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Thüringens politische Kultur – zu selten im Heute ?

Menschen leben miteinander, durchgehen Freuden und Tiefschläge, helfen sich gegenseitig und streiten sich auch da und dort.
Wenn Missgunst, Neid einen Streit anfeuern, ist dies ebenso gefährlich, wie Unterstützungen in freier persönlicher Entscheidung dem Geholfenen und dem Helfer mehr Lebenskraft vermitteln können.

Den Parteien schreibe ich einmal klare Vorstellungen davon zu, wie und zu welchem Ziel sie ihre Politik sehen. Diese werden mitunter gegensätzlich sein und zu Diskussionen, annehmbaren Klarstellungen, tragbaren Vergleichen führen können – dabei Konfrontationen und gar Handgreiflichkeiten/Beleidigungen möglichst zu vermeiden.
Das ist allerdings ein wohl utopischer Blick auf die Parteienlandschaft Thüringens (auch beeinflusst von anderen Bundesländern und dem Bund selbst).


Ohne Argumente, Sachklärungen, echte Diskussionskultur unterscheidet man die Menschen in Gruppen, welche einem selbst das „Gute“ zuordnen und zum Verständnis durch andere animieren, während andere in „Ränder“ geschoben werden. „Ränder“ klingt da zumindest nicht so wie „in die Ecke“ oder „ins Abseits“ stellen – wenn es das auch suggeriert.
Da man damit offensichtlich einer wirklichen Auseinandersetzung mit Meinungen und Handlungen anderer aus dem Wege zu gehen glaubt, verbale Auseinandersetzungen aus der Entfernung führt und ihnen damit im Grunde aus dem Weg geht, wird keine Klarheit und kein Verstehen anderer Meinungen gelingen.

Der aktuelle Schlamassel in der Wahl des neuen Thüringer Ministerpräsidenten ist meines Erachtens eine willkommene Gelegenheit, zu politischen Auseinandersetzungen im tatsächlichen Miteinander zu kommen und so zu zeigen, wie gesellschaftliche Differenzen überwindbar sind.
Freilich sind da einige Schwierigkeiten zu überwinden, zu denen gewalttätige Handlungen zählen, denen durch Bezeichnungen wie „Linksradikale“ und „Rechtsradikale“ eine politische Rechtfertigung dieser Randalierer/Zerstörender/Ignoranten eine Rechtfertigung einerseits geben sollen, während sie andererseits damit abgetan werden, dass diese nur bekämpft und als Randerscheinungen abgetan werden müssten.

Zahlreiche Mitmenschen widmen sich der echten Auseinandersetzung mit Gewalttaten (richtungsneutral), versuchen aufzuklären und Wertschätzung anderer Menschen und deren Leistungen aufzuzeigen. Aber die Parteien sind da recht selten oder zu wenig hilfreich, wenn sie sich darüber hinweg setzen und in gegenseitiger Konfrontation zu ergötzen scheinen.


Wer ist als Person und mit seiner politischen Meinung mehr oder besser als ein anderer Mensch?
Warum werden Frauen und deren Leistungen noch heute nicht Männern wirklich gleichgestellt, wird das Grundgesetz da missachtet?
Der Mensch hat offensichtlich daran grundsätzlich kein starkes Interesse?
(Ach würde ich mich doch da liebend gern täuschen.)
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7 Kommentare
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Hans-Joachim Zeller aus Marburg | 09.02.2020 | 19:36  
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Mike Picolin aus Gera | 09.02.2020 | 20:04  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 09.02.2020 | 20:27  
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 10.02.2020 | 00:25  
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Mike Picolin aus Gera | 10.02.2020 | 07:39  
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Silke Dokter aus Erfurt | 10.02.2020 | 10:38  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 11.02.2020 | 10:04  
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