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Händler auf Marktplatz trotzen dem Frost

Gladenbach: Marktplatz |

Gladenbach. Minusgrade können sie nicht abschrecken. Auch im Winter kommen jeden Donnerstag die Händler zum Wochenmarkt auf den Marktplatz. Diese Zeitung befragte die Verkäufer, wie sie mit den frostigen Temperaturen umgehen.

Das Thermometer zeigt minus fünf Grad, eine leichte Brise weht, die Zähne klappern und es liegt Schnee auf dem Gladenbacher Marktplatz - und trotzdem stehen die Verkäufer hinter dem Tresen und trotzen den widrigen Bedingungen.
Jeder Händler hat einige Tipps parat, wie sie den Arbeitstag bei eisigen Temperaturen überstehen.

Der Fischhändler "Räucher-Schorsch" schwört auf einen Gasofen und heißen Kaffee. Das einzige Problem, sagt er, seien seine Fische, die nach einiger Zeit einfrieren würden. Zwar liegt die Ware schon auf Eis, doch der Winter kühlt die Auslage noch weiter ab. Außerdem finden aufgrund der eisigen Temperaturen weniger Kunden ihren Weg auf den Marktplatz, stellt "Räucher-Schorsch" fest.

Für Verkäufer Uwe Volk ist die Kälte auch bei minus 20 Grad kein Problem. Einzig die Eier würden bei Minusgraden nach und nach Schaden nehmen. Um dies zu verhindern, bietet Volk nur wenig Ware auf dem Verkaufstisch an und lagert den Rest in seinem Auto.

Für den Honig und den Käse sei der Frost kein Problem, die könnten problemlos einfrieren, erzählt der Marktbeschicker. "Nur der Olivenhändler kommt bei diesen Temperaturen nicht, weil dem das Olivenöl einfriert", fügt er hinzu.

Vorgeheizte Verkaufswagen und kühle Auslagen sind die Lösung

Der einzige Wermutstropfen für Uwe Volk ist, dass viele auswärtige Kunden "aufgrund der glatten Straßen" nicht kommen.

"Ich mache mir warme Gedanken!", erzählt eine Verkäuferin der Wild- und Geflügelmetzgerei Scherer und erklärt ihren "Zwiebellook": "Eine lange Unterhose, drei Paar Socken und Boxershorts."

Sie steht wöchentlich sechs Stunden auf dem Markt. Den eisigen Temperaturen kann sie sogar noch etwas abgewinnen: "Mir ist diese Kälte lieber als wenn es schneit oder regnet." Händlerin Marianne Damm von der Metzgerei Grebe freut sich: "Mein Chef heizt morgens den Verkaufswagen vor", deshalb sei die Kälte kein Problem für sie. Mit der Ware gebe es im Winter keine Schwierigkeiten, sagt sie. Im Sommer sei es viel schwieriger, das Fleisch zu kühlen.

Trotz des Winterwetters sind alle auf dem Wochenmarkt gut gelaunt. Dazu gehören auch die Verkäufer vom Käsehandel Schmidt. Sie loben, dass die Straßen in Gladenbach "wunderbar geräumt" sind.
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Weiterveröffentlichungen:

Hinterland Extra | Erschienen am 30.01.2013
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