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Nach Sex-Offerte: In Hessen kein Facebook-Verbot für Lehrer?

Facebook und der Datenschutz (Foto: WikiCommons / RIANbot)
Nach den Sex-Offerten eines Aachener Lehrers (40) an eine 16-jährige Schülerin holen die Kultusminister der Länder nun zum Gegenschlag aus und fordern ein Facebook-Verbot zwischen Schüler und Lehrer, so zumindest in Baden Württemberg, wo eine entsprechende Regelung nun auch in Kraft trat.

Demzufolge ist es Schülern in Baden Württemberg per sofort untersagt mit ihren Lehrern via Facebook und andere soziale Netzwerke zu kommunizieren, eine Maßnahme, die das Land Hessen so auf keinen Fall übernehmen will.

Warum eigentlich nicht?

(sbe) Facebook und Twitter sind Freizeitmedien und früher, als es das Internet noch nicht gab, klappte die Kommunikation doch auch, oder nicht? Oder hatte sich früher jemand darüber beschwert, dass Nachrichten zu spät oder gar nicht ankamen? Die gute alte "Ranzenpost" hat offenbar ausgedient und Facebook, für Datenschützer ohnehin ein Graus, übernimmt nun offenbar auch die alltägliche Terminabsprache zwischen Schüler und Lehrer, ist das alles noch normal?

Ja, sagen viele und klar ist oder wäre es nicht besonders zeitgemäß die Facebook-Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer abzuschaffen, aber eine Sexofferte per Brief hätte es so wohl auch nie gegeben. Die Hemmschwelle sinkt eben immer auch mit der Wahl der Mittel und Facebook wirkt geradezu einladend auch dazu, persönliche Distanzen zwischen Schüler und Lehrer aufzubrechen., zumindest aber zu verwaschen.

Baden Württemberg jedenfalls sieht keine dringende Notwendigkeit in der Nutzung der sozialen Netzwerke für die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer. Es geht auch ohne, so die Ansage aus Süddeutschland.

Foto: WikiCommons / RIANbot
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:RIAN_archiv...
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2 Kommentare
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Henry Gast aus Hannover-Misburg-Anderten | 26.07.2013 | 15:08  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.07.2013 | 15:26  
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