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Fünfmal Gold bei den 9. World Games

Die siegreiche 4x50m Hindernisstaffel (Foto: DLRG.de)
Cali (Kolumbien): World Games | Pressemitteilung des DLRG-Bundesverbandes

Mit insgesamt neun Medaillen und vielen guten Platzierungen im Gepäck kehren die deutschen zehn Aktiven der Nationalmannschaft im Rettungsschwimmen von den 9. World Games aus dem kolumbianischen Cali zurück. Die Lifesaving-Wettbewerbe, die bei den Spiele der Nicht-Olympischen Sportarten zu den Trendsportarten zählen, waren mit die ersten in denen Medaillen vergeben wurden.
Hatten sowohl die Damen als auch die Herren den Einzug in die ersten beiden Finals 200m Hindernisschwimmen noch verpasst so lief es in den 4x50m Hindernisstaffeln um einiges besser. Die Damen erschwammen einen guten sechsten Platz. Die Herrenstaffel mit Christian Ertel, Adrian Flügel, Danny Wieck und Marcel Hassemeier setzte anschließend ein deutliches Ausrufezeichen. In Weltrekordzeit waren die 4x50m absolviert und die erste Goldmedaille für das deutsche Team in trockene Tücher gebracht.

Insgesamt traten die Rettungssportler in 16 Wettbewerben gegeneinander an. In der Disziplin „100m Schleppen einer Rettungspuppe mit Flossen“ konnten sich mit Alina Hundt und Laura Ernicke gleich zwei Damen für das Finale qualifizieren. In dieser Reihenfolge belegten die beiden am Ende eines schnellen Rennens die Plätze sechs und sieben. Die starken Italienern Bonanni und Costamagna waren bei den Herren das Maß der Dinge. Dahinter kamen Anil Sezen und Adrian Flügel als Dritter und Vierter in Ziel. Nur eine hundertstel Sekunde trennte die beiden Mannschaftskameraden.
Letzte Disziplin des ersten von zwei Wettkampftagen war „200m Super Lifesaver“. Bei den Damen konnte sich Stephanie Kasperski für das Finale qualifizieren, bei dem sie auch lange Zeit in Führung lag. Auf der letzten Bahn reichte ihr Vorsprung von zwischenzeitlich 5 Sekunden leider nicht und so gab es am Ende nur einen fünften Platz.
Im abschließenden Finale der Herren ruhten alle Blicke auf Marcel Hassemeier. Der lang verletzte Ausnahmesportler in den Reihen der DLRG hatte bei der Qualifikation zu den World Games einen neuen Weltrekord aufgestellt und galt als absoluter Favorit. Zu Recht, wie er durch seinen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg bewies. Am Ende hatte er mehr als 3 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Pinotti.
Bundestrainerin Susanne Ehling zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen des ersten Tages. Hatte man vor vier Jahren bei den World Games 2009 insgesamt nur eine Bronzemedaille gewinnen können, so zeigte sich, dass auch am zweiten Wettkampftag noch einiges möglich sein würde.
Den Auftakt machen die Damen im „50m Schleppen einer Puppe“. In dieser Sprintdisziplin konnte Anke Palm einen sechsten Platz erringen. Bei den Männern kam Christian Ertel auf Platz vier und Danny Wieck auf Platz sechs ins Ziel.
Dass die Staffeln zu den Stärken der Deutschen gehören bewiesen sie in der „4x25m Puppenstaffel“. Binnen kürzester Zeit konnten sowohl die Frauen als auch die Männer ihre Finals gewinnen und zwei weitere Goldmedaillen zum Medaillenspiegel hinzuaddieren. Beide Staffeln stellten zudem neue World Games Rekord auf.
Aline Hundt hatte sich im „100m Schleppen einer Puppe mit Gurtretter und Flossen“ knapp fürs Finale qualifiziert, kam aber leider über einen achten Platz nicht hinaus. Die Französin Justine Weyders siegte in neuer Weltrekordzeit.
Weltrekordhalter Marcel Hassemeier und Anil Sezen hatten in den Vorläufen im „100m Manikin Tow with Fins“ die beiden schnellsten Zeiten und ließen der internationalen Konkurrenz keine Chance und holten sich Gold und Silber vor den beiden Italienern Bonanni und Costamagna. Hassemeier verbesserte dabei seinen eigenen Weltrekord.
Den Abschluss der Lifesaving-Wettbewerbe bildeten die 4x50m Rettungsstaffeln. Die Italienerinnen siegten zwar in Weltrekordzeit, doch wurden sie kurz darauf qualifiziert und so rückte das deutsche Damenquartett von Platz vier auf den Bronzerang vor. Bei den Männern waren die Franzosen nicht zu schlagen. In Weltrekordzeit schlug der letzte Schwimmer an knapp vier Zehntel danach der deutsche Schlussschwimmer Adrian Flügel.
DLRG-Bundestrainerin Susanne Ehling zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge und stolz, dass ihre Mannschaft neunmal Edelmetall zum Medaillenspiegel beisteuern konnte. Ein Novum ist auch, dass jeder der zehn Aktiven mit mindestens einer Medaille nach Deutschland reisen konnte und so ein besonderes Andenken an die World Games behält.
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