaltet.
Mit der Wende gibt es ein neues Deutschland in allen Lebensbereichen. Dies merkten „Alt-BRD-ler“ kaum oder wollten es nicht wahr haben. Für DDR-ler wurde es ein totaler Lebensumbruch.
Eine gemeinsame und somit neue Verfassung aber auch eine neue gemeinsame Hymne waren im Gespräch.
Da es ja keine Vereinigung sondern ein Anschluss der DDR an die damalige BRD war und die Bestimmungen in Hand der „Alt-BRD“ lagen, gelten heute noch in dieser Hinsicht das Grundgesetz wie das Deutschlandlied.

Wie an so manchem überlebten Alten, ist man mitunter entrüstet, wie das Thema einer neuen Nationalhymne ins Gespräch gebracht werden kann!
Dazu noch vom LINKEN Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow!

Dabei wird völlig negiert oder klein geredet, dass die erste Strophe des Deutschlandliedes wieder rechts „in Mode“ kommt. Wenn dagegen so angegangen wird, wie mit der Rechtsentwicklung der vergangenen Jahre, muss jedoch damit gerechnet werden, dass darüber der Faschismus erneut "seine Hymne" wieder belebt.

In den Medien wird das Thema einer neuen Nationalhymne zu oft lächerlich gemacht und grundsätzlich als absurd hingestellt.
Gezeigte befragte Bürger zeigen leider zu viel, wie wenig ihnen die deutsche Geschichte bedeutet und man doch bei „Altbewährtem“ bleiben solle.
Selbst in einer Talkshow wurde Ablehnung (aus dem Bauch heraus) gezeigt, wobei man die wieder in die Diskussion gebrachte „Kinderhymne“ lässig als „wohl Kinderlied“ abtat.

Meines Erachtens ist aus dem Genannten nicht einfach von der Hand zu weisen, zu einer neuen deutschen Nationalhymne zu wechseln.
(Hier mein Beitrag aus 2015:)
Wieder hätte ich gern eine andere deutsche Nationalhymne (mit Text)
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12 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 14.05.2019 | 13:04  
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  e:Due aus Weimar | 14.05.2019 | 13:18  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 14.05.2019 | 13:20  
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Siegmund Walter aus Wesel | 14.05.2019 | 15:06  
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  e:Due aus Weimar | 14.05.2019 | 15:30  
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Arnim Wegner aus Langenhagen | 14.05.2019 | 16:51  
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  e:Due aus Weimar | 14.05.2019 | 18:40  
10.057
Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 15.05.2019 | 09:18  
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  e:Due aus Weimar | 15.05.2019 | 09:22  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 15.05.2019 | 09:33  
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Arnim Wegner aus Langenhagen | 16.05.2019 | 17:56  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 16.05.2019 | 22:08  
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