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Fortsetzung 1 meines Beitrages "Nachrichtenzensur", heute bezugnehmend zum Medienboykott gegen die Söhne Mannheims

freie Meinungsäusserung
Wie der sprichwörtliche "rote Faden" zieht sich Zensur, Boykott oder wie immer man es nennen möchte, durch unsere Medien. Natürlich, nichts ist mehr dazu geeignet, als überregionale Medien, um unliebsame "Strömungen" zu unterbinden, im einfachsten Fall, schlecht zu reden (...oder zu schreiben).
Ich sehe immer mehr, wie unsere Meinungsfreiheit und individuelle Einstellung, manipuliert, nein, sogar bedroht ist. Und das nicht nur Politik betreffend. Demokratie, freie Entfaltung und vor allem Meinungsfreiheit, die man auch äussern darf, werden systematisch und gezielt verteufelt, untergraben, ausgehebelt. Gut getarnt werden dazu unsere Medien von den verschiedensten Interessengruppen benutzt. Kritische Auseinandersetzung mit unliebsamen, weil wahrheitsgemäßen Themen werden als Volksverhetzung dargestellt. Diejenigen die sich der (allzubereitwilligen) Medien bedienen, müssen über ausserordendliche Macht oder Einfluss verfügen. In unserem Land ist soetwas in dieser Form nur durch die Politik möglich. Volksverhetzung, ein weit auszulegender Begriff, unter Umständen ein zweifelhafter Straftatbestand. Betrachte ich mir manche Wahlpropaganda von etablierten Parteien und wie Sie über Ihre (meist stark rechts orientierten oder extrem linken) Gegner herziehen, wird auch damit dieser Straftatbestand erfüllt. Unterstellungen, gewagte Kategorisierung von kleinen Protestbewegungen und Parteien, werden da als Extremisten, Volksverhetzer, Populisten und weit schlimmerem abgeurteilt, nur um Ihrem Leumund zu schaden und der Gesellschaft einzureden des das "die Bösen sind !",
Die "Gegenpropaganda" der Führungspolitik die unliebsame, weil kritische
Organisationen auf diese Weise aushebeln wollen, ist in meinen Augen auch Volksverhetzung, oder sollte ich sagen: Volksverdummung?
Insbesondere Schäuble ist einer der "Botschafter" für Erniedrigung, Verschmähung, Diskriminierung, angefangen bei der Griechenlandkrise und aktuell im Brexitverfahren. Aber ich will mich hier nicht politisch positionieren, sondern nur Beispiele aufzeigen, die meine Meinungsbildung forcieren. Ich bin nur erschüttert darüber, dass unsere Medien sich so vor den Karren spannen lassen, um demokratische Grundregeln auszuhebeln. Unsere Meinungsfreiheit ist uns wichtig und wir brauchen Niemanden, der uns vorbetet: des das da die Bösen sind !
Und ganz bestimmt brauchen wir das nicht für den Bereich unserer Freizeit, nicht im Bereich Kunst und Unterhaltung und im ganz privaten Lebensbereich.
Damit bin ich, nach langer Einleitung, beim eigentlichen Kern dessen, was ich heute hier schreiben möchte.
Die letzten Meldungen über die unverschämte Stimmungsmache diverser bekannter Medien zu einem musikalischen Werk sind empörend, erschütternd
und nicht mehr zu entschuldigen. Ich spreche von einem Musikstück von den "Söhnen Mannheims" mit dem Titel " Marionetten". Ein kritisches Musikstück, bei dem politische Führungspersonen (ich schreibe bewusst nicht "Führungspersönlichkeiten"), nicht gerade positiv wegkommen. Resultat: rund ein Dutzend führender Medien boykottieren die Sendung und Übertragung des Songs und üben so Druck auf die Interpreten aus. Die rudern nun auf Ihrer Tour auch bereits zurück, nehmen den Song aus dem Programm.
Nun, wer gab den Anlaß dazu und ließ diese Medien so reagieren? Und welcher weitere Druck konnte vielleicht auf die Interpreten ausgeübt werden? (Nachdenken hilft :)) Was bedeutet ein solches Vorgehen für die Demokratie?
Ein Paradebeispiel wie Meinungsfreiheit und Demokratie und freie Entfaltung der Kunst, taktisch ausgehebelt werden. Unfaßbar und zugleich alarmierend für alle, deren demokratischer und halbwegs funktionierender Geist sich mit dem Geschehen und der Manipulation um uns herum auseinandersetzt. Leider viel zu Wenige. Viel zu Wenige kümmern sich um diese, nicht für Jedermann erkennbaren, Mechanismen in unserer Gesellschaft. Wohl dem, der Freiheit im eigentlichen Sinne definiert. Der Eklat mit Hilfe diesen Machenschaften um einen Popsong, zeigt wie tief die Manipulation bereits ins Innerste unserer persönlichen Refugien, in unsere Freizeit und in die Kunst und Unterhaltung, eingedrungen ist. Wie gezielt unser gesamter Lebensraum gescannt wird. Menschenskinder, es geht um einen Liedtext. Nicht um politische Kundgebungen. Nicht um Radikalisierung. Es geht um Unterhaltung und Freizeit. Wollen wir uns jetzt auch da noch kontrollieren und bevormunden lassen?? Ich bin entsetzt, tut mir Leid. Wann wird Karneval, Fasching, Büttenreden usw. boykottiert und zensiert? Der Urgedanke der medialen Aufgabe steht vor dem Aus. Ein Aus für die freiheitliche demokratische Ordnung. Was trennt uns denn noch von der Politik Erdogans? Was würde passieren, wenn unsere Medien nicht mehr nach der Pfeife der Führenden tanzen? Verhaftungen? Pressefreiheit ade? Wie dem auch sei, es gehören immer zwei Seiten dazu zu manipulieren, Meinungen zu steuern. Einmal die, die regulieren wollen und die, die sich benutzen lassen und als Exekutive agieren. Wer seinen Job, auch in der Führung eines Landes, gut und im Sinne der Gesellschaft macht, muss auch kritische Stimmen nicht fürchten. Manipulieren muss nur derjenige, der keine legitimen Mittel mehr zur Verfügung hat. Kritik und Gegenkritik sind Werkzeuge der Demokratie.
Schlussendlich: der betroffene Popsong der "Söhne Mannheims" enthält keinerlei strafrechtliche Inhalte um ihn verbieten zu können. Lediglich zum Nachdenken könnte der Text anregen. Was bleibt also, wenn man eine Verbreitung einschränken oder verhindern will? Haben unsere Politiker und Medien wirklich nichts anderes zu tun, als sich gegen einen Songtest zu brüskieren und ihn unbedingt als rechtspopulistisch darzstellen? Armes Deutschland, wenn das die Prioritäten sind. In Wahrheit hat man nur Angst, dass die verlogene Fassade bröckelt und manch ein Zeitgenosse wirklich anfängt und Sachverhalte und Machenschaften hinterfragt. Damit nicht genug, nicht nur vor der eigenen Tür wird gefegt, nein sogar in ausserdeutsche Kulturen, Politik und vor allem auch anderen Meinungsbildungen wird eingegriffen so gut es nur geht. Siehe Frankreichwahlen. Verteufelt, gewarnt, beeinflusst, all das wurde propagiert, mit nur einem Ziel, die eingeschlagene Richtung um jeden Preis beizubehalten, die Idee eines vereinten Europas nicht zu gefährden im Sinne der etablilierten Mächte. Eigenständiges Denken und eigene Meinungen sind unerwünscht. Staatsgefährdend und populistisch will man allen Andersdenkenden weis machen. Wieso meinen unsere Politiker und Medien immer, sie hätten das Recht und die Kompetenz sich einzumischen, zu bevormunden und allen Anderen zu sagen, was richtig ist? War mit Griechenland so und vor den Wahlen in Frankreich ebenso. Überheblichkeit werfen bereits alle anderen Nationen "den Deutschen" vor. Dabei ist unsere Gesellschaft gar nicht so. Nicht so, wie unsere Politiker es in die Welt tragen und unseren Ruf schädigen.
Und wie Medien selber auf Kritik an ihren Veröffentlichungen reagieren, ist auch hinlänglich bekannt. Und ehrlich gesagt, wie lächerlich und abstrus so manche "journalistische Meinung oder Einordnung" zu bestimmten Sachverhalten ist, sieht man täglich, allein schon an den "Aufmachern", den Überschriften zu Berichten oder Kommentaren in den Internet Nachrichten. Ich nahm in vorhergehendem Beitrag schon Stellung dazu.
Wie man es auch dreht und wendet, Demokratie geht anders.
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13 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.05.2017 | 05:00  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 09.05.2017 | 11:05  
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Thomas Jacobi aus Annaberg-Buchholz | 09.05.2017 | 18:11  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.05.2017 | 19:24  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 09.05.2017 | 19:49  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 09.05.2017 | 19:49  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.05.2017 | 20:09  
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Silke M. aus Burgwedel | 10.05.2017 | 12:42  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 10.05.2017 | 18:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.05.2017 | 02:09  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 11.05.2017 | 10:06  
7.639
Mike Zehrfeld aus Langerringen | 11.05.2017 | 16:31  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 28.06.2017 | 12:15  
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