Anzeige

Was hat sich für die Krankenversicherten seit dem 01.01.11 geändert?

Was hat sich für die

Krankenversicherten seit dem 01.01.11

geändert?

Ab Januar 2011 - weniger Netto vom Brutto

Ab 1. Januar 2011 müssen die über 50 Millionen Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung die Zeche für die unsoziale Gesundheitspolitik der schwarz- gelbenBundesregierung zahlen.

Die Beiträge steigen um 0,6 Beitragssatzpunkte. Für einen Rentner beziehungsweise eine Rentnerin mit 1.000 Euro Rente im Monat ist das eine Rentenkürzung um 36 Euro pro Jahr.

Die Zusatzbeiträge müssen im kommenden Jahr vollständig ohne Begrenzung nach oben von den Versicherten allein gezahlt werden. Der sogenannte Sozialausgleich findet im kommenden Jahr nicht statt,weil die durchschnittliche Kopfprämie Null Euro beträgt. Darüber hinaus hat Schwarz- Gelb die Begrenzung der Zusatzbeiträge auf ein Prozent des Einkommens ersatzlos gestrichen. Wer in einerKrankenkasse ist, die im kommenden Jahr Zusatzbeiträge erhebt, muss diese vollständig selbst tragen.

Mit dem Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge müssen die GKV- Mitglieder künftig alle Kostensteigerungen allein tragen. Die Arbeitgeberseite wird dann weniger Interesse an einem sorgsamen Umgang mitden Beitragsmitteln haben, die Leistungserbringer werden versuchen, sich aus dem Beitragstopf zu bedienen.

Die Dummen sind die Niedrigverdienenden, wie Rentner, Auszubildende, Studierende sowie andere Geringverdienende, weil sie im Gegensatz zu den Gutverdienenden prozentual mehr von ihrem Einkommenfür ihre Krankenversicherung aufwenden müssen.

Besserverdienende können jetzt schneller in die Private Krankenversicherung wechseln. Damit gehen den gesetzlichen Krankenkassen Beiträge in dreistelliger Millionenhöhe verloren, die wiederum vonden gesetzlich Versicherten zusätzlich aufgebracht werden müssen.

Der sogenannte “Sozialausgleich” frisst Millionen von Beitragsgeldern für den Aufbau einer nie da gewesenen Bürokratie und ist zudem sozial ungerecht, weil sonstige Einkünfte nicht angerechnetwerden. Wenn die Kopfpauschale 30 Euro im Monat betragen wird, werden über drei Viertel aller Rentnerinnen und Rentner und über die Hälfte der gesetzlich Versicherten auf einen Sozialausgleichangewiesen sein.

Die Einführung der Kopfpauschale ist der Anfang vom Ende einer solidarischen und gerechten Finanzierung unseres Gesundheitswesens.

Mit der “Vorkasse” verabschiedet sich die schwarz- gelbe Koalition vom Sachleistungsprinzip und steigt in die Drei- Klassen- Medizin ein. Für die Versicherten ist höchste Vorsicht geboten. Die “Vorkasse” kann sehr teuer werden, denn die Kassen dürfen nur so viel erstatten, wie sie beim Sachleistungsprinzip bezahlen müssten. Versicherte sollten sich in jedem Fall vorher gründlich von ihrerKasse über die Zusatzkosten beraten lassen. Sollten Ärzte zeitnahe Termine nur dann anbieten, wenn Versicherte zur Vorkasse bereit sind, sollten Versicherte sich umgehend mit ihrer Kasse inVerbindung setzen. Termine jederzeit für Privatversicherte, schnelle Termine für “Vorkasse”- Patienten und wochen- oder monatelanges Warten für gesetzlich Versicherte, das ist der Weg in die Drei-Klassen- Medizin.

Mit der sogenannten Mehrkostenregelung bei rabattierten Arzneimitteln werden Versicherte, die bisher bei Unverträglichkeit oder ähnliche Teurere Arzneimittel von ihrer Kasse vollständig erstattetbekommen haben, die Mehrkosten im Vergleich zum rabattierten Arzneimittel selbst bezahlen müssen.

(Quelle: Fraktion)
0
3 Kommentare
10.102
Beate Rühmann aus Burgdorf | 02.05.2011 | 21:04  
112.089
Gaby Floer aus Garbsen | 03.05.2011 | 00:28  
10.102
Beate Rühmann aus Burgdorf | 03.05.2011 | 10:14  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.