Anzeige

JAZZ & BLUES: Chris BARBER & Band feiern 60 Jahre Weltklasse-Jazz

Chris BARBER - Posaunist, Bassist & Sänger
 
BARBER am Bass
 
Mike SNELLING (Tenor-Sax, Clarinet), Richard EXALL (Sax, Clarinet), Zoltan ZAGGI (Bariton- & Alt-Sax, Clarinet) – von rechts nach links.
 
Zoltan ZAGGI (Bariton- & Alt-Sax, Clarinet)
Weltklasse-Jazz erleben die Besucher eines Konzerts von CHRIS BARBER, wenn der Jazz-Posaunist, Bassist und Sänger mit seiner „The Big Chis Barber Band“ auftritt. Jazz & Blues vom aller Feinsten spielen 11 brillante Musiker 2 Stunden lang, wobei die Band geschickt alte und neue Titel mischt. Mit der Spielfreude der 10 Solisten um BARBER und dem die Titel überbrückenden britisch distanzierten Humor des Bandleaders erfahren begeisterte Konzertbesucher außergewöhnliche Musikalität: Musikfans staunen über den verblüffenden Improvisations-Reichtum der jungen und alten Musiker von “Europe’s Finest Traditional Jazz & Blues Band“. 2009 feiert Chris BARBER (geb. 1930) sein 60stes Jahr als Bandleader. C.B. ist ein Wegbereiter des DIXIELAND-Revivals in Europa. C.B.s Musik erfreut sich heute noch erstaunlicher Beliebtheit; besonders ältere Jazz-Fans besuchen C-B-Konzerte und kaufen gerne CDs des bekannten Bandleaders, der vor und nach dem Konzert sowie in der Pause eifrig seine CDs mit einem Autogramm schmückt.

Gewiss: BARBER ist kein Erfinder neuer Musik; er hat an der Entwicklung des „modernen Jazz“ (Bebop, Hardbop) nicht mitgewirkt. Trotzdem erleben die Zuhörer C.B.s Hitze, drängende Leidenschaft und Tempo, die auch den BARBERschen Musikstil des TRADITIONAL JAZZ prägen. In C.B.s Posaunen-Spiel kommt dies vollends zum Tragen. BARBER begeistert Zuschauer auch mit seinem Stimmung evozierenden Gesang; obendrein offenbart der souveräne Bandleader auch am Bass sein musikalisches Talent.

Der JAZZ (1) war bereits sehr populär als weiße Musiker den Stil der ursprünglichen innovativen schwarzen Gruppen kopierten. Der Begriff DIXIELAND wird für New Orleans Jazz insgesamt – von Schwarzen und Weißen – verwendet, besonders für sein Revival in den 40erJahren als „Traditional“ oder „Trad Jazz“. Erneuerer Louis ARMSTRONG konnte den „New Orleans“ neu gestalten, indem er die Kunst der ausgedehnten Improvisation durch lange Soli entwickelte: Sie beruhten auf der harmonischen Struktur – der Akkordfolge – des Songs. Die Fähigkeit des Improvisierens wurde nach dem zeitlebens berühmten und beliebten Jazz-Star „Satchmo“ & „Pops“ L. ARMSTRONG (1901-1971) für alle Jazz-Musiker zu einem MUSS!

Als sich Chris BARBER und Lonnie DONEGAN in den 50erJahren (1953/54) selbständig machten und eine eigene Band in der typischen TRADITIONAL-JAZZ-Besetzung mit Trompete (Pat HALCOX), Klarinette (Monty SUNSHINE), Posaune, Kontrabass, Banjo und Schlagzeug gründeten, stellte sich bald internationaler Erfolg ein. "Ice Cream" und das ursprünglich vom Sopran-Saxophonisten Sidney BECHET stammende "Petite Fleur" waren große BARBER-Hits der damaligen Zeit. Es folgten zahlreiche Schallplatten und CDs sowie weltweite Tourneen mit einem Programm, das traditionellen DIXIELAND-Jazz, SKIFFLE sowie Rock’n’Roll und Blues miteinander verband. „Skiffle“ ist Musik, die auch auf unkonventionellen, improvisierten Instrumenten gemacht wird: Gitarre, Banjo, Waschbrett etc. finden Verwendung.

Natürlich führte die Dixieland-Ästhetik als Jazz-„Urmodell“ den JAZZ nach dem JAZZ nicht weiter: Jazz der Ästhetik zeitgenössischer Musik basiert indessen auf den Wurzeln BLUES & SWING. BARBERs Band zelebriert traditionellen Jazz – greift aber auch zu Musikstücken von z.B. Miles DAVIS. BARBER ist kein Gott der leisen Töne: Grundlagen der Improvisationen sind Melodie-Bänder mit melodischem Erfindungsreichtum, die die Musiker ungehindert vor dem Publikum entrollen; „Satchmo“ ARMSTRONG hätte die Expressivität der C-B-Improvisatoren begrüßt!

Innerhalb der JAZZ-&-BLUES-Gemeinde sorgt/e der britische maßgebende Posaunen-Mann C. B. für Aufruhr als Entertainer mit Temperament und Charme: alte und neue Titel werden immer wieder neu interpretiert; auch brandneue Stücke komponiert und arrangiert C.B.. Gerne werden Duke ELLINGTONs Jazz-Stücke präsentiert: Schon 1951 spielte BARBER mit seiner Amateur-Band den Song „Misty Morning“ und mit seinem Sextett spielte Chris seit 1956 gerne den 1931er ELLINGTON-Song „Mood Indigo“. Versionen des Songs veröffentlichte er immer wieder („Timeless“-CDs): vgl. auch die CD „Misty Morning - Chris Barber & Bob Hunt ELLINGTONIANS“ (CD TTD641) – hier z.B. auch die Titel „Take The A Train“ (Billy Strayhorn), „It Don’t Mean A Thing If It Ain’t Got That Swing”, “Creole Love Call”, Misty Morning”, Mood Indigo” und “When The Saints” (Arr. Chris Barber).

In einem Text zur zitierten CD schrieb BARBER u.a.: „(…) The early works of the great Duke Ellington were among our best loved processions and it was a delight for us to begin to be able to actually play that wonderful music (…). Das Allround-Genie “Duke” – Komponist & Arrangeur, erstklassiger Pianist, Bandleader - Organisator und Entertainer, schrieb populäre Songs, heute wie damals beliebte JAZZ-Klassiker. Seit ELLINGTON hat der JAZZ weiterhin viele Wandlungen durchgemacht.

Manch ein Konzertbesucher kennt die Chris-B.-Band seit den 50er-Jahren. Ich erlebte sie erstmals in Marburg/Lahn; in anderer Besetzung natürlich wie heute. 1952 startete BARBER mit einem Sextett. Ob Traditional-Jazz einem nun gefällt oder nicht, Chris BARBERs Erfolg geht auf eine ganze Reihe sehr gut verkäuflicher Schallplatten & CDs zurück. Wer kennt sie nicht: „Ice Cream, „Petite Fleur“, „When The Saints Go Marching In“ (klassischer Trad/Dixieland/New Orleans-Titel). Mit eben diesen virtuos interpretierten Evergreens beschloss die C-B-Band ihren gut besuchten WESTERLAND-Auftritt 2009. Die SAINTS-Performance-Ur-Nummer mit kreativem Gesang begeisterte das SYLTer Urlaubs-Publikum besonders.

Populär wurde C.B.s Band in 60 Jahren durch diverse Rundfunk- und Fernsehsendungen. Und: natürlich über LIVE-Auftritte durch Konzerte in Städten und bei Festivals besonders in Europa. Virtuose Posaunen-, Trompeten-, Klarinetten und Saxophon-SOLI (Tenor & Bariton), die aus Ketten von einzelnen Tönen bestehen, sind Highlights eines C-B-Konzerts. Hervorragend „modern“ spielte die Band auf Sylt „All Blues“ – ein Stück von Miles DAVIS (von 1959). Kein „wieder belebter veralteter Jazz“ wie manch einer denken könnte!

Die 11 Instrumentalisten von THE BIG CHRIS BARBER BAND 2009 (Westerland – 26.08.09): Chris BARBER (Trombone), Richard EXALL (Sax, Clarinet), Mike SNELLING (Tenor-Sax, Clarinet), Zoltan ZAGGI (Bariton- & Alt-Sax, Clarinet), John SLAUGHTER (Guitar), Joe FARLER (Guitar, Banjo), John SUTTON (Drums), John SERVICE (Trombone), Pete RUDEFORTH (Trumpet), Mike HENRY (Trumpet), Dave GREEN (Bass). Zu weiteren Bildern und Infos über die C-B-Band (Geschichte) und CDs siehe http://www.chrisbarber.net/ Empfehlung zu C.B.s Homepage: C. B. sollte auf seiner Homepage für seine deutschen Fans einen Text in Deutsch verfassen; in seinen Konzerten plaudert der Jazz-Star in DEUTSCH.

Anmerkung

(1) Die Geschichte von JAZZ und BLUES ist die heißeste Story in der Musik des 20. Jahrhunderts. Jazz entstand gleichzeitig mit dem Film, der Plattenindustrie und der Tanzmode und hat unsere Art, Tonalität und Rhythmus wahrzunehmen, von Grund auf verändert. Das Wort „JAZZ“ soll aus dem amerikanischen Slang stammen: Aus ‚orgasm“ (Orgasmus) wurde ‚jasm“ oder ‚jass“. So nannte sich eine der ersten Bands, die „Original Dixieland Jass Band“; 1917 mit ersten Platten. Der Schriftsteller F. Scott FITZGERALD verkündete in den 20er Jahren den Beginn des JAZZ AGE – als eine Haltung, in der es um ein neues Lebensgefühl ging. Eine andere Erklärung des Wortes JAZZ: Jazz von „jaser“ (schwatzen). Das Jazz-„Treibhaus“ New Orleans war nicht allein für die Erfindung des Jazz verantwortlich. Eines der Fundamente beinahe aller JAZZ-Genres und eines Großteils populärerer westlicher Musik ist der BLUES, aus dem sich in den 50er Jahren der Rock and Roll entwickelte. Sowohl Plantagenmusik, Spirituals wie auch der RAGTIME gehen dem JAZZ voraus: Musik mit Melodien-Synkopierung – „ragged time“ (zerrissene Zeit). Das „SHANTY“ – Arbeitslied schwarzer Seeleute aus Savannah und New Orleans mit afrikanischen Formen verbunden – gehört auch zu den Ingredienzen des JAZZ. Ob dies den bekannten Sylter SHANTY-Chor-Sängern bewusst ist? Das größte Genie des Jazz LOUIS ARMSTRONG – geboren 1901 in einem Holzhaus im schwarzen Ghetto von New Orleans - wuchs zwischen Bordellen und Tanzsälen auf. Er absorbierte hier die Klänge von RAGTIME & BLUES. Der Bandleader und Komponist W.C. HANDY machte erstmals Schlager aus dem Blues: berühmt wurden der „Memphis Blues“ (1912) und „St. Louis Blues“ (1914) des „Vater des Blues“, die zum Standardrepertoire des Jazz gehören.

Chris BARBER & Band - YOU TUBE:

"ICE CREAM":

http://www.youtube.com/watch?v=Dt4Q1roICt4

http://www.youtube.com/watch?v=NA0VhsTjKY0
(Mit "Down By The Riverside".)

EVOLUTION:

Evolution of a Band: From Chris Barber’s Jazz Band (1954) to The Big Chris Barber Band (today) You Tube (5.43)
http://www.youtube.com/watch?v=Nh_7N12a_sI&eurl=ht...

Von hier aus weitersurfen: z.B. zu den SAINTS (1962):
http://www.youtube.com/watch?v=_fSRk6e0P1g&NR=1

VIEL SPAß!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.