Drei Wünsche für das Neue Jahr
- hochgeladen von Nelia G
Ein Winterspaziergang am Ende des Jahres oder „zwischen den Jahren“, wie man so sagt. Die Welt um mich herum liegt friedlich in der Nachmittagssonne und man könnte so wunschlos glücklich sein. Da höre ich aufgeregte Stimmen. Auf einem Hochsitz im Feld sitzen vier flauschige Gestalten und zwitschern durcheinander. "Kann ich helfen?", frage ich. "Schön wär's", piepst einer der Vieren, "wir haben drei Wünsche frei für das Neue Jahr und kommen damit nicht weiter!" "Nichts einfacher als das"; sage ich so ganz selbstbewusst, glaubend, dass ich ja schlauer bin, als ein paar Vögel.
"Der Wunsch Nummer eins ist doch wohl, dass endlich Frieden ist in dieser Welt." "Soweit waren wir auch schon", sagt einer und senkt die Augenlieder missbilligend, um mich genervt anzusehen. "Aber da gibt es eine Menge, was sich vorher schon erfüllen muss. Wir müssen uns wünschen, dass keine Waffen mehr gebaut werden, dass Menschen nicht mehr machthungrig sind, dass man Güter teilt, anstatt sich damit zu erpressen.. und... und... und..! Ich versuche es erneut: "Wie ist es mit Gesundheit?" "Hach, meldet sich der Kleinste", da muss man sich vorher wünschen, dass es keine Umweltgifte mehr gibt, dass immer genug Medikamente da sind für die Kinder, wenn sie Husten haben, dass es überall auf der Welt genug Ärzte gibt und Geld für Krankenhäuser und... und... und..
Irgendwann musste ich den verzweifelten Federbällchen Recht geben: mit drei freien Wünschen kommt man einfach nicht hin!
So ein schöner Wintertag und so ein großes Problem.
Da fällt mir die neue Jahreslosung für 2026 ein. Wir haben so viele Wünsche und dies eine Versprechen:
"Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Offenbarung 21,5
Gedanken zur Jahreslosung 2026 von Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
und vom Sonntagsblatt
Bürgerreporter:in:Nelia G |
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