Wahlkampf-Thema UMGEHUNG KURORT GLADENBACH? – Antwort Bürgermeister KNIERIM; Straßenausbau 2011 (…)

WAPPEN-Kreis Gladenbach: Die 12 –HAUSEN-Orte machen hier fast 100 Prozent aller eingemeindeten Siedlungen aus (bis auf Kehlnbach). Mehr dazu im Text.
 
A&s-INSTALLATION: Steinbeil von Mornshausen-Gladenbach - wahrscheinlich aus dem mittleren Neolithikum (4800-4200 v. Chr.), Ansicht Gldb. Um 1800 (Stahlstich), Schloss Blankenstein (MERIAN).
 
FLUR-Karten-Ausschnitt GLADENBACH a.d. Jahre 1703; in R. ACKER: „Aus sieben Jahrhunderten Gladenbacher Geschichte“ (1937).
 
Zur Kommunalwahl am 27.3.2011: Aktuelle SITZ-Verteilung im Gladenbacher Stadt-Parlament. Graphik nach OP-Verlagsbeilage - a&s-mutiert wh.
Höllisch aufpassen musst du bei der Kommunal- & Landratswahlwahl zum 27. März: schimpfen-fluchen-wettern danach geht zwar auch: In 35075 Gladenbach (Mittelhessen, Hinterland, Landkreis MR-BID) gab es aktuell die Idee mit der "besten Werbeidee" - Wetteifern auf Einladung der Regionalpresse (HA) auf dem Gladenbacher Marktplatz: aber "nicht ganz ernst zu nehmen" (so „vo“) – dazu siehe weiter Kommentare von mir und in http://www.mittelhessen.de/lokales/region_hinterla... UND Uta Haase in http://www.mittelhessen.de/lokales/top_news_aus_re... / ). In Zeiten der JAPAN-Tragödie sind Wettschwimmen - Kochkurse u.a.m. eine Woche vor der Kommunalwahl in Hessen wohl purer BLÖDsinn.

Sympathisch ebenda die FWGruppe am Marktplatz: Freie Wähler agieren ohne eine große Organisation im Hintergrund und ohne Etat ehrenamtlich. Ihnen gehe es „vor allem um sachliche Argumente und bürgerorientierte Arbeit“, heben sie hervor. Ganz im TREND zu einer UMFRAGE: Deutsche fordern mehr Mitsprache, wollen nicht nur Kreuzchen auf Wahlzettel setzen …, 81 Prozent forden größere Beteiligungsmöglichkeiten bei politischen Entscheidungen (EMNID) - wünschen nicht bloß zu opponieren, wollen aktiv – trotz der POLITIK(er)-Verdrossenheit – Bürgerbegehren, Diskussionsforen, Anhörungen etc.

Im Kreis MR-BID gibt es neben der LANDRATs-Wahl (Robert FISCHBACH momentan LR; CDU, Kreistagswahl) auch OB-Wahlkampf mit sechs Kandidaten: Und am 27. März sind die Marburger aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Es gibt so viele Bewerber wie nie zuvor, dies macht eine Stichwahl wahrscheinlich. Nur Männer kandidieren für die Oberbürgermeisterwahl 2011: siehe auch meinen Artikel in http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/ministerp... (Ministerpräsident Volker BOUFFIER verrät LÖSUNG zum „Fall Neuer Botanischer Garten Marburg“ – RETTUNG & ZUKUNFT).

Der Hauptgegenstand meines Berichtes HIER wird ein WEG sein, der über den heutigen stillgelegten Gladenbacher Bahnhof und die alte Urbansmühle – die heutige Aurorahütte (mit Ofen- und Herdeproduktion) bei Erdhausen – führte. Es betrifft das Gebiet „Am Württenberg“ und parallel dazu die am 12. Mai 1894 eröffnete und am 10. Juni 2001 stillgelegte Aar-Salzbödebahn-Strecke; Niederwalgern - Hartenrod 27.05.1995 / Hartenrod – Herborn 08.06.2001: Die Straße an der das Auto-Wasch- Center und OBI am Würtenberg
Jakob-Heuser-Straße Gegen bestimmte Stadt-Politik(er) liegen.
An Stelle der Urbansmühle - 2 Mühlenbetriebe damals, ab 1840 Nickel-„Schmelze“ – entstand 1849 die Aurorahütte. Die Frage wird von mir beantwortet, ob in diesem Gebiet eine UMGEHUNG KURORT GLADENBACH geplant ist, wie es Gerüchte vermelden.

In http://www.lohra-wiki.de/index.php5?title=Bahntras... mehr zur Trasse der 43 Kilometer langen Strecke der Aar-Salzböde-Bahn und Bahnhöfen – auch http://de.wikipedia.org/wiki/Gladenbach . Das Geschäftsleben profitierte in Gladenbach auch von dem BAHNHOF Gladenbach, der 1893 im Rohbau fertig war. 1889 brachte Gladenbach den erwünschten Bahn-Anschluss.

SCHÖNHEIT Gladenbacher Bergland

In einem Talkessel eingebettet liegt der Ort GLADENBACH mit dem Kirchberg (362 m) und Lammerich mit Naumburg-Gipfel (357m; alte Befestigungsanlage „Neue Burg“ mit Ringwall – neben Burg-Blankenstein-Ruine), rings umgeben von bewaldeten Bergen & Hügeln. Ein Hügelkranz in einer Höhe von ca. 300 – 400 Meter NN. Nur nach Süden hin öffnet sich ein Tälchen zur SALZBÖDE, jenseits der jedoch wiederum ein weit höheres Mittelgebirge-Gebiet sich vorschiebt: Bestehend aus Dreisberg (448,3 m), Koppe (454,1 m) und Hemmerich (478 m). Entscheidend hat stets der Wald mit eher Mischwaldcharakter das Bild der Landschaft bestimmt, der durch Bodenverhältnisse und Klima bedingt ist. Im Salzbödetal dominiert der Buchenhochwald.

An alte Straßen erinnern die noch als Flurnamen gebräuchlichen Bezeichnungen an der Heerstraße (von Erdhausen herkommend), Weimarische Straße und Herborner Straße. Der Bau der heutigen Marburger Straße („Herborner Straße“) wurde 1819 – 1840 erbaut. An früheren VERKEHRs-Wegen bestand die alte in südlich-nördlicher Richtung verlaufende POST-Straße: sie führte von Gießen her durch den Krofdorfer Wald und die SUBACH nach Gladenbach. Und von dort weiter nach Biedenkopf, auf der die alte Postkutsche den Verkehr bewältigte.

Der POSTRAUB in der SUBACH - Filmklassiker

Er wurde verfilmt: siehe http://www.lohra-dsl.de/siebenwege3.htm. Am 19.Mai 1822 überfielen 8 arme Bauern und Tagelöhner aus Kombach die Postkutsche von Gladenbach nach Gießen und raubten das mitgeführte Geld. Der legendäre Überfall fand in der Gemarkung Lohra in der Subach an den sieben Wegen statt. Nach einer aufwändigen Rasterfahndung durch den Gießener Criminalinspektor Danz wurden 7 der 8 Täter gefasst und zum Tode verurteilt. Nur der Anstifter entkam durch Flucht ins gelobte Land Amerika. Dieser Raub diente 1971 als Vorlage für den Film "Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach" von Volker Schlöndorff; http://de.wikipedia.org/wiki/Der_pl%C3%B6tzliche_R... . Der Originaltext der Gerichtsakten aus dem Hessischen Staatsarchiv in http://www.lohra-wiki.de/index.php5?title=Der_Post... – Zur „Entwicklung des Postwesens“ siehe mehr in R. ACKER: „Aus sieben Jahrhunderten Gladenbacher Geschichte“ (1937, Selbstverlag der Gemeinde, S. 92-94).
„Gebietsreform“ ab 1972

Durch die „Gebietsreform“ 1972 schloss sich die Gemeinde Runzhausen freiwillig an Gladenbach an, und am 01. Juli 1974 wurden weitere 12 Gemeinden des ehemaligen Kreises Biedenkopf und eine Gemeinde des ehemaligen Kreises Marburg durch Gesetz eingegliedert. Die 12 –HAUSEN-Orte machen hier fast 100 Prozent aller eingemeindeten Siedlungen aus (bis auf Kehlnbach); vgl. a&s-Bildergalerie, Orte mit Wappen. Das WAPPEN der Stadt Gladenbach zeigt im geteilten Schild: oben in blau, den wachsenden, dreimal von silber (weiß) und rot geteilten, golden gekrönten, hessischen Löwen; unten in grün ein goldenes (gelbes) Schrägkreuz. Der Löwe versinnbildlicht die frühe Zugehörigkeit zu Hessen, das Schrägkreuz steht für den Einfluss der Herren von Merenberg vor dieser Zeit.

Orte mit der Namensendung -hausen sind typisch für Siedlungsgründungen im Zuge der fränkischen Landnahme, die im späten 5. bis 7. Jahrhundert stattfand: http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4nkische_Landn... mehr dazu.

Siehe auch ein Bild „Gladenbach um 1800 mit Martinskirche“ (Grundbau in romanischer Zeit, Umbau gotisch - Stahlstich): Ansicht von Norden. Nahe –BACH-Orte neben GladenBACH: Bad EndBACH. Siehe auch die interessante Gladenbach-FLURKARTE aus dem Jahre 1703.

Überregionale KULTUR: Zu ERDHAUSEN & Karl LENZ siehe werner hahn: Karl LENZ (Maler 1898-1949): Wahrer REALISMUS mit Darstellungen hessischer Natur und des kulturellen Lebens - auch in „entarteten“ Zeiten – Giessener Zeitung: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/43... (mit 71er a&s-Bildergalerie).
Gladenbacher Bergland

Das Gladenbacher Bergland wurde benannt nach der zentralen Stadt Gladenbach; mehr in http://de.wikipedia.org/wiki/Gladenbacher_Bergland... Das Gladenbacher Bergland überschneidet sich in weiten Teilen mit dem in westlichere Richtungen umfassenderen und nach Südosten etwas enger gefassten Gebiet des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, dessen Grenzen sich nach den Gemarkungen der beteiligten Gemeinden richten. Siehe auch zu http://de.wikipedia.org/wiki/Hessisches_Hinterland mehr. Auch http://www.bfn.de/0311_landschaft.html?landschafti... Das Gladenbacher Hügelland setzt sich aus den Teillandschaften Damshäuser Kuppen, Elnhausen-Michelbacher Senke, Salzbödetal und Niederweidbacher Becken auf einer Höhe zwischen ca. 100 m ü. NN und ca. 500 m ü. NN zusammen. Im Norden wird es vom Oberen Lahntal begrenzt.

KAMPF einer BI gegen Vorhaben bestimmter Stadt-Politik(er)

Die Landschaft an der Stelle am Gladenbacher Kirchberg und unten im schönen Salzbödetal ist damals - DANK EINER BI - nicht verschandelt worden: In einer Bürger-Initiative "Umgehung Kurort Gladenbach?" hatten wir Naturschützer Erfolg. Das unberührte Landschafts-Schutzgebiet konnte intakt bleiben: Gegen bestimmte Stadt-Politik(er) musste gekämpft werden; mit Erfolg! Posten des Bürgermeisters wechselten. (CDU/SPD ... DELLNITZ / BARTNIK). Ich erinnere mich gut daran, dass die PRESSE die BI unterstützt hat - mit Artikeln (HA & OP). Aber das waren die "stürmischen" Zeiten vor MYHEIMAT.de und GOOGLE-WEB-Möglichkeiten.

Der Verlust der Eigenständigkeit der Salzbödetalgemeinden Morns- Erd- und Weidenhausen hatte Folgen durch die Verwaltungsreform (SPD/FDP-Landesregierung): Die SPD büßte Stimmen ein und in den Wahlen von 1973-1977-1981 dominierte die CDU, die Herrn Siegfrid DELLNITZ (CDU) zum Nachfolger von Karl Waldschmidt machte, der am 1.10.78 nach 28 Jahren Bürgermeister-Tätigkeit in den Ruhestand ging. Im Rathaus sorgt dieser Herr für UMGEHUNGs-Pläne für die Stadt, die später seinen B.-Stuhl im Kneippheilbad kosten sollten, so dass Herr Klaus BARTNIK (12 Jahre Amtszeit, ein Düsseldorfer Verwaltungsbeamter – SPD; heute künstlerisch tätig …) der Nachfolger werden konnte.

Eine Mornshäuser BI Gruppe hat in den 80er Jahren – nach Einladung zur Bürgerversammlung und BI Gründung – in Sachen "Umgehungsstraße" Bürger Gladenbachs informiert und Vorschläge für innerörtliche Lösungen vorgelegt und mit Politikern der damaligen Parteien erörtert. DELLNITZ ließ nichtsdestotrotz des massiven BI-Widerstandes Pläne zur UMGEHUNG erstellen – verhängte eine „Veränderungssperre“ und ließ durch das Straßenbauamt (mit dem Leiter sprach ich in MR) die UG-Varianten öffentlich vorstellen: 2 Varianten im Salzbödetal-Naturschutzgebiet mit Riesen-Brückenbauwerk in Richtung Kirchberg (am Bahnhof seitlich vorbei – in Nähe Mornshäuser Siedlung).

Nach Scheitern der CDU mit DELLNITZ versucht es später noch einmal mit der UMGEHUNG – gegen den Widerstand in eigenen SPD-Reihen. Der Mornshäuser Paul HEUSER (damals Ortsvorsteher, Stadtverordneter und BI-Mitglied) stimmte in der SPD-Fraktion damals gegen den schon „reifen“ Bartnik-UMGEHUNGs-Plan – Trasse/Straßen von Am Württemberg (Jakob-Heuser-Straße) – Bahnhof/Kegelbahn – Haus Völker (mit „Trompete i.d.R. Mornshausen/S.) - Bahnhofstraße Firma Burk - Ammenhausen – Friedhof/B255. Mit ERFOLG gegen SPD-Genossen. Stadien des Projekts vom ersten Entwurf über die verschiedensten Prüfungen, Genehmigungen, Beschlüsse und Offenlegungen, Antrags- und Einwendeverfahren, Modifizierungen und erneute Genehmigungen hätten durchlaufen werden müssen - bis irgendwann die Bagger anrollen und die innerörtliche U.-Straße dann im Jahr X fertig gewesen wäre.

KEINE NEUEn UMGEHUNGs-Straßen-Streckenvarianten

plant derzeit der jetzige Bürgermeister der CDU – Herr Klaus-Dieter KNIERIM (seit 2003 im Amt) -, mit dem ich sprechen konnte: KEINE Trasse einer Umgehungsstraße würde entstehen versicherte er (entgegen der Gerüchte), wenn die Stadt 2012 die Am Württemberg verlaufende Jakob-Heuser-Straße (z. Zeit sehr marode, mit Schlaglöchern versehen und eng) bis hin zum Bahnhof Gladenbach ausgebaut werde; mit einem Bürgersteig! Das Bahnhofsgelände hat die Stadt erworben – mit der Auflage/Zusage, dass der MÜLL des Geländes mit maroden Schuppen samt Inhalt (alter LKW u.a.mehr) weggeräumt werde! Dazu siehe die a&s-Fotostrecke als Dokumentation für das Geschichtsbuch der Stadt Gladenbach. Erinnerungen werden bei Älteren vielleicht wach (…)?! – Zeiten, als man noch mit dem ZUG gefahren ist: in der Zeit vor 1995 – der Stilllegung der Aar-Salzbödebahn-Strecke; Niederwalgern - Hartenrod am 27.05.1995.
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W. H. aus Gladenbach | 23.03.2011 | 06:03  
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