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(04:) „Ach ging es uns doch gut, als es uns noch schlecht ging!“

Woher dieser Ausspruch kommt, kann man hier nachlesen.

Alle Jahre der Kindheit und frühen Jugend die Sommer leidenschaftlich und voll genießend in Betriebsferienlagern der UNI Jena verlebt, fiel es schwer, dass es für 14/15-Jährige kein Angebot mehr gab. Das wollte ich nicht glauben und gar akzeptieren.
So „bearbeitete“ ich meinen Vater, der an der UNI arbeitete, dass man doch ein Jugendlager möglich machen müsse.
Und es klappte!
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(007)
Voller Erwartung führen wir nach Trassenheide (Insel Usedom), wo ich ja auch schon als Kind war. Schnell hatten wir „gewachsenen Jugendlichen“ ausgemacht, dass wir das Lagerleben in die eigene Hand legen wollten. Das bedeutete, dass jede Gruppe einen Gruppenvorsitzenden haben, diese alle zusammen einen Lagerrat bilden und daraus der Lagerratsvorsitzende die Gesamtleitung übernehmen würde. Dieser Vorschlag wurde seitens der Erzieher nach einiger Diskussion genehmigt, wobei sie natürlich anhand der ersten Tage sehen wollten, ob wir das auch ordentlich umsetzen können würden.

Ja, wir organisierten uns richtig und schafften es, ganz allein das Sommerferienlagerleben zu organisieren! So hatten die Erwachsenen im Grunde einen echten zusätzlichen Urlaub. Alles lief bis zum Abschluss total klasse!
Es machte mir riesigen Spaß, als Lagerratsvorsitzender die Ferientag mit gestalten und organisieren zu können. Gerne erinnere ich mich der vielfältigen Arbeitsgemeinschaften und Turniere, welche das Lagerleben abwechslungsreich und für alle interessant machten:

Vorgartenpflege (vor dem Bungalow der Gruppe) wurde im Wettbewerb gestaltet und mit Preisen gewürdigt.
Schachspiel erlernen und schließlich ein Turnier,
Federballspiel bis zum Turnier führen,
Bastelwettbewerbe und
Tischtennisturnier
Gestaltung eines Berg- und Abschlussfestes – natürlich mit Tanz!
All das machte Spaß und ließ uns eine unbeschwerte Zeit verbringen.
Natürlich durfte ein Geländespiel nicht fehlen!
Allein das viele Baden in der Ostsee stand unter Regie der Erzieher und einem Rettungsschwimmer.

Gern hätte ich ja jeden Morgen das Lager mit einem Trompeten/Fanfarengruß geweckt und war dazu mehrfach in den Wald gegangen, um das zu üben – bar jeder Vorkenntnis. Schließlich brachte ich ja auch Töne heraus, die allerdings stets anders klangen. So musste ich dieses Anliegen widerwillig aufgeben.

Als wir wieder zurück nach Jena fuhren, waren wir erholt und vor allem stolz, völlig eigenständig gewirkt und uns sowie unser Können bewiesen zu haben!
Für mich war klar, dass ich mich darum bemühen würde, einmal selbst als Erzieher in einem Ferienlager eine Gruppe zu leiten!
(Diesen Traum sollte ich tatsächlich schon „bald“ verwirklichen lassen.)
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