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Gute Arbeit und sichere Rente in Europa

Wann? 01.05.2013 11:00 Uhr

Wo? Brandplatz/Ecke Schlossgasse, Schloßgasse 8, 35390 Gießen DEauf Karte anzeigen
Gießen: Brandplatz/Ecke Schlossgasse | DGB lädt zu traditioneller Maifeier

Pressemitteilung des DGB Mittelhessen


„Unser Tag: Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa“. Unter diesem Motto steht der diesjährige 1. Mai. Um 11 Uhr beginnt die traditionelle Mai-Demonstration auf dem Brandplatz. Die Hauptkundgebung wird um 12 Uhr auf dem Kirchenplatz stattfinden. Als Hauptredner konnte der Landesvorsitzende der IG BAU (Industriegewerkschaft Bau Agrar Umwelt) Hannes Rosenbaum gewonnen werden. Im Anschluss an die Kundgebung lädt der DGB zum traditionellen Maifest ein.

„Wir fordern eine neue Ordnung der Arbeit. Wo wir können, gestalten wir sie mit unserer Tarifpolitik selbst. Doch auch die Politik muss Rahmenbedingungen für gute Arbeit schaffen“, erklärt DGB-Kreisvorsitzender Robert Wycislo. Handlungsfelder gibt es nach Ansicht des DGB reichlich: Noch immer müssen Frauen in Deutschland etwa ein Vierteljahr länger arbeiten als ihre Männer, um auf dasselbe Jahresgehalt zu bekommen. Noch immer gibt es zu wenige Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche. Fünf Millionen Menschen arbeiten zu Stundenlöhnen unter 8,50 Euro. Das Aufstocken dieser Hungerlöhne kostet 7 Milliarden Euro im Jahr. „Aber auch sichere Renten sind für uns eines der Hauptthemen“, sagt DGB-Geschäftsführer Matthias Körner. „Jahrelange Rentenkürzungen, Massenarbeitslosigkeit und die Ausbreitung von Nieriglöhnen haben sich auf das Rentenniveau ausgewirkt“. Zudem sei die Rente mit 67 ein gigantisches Rentenkürzungsprogramm. „Für uns Gewerkschaften gilt: Rente muss zum Leben reichen“.

Und weil im Zuge der Eurokrise der Druck auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Menschen vor allem in Südeuropa zugenommen hat, bleibt auch das Thema Europa an diesem 1. Mai nicht außen vor. „Europa war nach dem von Deutschland verursachten Zweiten Weltkrieg ein Versprechen auf ein gemeinsames gutes Leben in Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand“, sagt Ulrike Eifler, Organisationssekretärin beim DGB Mittelhessen. „Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien werde aber derzeit zum Armenhaus Europas zusammengespart. In diesen Zeiten darf Solidarität mit den Kollegen in Südeuropa nicht nur ein Wort sein, sondern muss aktiv organisiert werden“, so Eifler, die erst kürzlich an einer Bildungsreise nach Griechenland teilgenommen hatte. Aus Sicht des DGB seien soziale Standards, die allen Beschäftigten in Europa ein Mindestmaß an sozialem Schutz gewährleisten, mehr denn je notwenig, um Lohn- und Sozialdumping zu verhindern.

Wycislo bekräftigt, dass der DGB im Wahljahr 2013 dafür sorgen wolle, dass das Thema Arbeit zu einem Kernthema im Bundes- und Landtagswahlkampf gemacht wird. „Keine Regierung soll daran vorbeikommen, die bestehenden Missstände zu beseitigen. Wir Gewerkschaften wollen einen Politikwechsel für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“.
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.04.2013 | 22:59  
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Christian Momberger aus Gießen | 27.04.2013 | 10:43  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 27.04.2013 | 15:50  
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