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FREIE WÄHLER warnen vor Gesundheitsgefahr und Flächenverlust

FREIE WÄHLER lehnen Drehstromtechnik und Erdverkabelung ab

Nicht nur für Bürgerinnen und Bürger der westlichen Göttinger Ortsteile stellt die geplante 380 kV-Drehstromleitung (HDÜ) von Wahle nach Mecklar eine Gefahr dar. Auch die Mittelberg-Grundschule zwischen Groß Ellershausen und Hetjershausen ist massiv betroffen. In unmittelbarer Nachbarschaft soll hier nach den aktuellen Planungen eine Erdverkabelung erfolgen.
„Die Schüler und Lehrer wären dauerhaft einer möglicherweise krank machenden, elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt“, erklärt Harald Wegener, FREIE WÄHLER Südniedersachsen. Die Grenzwerte der magnetischen Flussdichte liegen in Deutschland um den Faktor 10 bis 100 höher als im europäischen und internationalen Vergleich. Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Höchstspannungsleitungen gibt es weder bei der Übertragung durch Freileitungen, noch bei der Verkabelung im Boden. Die Alternative für den Stromtransport ist die Verkabelung durch eine Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Bei dieser Technik werden die Kabel so abgeschirmt, dass kein äußeres magnetisches Feld entsteht. Bei der Trassenplanung von Wahle nach Mecklar handelt es sich um eine ca. 200 km lange Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Gerade über diese Entfernung besteht für die Gleichstrom-Technik eine alternativlose Eignung und Wirtschaftlichkeit.
Eine nicht tolerierbare Folgeerscheinung der Erdverkabelung ist ein nicht zu nutzender Streifen, der sich in Zukunft durch die Landschaft ziehen wird. Nämlich dort wo sich die Kabel unter der Erde befinden. Durch den Stromtransport heizen sich die Leitungen stark auf und somit auch den Erdboden der darüber liegt. Die Erwärmung wird so hoch sein, dass der Boden für eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr geeignet ist, weil er zu warm und trocken wird, bzw. andere Bedingungen im Boden herrschen, als in den angrenzenden Bereichen. Es wird sich ein etwa 20-40 m breiter verödeter Streifen durch die Landschaft ziehen. „Für die Landwirtschaft ein enormer Flächenverlust und für das Landschaftsbild eine bedeutende Einschränkung“, führt Harald Wegener aus, der in engem Kontakt mit der Bürgerinitiative „Gegenwind“ in Groß Ellershausen und Hetjershausen steht.
Auch die Einsparung von Energie und Kosten muss laut Wegener besonders herausgestellt werden. Daher ist die Anzahl der benötigten neuen Stromtrassen im Land so klein und effizient wie möglich zu gestalten. „Der Wegfall von Netzentgelten für Großunternehmen ist ein völlig falscher Anreiz“, kritisiert Harald Wegener. Diese Gelder in Höhe von 300 Millionen Euro pro Jahr werden direkt auf die Bürger übertragen. Innovative Speichertechnologien müssen konsequent weiterentwickelt werden. Ein Ministerium mit Fachleuten und Experten, um die Energiewende nachhaltig zu koordinieren, fordert Wegener.
Am 13.3.13 ist um 19.00 Uhr eine Bürgerversammlung zur Information über die geplante Stromtrasse im Sporthaus Groß Ellershausen/Hetjershausen geplant.

Göttingen, 09.03.2013

Jens Droß
1. Vorsitzender Bezirksvereinigung
FREIE WÄHLER Südniedersachsen
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