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Julia Rohde im Portrait

Der Name Julia Rohde scheint für den Sport prädestiniert zu sein. Gewichtheberin Julia Rohde aus Görlitz teilt sich ihren Namen nämlich mit einer Reiterin vom Reitverein Rodenkirchen und einer Taucherin. Genauer gesagt der jüngsten Autorin rund um das Thema Tauchen. Bei den Olympischen Spielen 2012 nimmt allerdings nur eine Julia Rohde teil – die Gewichtheberin.


Bild: Alexander Grüber

Bereits am Sonntag ist die Görlitzerin dran. Am 29. Juli um 16:30 Uhr wird ihre Leistung auf ARD und Eurosport übertragen. Dann reißt und stößt das 1,55 Meter kleine Fliegengewicht in der Klasse bis 53 Kilo in London reichlich Gewichte, bei denen selbst gestandene Männer vor Neid erblassen. Die Sportsoldatin hat sich final für 200 Kilogramm angemeldet. Das sind zwar fünf Kilo mehr als ursprünglich vorgesehen waren, allerdings 25 Kilo weniger als die Konkurrenz aus Kasachstan, Moldawien, Taiwan und der Türkei heben will. Die Medaillenchancen der Görlitzerin sind äußerst gering. Die ehemalige U23-Europameisterin hofft, ihren 7. Platz von den Olympischen Spielen 2008 in Peking zu verteidigen, indem sie ihren eigenen Rekord bricht.

Die 23-Jährige hat bekundet, den Wettbewerb locker angehen zu wollen. Ihr Trainer Thomas Faselt betrachtet sie als verbissene Sportlerin, die „manchmal krankhaften Ehrgeiz“ entwickle. Seit Montag weile sie schon in London, teilte Julia Rohde auf ihrer offiziellen Fanseite auf Facebook mit. Wenn sie am Sonntag versuchen wird, ihren Rekord von 193 Kilogramm im Zweikampf zu knacken, wird sich der ein oder andere TV-Zuschauer fragen: Die macht Gewichtheben? Denn Julia Rohde bedient das Klischee, Gewichtheberinnen seien vollgepumpte Mannsweiber, nicht. Die Görlitzerin und ist eine durchaus attraktive Erscheinung, wenn man nicht auf magersüchtige Models steht. Als elfjähriges Mädchen hat sie in den Turniertanz geschnuppert, inzwischen hat sie als erste Deutsche überhaupt das Doppelte ihres Körpergewichts gestoßen.

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