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Mit Abstand bestes „Gartenkonzert“ am Ostersonntag in Ernstroda

  Auch im Landkreis Gotha kann man an Sonntagen ab 18 Uhr viele Musikanten auf Balkonen, vor Häusern, in Parks und anderen freien Plätzen spielen hören. Immer ist der Höhepunkt die „Ode an die Freude“, welche die Verbindung untereinander knüpft, weil auch weit voneinander entfernt der gemeinsamen Lebensfreude in der Zeit der „Corona-Pandemie“ Ausdruck gegeben werden soll.

Die Musikschule „Fröhlich“ beteiligt sich selbstverständlich auch daran. Per Internet wird ihren Musikschülern von der Leiterin, Cordula Bischof, jeweils mitgeteilt, was am bevorstehenden Sonntag gespielt werden möchte. Auch wieder über das Internet erfährt man danach, wie die Schüler an den verschiedensten Orten – auch nur am geöffneten Fenster – mit ihrer Musik eine frohe Botschaft hinaus in die Welt sendeten.

Am Ostersonntag (12.04.2020) war ich nach Ernstroda gefahren, um diese mitreißenden Musikanten wahrhaftig zu erleben.
Im Garten der Leiterin der Musikschule „Fröhlich“ lächelnd und selbstverständlich unter Abstandhaltung begrüßt, wurde ich schnell informiert, dass sie per Akkordeon auf der einen Seite des Gartenzauns zum Nachbarn spielen würde, während dieser, Helmer Neugebauer, auf seiner Seite bereits mit Gitarre in den Startlöchern saß. Etwas oberhalb am Waldrand hatte sich der Dritte im Bunde, der Trompeter Klaus Oschmann, positioniert.

Es war noch gar nicht 18 Uhr, da erschallte schon über ganz Ernstroda sein Trompetensolo. Mir lief es kalt den Rücken hinunter, weil diese Kraft des Lebens und die Kunde, sich derart eindrucksvoll mit allen zu verbinden, die in der herrschenden „Corona-Pandemie“ möglichst daheim bleiben sollen, das Herz aufs wärmste öffnete.

Dann war es genau 18 Uhr. Überall würden nun auch die Musikschüler der Musikschule „Fröhlich“ ihr ganz individuelles und doch gemeinsames Konzert beginnen:
1. „Alle Vögel sind schon da . . .“
2. „Oh when the saints . . .“
3. „Ode an die Freude“

(Nicht unerwähnt sei, dass Frau Bischof noch eine kleine musikschuleigene Textergänzung zur „Ode an die Freude“ dar bot.)

( ca. 13 Min )

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Der Trompeter war in der Zeit näher zum Gartenzaum gekommen und würzte das Konzert mit seinen weit hallenden Solos.

Doch eigentlich war alles so schnell vorüber, alle hatten strahlend lachende Gesichter – und aufhören? Nein, noch nicht.
Weils so schön war, wurde noch ein Musikstück nachgeschoben.

Alle waren glücklich über das mit Abstand wunderbarste Konzert des Tages in diesem Gartenbereich!

Unbedingt zu erwähnen ist, dass sich des Nachbars Frau sowie Frau Bischofs Mann riesig mit freuten und fotografiert hatten. Auf dem vorbeiführenden Radweg hatten auch Radfahrer einen Augenblick erfreut inne gehalten. Es war eben ein Freudenkonzert!
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Wenn nun bereits über Wochen alle Kulturveranstaltungen der „Corona-Pandemie“ zum Opfer fallen, das Treffen mit Freunden oder (gerade zu Ostern) mit der von überall herkommenden Familie nicht möglich sind, ist das zwar verständlich, drückt aber aufs Gemüt.

Dann ist so ein „Gartenkonzert“ der mit Abstand willkommenste kulturelle Höhepunkt!
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2 Kommentare
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Silke Dokter aus Erfurt | 17.04.2020 | 14:26  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 17.04.2020 | 18:24  
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