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Wir sind Diakonie!

Der SPDI der Diakonie Augsburg bietet seit 40 Jahren Hilfe bei seelischer Belastung.
 
Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Augsburg, und Mitarbeiter des SPDI, die beim Festgottesdienst in der Augsburger Kirche St. Anna ihre Fürbitten vortragen.
Gersthofen: SPDI |

Im Mai 1977 gründete die Innere Mission gemeinsam mit der evangelischen Klinikseelsorge eine Arbeitsgemeinschaft für psychische Gesundheit, um Menschen in Krisen- und Notsituationen zu betreuen. Sie feierte als SPDI am 5. April ihr 40-jähriges Jubiläum in Augsburg und gleichzeitig das zwanzigjährige Jubiläum der Außenstelle in Gersthofen.

Der Sozialpsychiatrische Dienst SPDI Augsburg der Diakonie feierte am 5. April 2017 sein 40-jähriges Jubiläum mit einem Festgottesdienst in der Augsburger Kirche St. Anna und anschließendem Fachvortrag.

Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand der Diakonie, begann seine Predigt mit den Worten „Kirche, Christsein in der Welt war von Anfang an ein Inklusionsprojekt.“ Er sprach von den Helden der Bibel, die alle fehlerhaft waren: „ABRAHAM war zu alt. LEA war hässlich. MOSE stotterte. DAVID hatte eine Affäre und war ein Mörder. Die JÜNGER schliefen beim Beten ein…“ Was er damit sagen wollte: Niemand ist perfekt und muss es auch nicht sein. Weder um von Gott geliebt zu werden, noch um in dieser Welt einen Platz zu haben.

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert drückte dasselbe in seinem Grußwort mit Artikel 1 des Grundgesetzes aus: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dies sei Auftrag an Gegenwart und Zukunft.

Der SPDI Augsburg ist seit 40 Jahren in Augsburg und seit zwanzig Jahren in Gersthofen Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Problemen und bietet ihnen ein niederschwelliges Angebot. Die Menschen werden in ihrem sozialen Umfeld betreut, damit sie nicht, wie es vor 40 Jahren noch üblich war, in einem Heim für psychisch Kranke leben müssen oder im – deutlich kostspieligeren – Bezirkskrankenhaus untergebracht werden, sondern in Freiheit und Würde leben können.

Augsburgs Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer betonte in seinem Grußwort, dass „die evangelische Kirche … in Augsburg ein wichtiger Akteur“ ist und das Diakonische Werk mit seinen 30 Einrichtungen im Dekanat viel subsidiäre Arbeit für die Stadt geleistet habe und nach wie vor leistet.

Prof. Dr. Heiner Keupp brachte es bei seinem anschließenden Fachvortrag auf den Punkt: „Nicht die Nützlichkeit des Menschen darf im Mittelpunkt stehen, sondern seine Würde.“ Damit dies gelingen kann, müsse jeder die Freiheit haben, sein Leben so zu führen, wie er es selbst führen möchte.

Der SPDI arbeitet seit 40 Jahren daran, psychisch Kranken diese Freiheit zu ermöglichen. Dass ihm dies gelingt, zeigt sich an den Worten einer Betroffenen, die abschließend das Wort ergriff: „Der SPDI macht das Leben erträglich.“

In diesem Sinn führt die Diakonie mit ihrem Sozialpsychiatrischen Dienst und dessen Arbeit mit Menschen, die eben anders sind, das von Pfarrer Graßmann eingangs erwähnte Projekt der Kirche weiter und die Einrichtung kann mit stolz sagen: Wir sind Diakonie!

Informationen zum SPDI des Diakonischen Werks Augsburg finden Sie unter http://www.diakonie-augsburg.de/node/107.
Die Außenstelle des SPDI in Gersthofen befindet sich in der Bauernstraße 2, 86368 Gersthofen, Telefon 0821 2990523.
Sprechstunde ohne Anmeldung montags von 11.00 bis 12.00 Uhr und mittwochs von 14.00 bis 15.00 Uhr.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 06.05.2017
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